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Beefscouts

Der Fleischblog

Alufolie nicht unbedenklich

Alex geschrieben am 23.08.2016

Kürzlich hat uns ein Beitrag des MDR hell aufhören lassen. In dem Beitrag ging es um die haushaltsübliche Verwendung von Alufolie. Das MDR stellte in diesem Bericht die Behauptung auf, das die Nutzung von Alufolie gesundheitlich nicht unbedenklich sei. Da haben wir doch mal was genauer hingehört und möchten Euch nun gerne davon berichten.

„Nutzt Ihr in Eurem Haushalt Alufolie?“ Auf diese Frage hin, werden sicherlich 80% von Euch mit „Ja“ antworten. So wie wir es bis zu diesem Bericht auch getan hätten. „Wer von Euch hat sich jemals zuvor Gedanken drübergemacht, das Alufolie vielleicht schädlich sein könnte?“ Wir bis hier hin zu keinem Zeitpunkt. Doch dieser Bericht veränderte unsere Ansichten zu Alufolie, in Verbindung mit Lebensmittel, grundlegend. Aber warum?

Die Recherche des MDR begann bereits im Sommer 2015. Eine Aufschnitt-Platte mit Käse und Schinken, wurde mit Alufolie abgedeckt und für drei Tage in den Kühlschrank gegeben. Bereits nach dieser Zeit, zeigten sich deutlich sichtbare Ablagerungen. Ein unappetitlicher Anblick. Aluminium, das auf Käse und auf Schinken klebte. Die Frage die sich hier nun stellte war, ist das nun gesundheitsschädlich oder nicht? Das sollte nun ein Toxikologe an der UNI Kiel herausfinden. Eine erste optische Begutachtung dieser Situation ergab, dass sich das Aluminium, unter Einwirkung der Lebensmittel, teilweise aufgelöst hatte und dadurch Ablagerungen auf den Lebensmitteln gebildet hatte. Daraufhin folgten weitere Test mit verschiedenen Lebensmitteln und verschiedenen Aluminiumfolien.

 

Die Ergebnisse dieser Test waren teilweise erschreckend. In allen Fällen, ist es zu einer Zunahme des Aluminiumsgehalt in den Lebensmitteln gekommen. In einem Schinken, der in Alufolie eingewickelt worden war, ist es gar zu einer 100-fachen Zunahme an Aluminium im Schinken gekommen. Der Wert ist von 0,28 mg Aluminium pro Kilogramm Schinken, auf über 20 mg Aluminium pro Kilogramm Schinken gestiegen und das bereits nach 3 Tagen.Grund dafür ist der große Salzgehalt im Schinken.

In einem weiteren Test wurden Lebensmittel in Alufolie gegart. Hier wurde z.B. Lachs, nur mit Zitronenscheiben belegt und etwas gesalzen, im Ofen nach gängigen Rezept in Alufolie zubereitet. Die Ergebnisse hieraus waren ähnlich erschreckend. Auch hier kam es zu einem deutlichen Anstieg an Aluminiumrückständen im Lachs. Vor der Zubereitung betrug der gemessene Wert an Aluminium unter 1mg pro KG. Nach dem garen in Alufolie ist der Wert auf teilweise bis zu 7mg pro KG gestiegen.

Gleich darauf erfolgt eine ganz klare Empfehlung vom Toxikologen: „Garen Sie keine Speisen in Aluminiumfolie, vor allem dann nicht, wenn Säuren oder Salze zur Zubereitung gehören.“

UNSER FAZIT

Alleine diese Ergebnisse und Zahlen haben uns zum sofortigen Umdenken angeregt. Auch wenn sich die Hersteller dieser Kritik nicht annehmen und sich natürlich mit Aussagen rechtfertigen, der Test sei nicht unter haushaltsüblichen Bedingungen durchgeführt worden, schenken wir diesem Bericht eine große Aufmerksamkeit. Wir distanzieren uns mit sofortiger Wirkung von jeglicher Nutzung von Alufolie in Verbindung mit Lebensmitteln. Wir werden unsere Lebensmittel nicht mehr in Alufolie einwickeln oder garen. Kleiner Tipp an die Griller: Packt euer Grillgut erst in Backpapier ein und dann erst in Alufolie, so hat das Grillgut keinen direkten Kontakt zur Alufolie.

 

Quelle vom MDR: http://www.mdr.de/ratgeber/alufolie-100_zc-f31800a6_zs-a8e033bc.html


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