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Beefscouts

Der Fleischblog

1. Erkelenzer Grillmeisterschaft

Alex geschrieben am 08.05.2017

 

Eigentlich wollte ich diesen Bericht bereits gestern geschrieben haben und eigentlich wollte ich darin über meinen Besuch bei der ersten Erkelenzer Grillmeisterschaft berichten. Eigentlich!! Doch dann hat mir das Leben „böse“ zugespielt und eine ganz andere Richtung genommen. Doch, doch, ich war auf der Grillmeisterschaft. Ganze zwei Stunden war ich sogar dort. Aber irgendwie kann ich Euch davon nix nennenswertes Berichten oder zeigen, was für mich oder Euch interessant gewesen wäre. Außer ein paar Bilder von Fleischerei Dirk Rösken, denn das war für mich der einzig interessante Stand bei diesem Event. Natürlich gab es auf der Grillmeisterschaft noch ein paar andere Stände zum Beispiel von Weber, na klar. Es gab da natürlich auch diverse Stände von den einzelnen Grillteams. Egal welchen Event ich aber besuche, ob Messe oder Grillmeisterschaft, mir geht es in erster Linie immer nur um das Eine, meine Suche nach dem besten Fleisch. Deswegen bin ich Beefscout geworden. Deswegen gibt es den Blog.

Auch bei meinem Besuch der Erkelenzer Grillmeisterschaft war ich wieder auf der Suche nach dem besten Fleisch und musste dafür nicht mal weit gehen. Denn bereits auf den ersten 100 Metern der Veranstaltung befand sich der Stand der Fleischerei Dirk Rösken. Es gab kleinere Kostproben, Fleisch zum Verkauf und jede Menge Infos rund um das Schwäbisch-Hällische-Landschweine. Da ich bereits im Vorfeld schon mal Kontakt mit Dirk Rösken hatte und erst kürzlich in den Genuss kam, einen Schweinenacken vom Schwäbisch-Hällischen zum Testen dahatte, war ich natürlich neugierig, was Dirk so in seiner Auslage zu präsentieren hatte. Optisch, kann ich Euch sagen, war das Fleisch vom Schwäbisch-Hällischen-Landschwein für mich natürlich wie ein Magnet, das mich magisch angezogen hat und auch gleich in seinen Bann. Wirklich tolle Marmorierung und ein dicker, fetter weißlicher Fettdeckel. Auch das Fleisch der Simentaler Färsen war schön marmoriert und machte einen guten optischen Eindruck. Davon waren auch viele andere Zuschauer um mich rum begeistert. Obwohl ich auch kritische Stimmen zum Fleisch gehört habe. Zum Beispiel sowas wie: „So viel Fett!! Das kann man ja gar nicht essen!“ Da konnte ich mir ein kleines Schmunzeln natürlich nicht verkneifen. Doch gekonnt und mit vielen guten Argumenten und top Wissen zum Produkt konnte eine Verkäuferin die erstaunten Besucher aufklären und die Situation schnell entspannen. Eigenschaften die, wie mir Dirk Rösken später erzählte, Er von all seinen Mitarbeitern einfordert und auch fördert. Jeder seiner Mitarbeiter weiß wo die Tiere herkommen und was die Tiere so speziell macht. Jeden Morgen nach der Produktion und noch vor Verkauf, setzt sich das Team zu einer Testrunde zusammen und bewertet dann gemeinsam die aktuelle Produktion. Dabei, so erzählte Dirk dann weiter, entscheiden dann alle gemeinsam, ob das fertige Endprodukt dann im Verkaufsraum landet oder nicht. Scheitert das Produkt an den kritischen Meinungen der Gemeinschaft, kommt es nicht in den Verkaufsraum. Das fand ich natürlich imponierend, denn so ist jeder Mitarbeiter voll integriert und weiß genau, was er da verkauft. Das finde ich klasse. Ein Paar Details zum Betrieb und zu den Schweinen gab es dann für mich gratis noch oben drauf. Diese werde ich Euch dann aber erst in Zukunft genauer erläutern, denn Dirk und ich haben für die Zukunft ein weiteres Treffen eingeplant. Bei diesem Treffen wird mir Dirk die Fleischerei und die Tiere dann genauer vorstellen. Dazu werden wir dann einmal die komplette Wertschöpfungskette durchlaufen von den Tieren auf der Weide bis in die Fleischerei und letzten Endes somit im Verkauf. Auf das Wiedersehen freue ich mich schon jetzt.

Da mir Dirk aber bereits jetzt eine kleine Freude bereiten wollte, gab es zum Abschluss auch ein kleines Geschenk vom Ihm. Zwei richtig schöne Schweinekoteletts. Nicht irgendwelche nullachtfünfzehn Koteletts, nein, zwei richtig schöne Dinger vom Schwäbisch-Hällischem. Zwei Koteletts mit richtig dickem, fetten, weißlichen Fettrand und einer glänzenden Schwarte oben drauf. Das Fleisch teilweise kräftig marmoriert. Sabber, sabber, sabber.

Und damit kommen wir natürlich zu dem Punkt, warum ich am Anfang sagte, das Leben kann einen schon „echt übel“ mitspielen. Ich meine, klar bin ich nach Erkelenz gefahren um gutes Fleisch zu finden, aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich welches mit nach Hause nehmen würde. Ich hatte ja auch keine Kühlbox im Auto, wo ich das Fleisch hätte bis nach Hause kühlen können. Ihr merkt also, meine Situation war echt verzwickt und fast aussichtslos. Was sollte ich nur mit dem Fleisch machen? Das kann ich bei einer Stunde Heimfahrt niemals kühl halten. Tja, also habe ich schnell das Handy gezückt und meinen Nachbarn angerufen. „Hey, hast du Bock auf ein spontanes Tasting?“ Er: „Warum?“ Meine Antwort: „Ich habe hier gerade was Fleisch bekommen, habe aber leider keine Kühlbox dabei, um das Fleisch kühl zu halten. Ich würde das Fleisch dann schnell nach Hause bringen und schon mal auf Zimmertemperatur, sodass wir es zu Hause dann gleich grillen können.“  Und er dann so: „Frau!!! Der Alex bringt Fleisch mit. Wir müssen ein Tasting machen. Ja, wir kommen dann gleich rüber!“

Naja, ich hatte also keinen weiteren Grund mehr in Erkelenz zu bleiben, dafür aber zwei sehr gute, schnell nach Hause zu fahren. Also bin ich nach Hause gefahren und wir haben gestern noch das Fleisch getestet. Ein paar Bilder dazu findet Ihr im Live-Blog. Den Bericht dazu gibt es dann demnächst.

MEIN FAZIT:

Ein Ausgang meines Besuches, mit dem ich so nicht gerechnet habe, über den ich aber sehr erfreut bin. Ich kann Euch an dieser Stelle jetzt zwar keine Fotos von der Grillmeisterschaft zeigen und auch praktisch nix darüber erzählen, aber ich kann Euch abschließend sagen, dass sich mein Besuch definitiv gelohnt hat und ich nicht umsonst in Erkelenz war. Der Onkel hier hat wieder Fleisch mit nach Hause gebracht und durfte wieder lecker grillen. Vielen Dank lieber Dirk, dass du mir den Abend so versüßt hast.


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