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Beefscouts

Der Fleischblog

American Flap Steak

Alex geschrieben am 03.02.2016

Nachdem unsere erste Erfahrung mit dem Flap-Steak (auch Flapmeat, Sirloin Tip oder große Bavette genannt) aus der Region Uruguays nicht so erfreulich war, wollten wir es diesmal mit einem Flap-Steak aus Amerika probieren. Unter der Hoffnung, dass es diesmal besser wird, haben wir unser heutiges Flap bei Gourmetfleisch bestellt.

So langsam haben wir uns an die schnelle Abwicklung des Onlinefleischversandes schon gewöhnt, dennoch ist es immer noch sehr erstaunlich, wie reibungslos und unkompliziert so eine Lebensmittelbestellung abläuft. Das Fleisch kam wie erwartet und vom Händler versprochen vakuumiert und tiefgekühlt in sehr guten Zustand bei uns an. Wieder einmal ist der Ablauf ohne Probleme von statten gegangen. „Fleisch online bestellen?“. Unserer Meinung nach kein Problem und nur empfehlenswert. Hier brauch niemand Angst zu haben.

Nun zum Fleisch: Wie bereits erwähnt, haben wir uns diesmal für ein „American“ Flap-Steak entschieden. Laut schriftlicher Ausschreibung von Gourmetfleisch.de stammt das Fleisch von der Jerry Wulf Farm aus Nebraska. Dort werden Lim-Flex Rindern gezüchtet, eine Mischung zwischen Charolais und Black Angus Rinder. Sie wachsen dort in den „unendlichen Weiden Nebraskas“ auf. „Die Tiere dort wachsen etwa 24 Monate lang auf großen Weiden auf und werden danach rund 100 Tage unter freiem Himmel ausschließlich mit Mais gefüttert. Diese Ernährung und eine besondere fürsorgliche Behandlung der Tiere machen das US-Beef zu dem was es ist.“ Wir waren also gespannt was der Geschmack so bringen würde.

Schöner Cut  

Aber wie üblich fangen wir zu aller erst einmal mit der Optik an. Wundert euch bitte nicht, denn wir haben, wie in unserem letzten Tasting bereits angekündigt, heute nur ein kleines Stück Fleisch auf dem Teller und nicht mehr die „dicken Braten“ wie sonst immer. Dennoch möchten wir natürlich die Optik bewerten. Und die hatte es trotz des „kleinen Stückes“ in sich. Was wir hier vorgefunden haben war ein wirklich sehr schöner und sauberer Cut. Unser "Flapsteak aus Uruguay" aus einem vorherigen Tasting war sehr unsauber geschnitten und sehr unruhig. Dieses hier war sprichwörtlich „aalglatt“! Wir haben das Internet nach Bildern von Flap-Steaks abgesucht. Nur 5% aller Bilder bzw. Cuts war so sauber geschnitten. Wir haben lange drüber gerätselt, ob das so richtig ist, aber haben so wirklich keine Antwort gefunden. Also Rätseln wir nicht weiter über die Optik, sondern erfreuen uns einfach an diesem wirklich schönen Cut und kommen zu der Zubereitung.

Auch die Seiten nicht vergessen 

Wir haben das Steak in der Pfanne scharf angebraten und danach in den Backofen auf 80°C Umluft für 10 Minuten gegeben. Nach unserem Gefühl war das so schon in Ordnung. „OK. So ganz haben wir unserem Gefühl dann nicht getraut und doch zu Sicherheit nochmals das Fleischthermometer zu Hilfe genommen“. Unser Gefühl war gar nicht so schlecht. Wir hatten bereits eine Kerntemperatur von 48°C erreicht. Da wir ja wissen und auch immer sagen, dass Fleisch nach der Zubereitung ruhen soll und dabei noch ca. 3°C an Kerntemperatur zunimmt, haben wir uns darauf auch verlassen. Und, tatsächlich war dem auch so. Letzten Endes hatten wir sogar eine Kerntemperatur von 52°C erreicht. Also alles gut gegangen. Unser Gefühl war richtig und das Ergebnis ganz nach unserem Geschmack.

Butterweich, so fühlte es sich an !!!

Nun kommen wir zum Geschmack: Es war sicherlich keine Mund-Explosion. Nein. Aber es war wieder einmal ein sehr solides Stück Fleisch. Gegenüber dem argentinischen Flap war das amerikanische Flap intensiver im Geschmack. Die feine Fettmarmorierung war hier wesentlich deutlicher zu schmecken. Wesentlich besser als unsere erste Erfahrung mit Flap-Steak. Das Fleisch hatte durch diese Fettmarmorierung eine sehr schöne buttrige, leicht süßliche Note. Der Biss dieses Fleisches war absolut zart. Dennoch übten wir uns in Zurückhaltung. Das Ergebnis war, wie soll man sagen? Solide.  

Unser Fazit 

Dieses Flap-Steak war mit großer Sicherheit eine riesige Steigerung gegenüber unserem ersten Test. Aber 54€ pro KG? Hat es uns so überwältigt, das wir wieder 54€ das Kilo ausgeben würden? Nicht überwältigt, aber geschmacklich überzeugt. So etwas würden wir uns gerne mal im Restaurant wünschen. 280 Gramm dieses amerikanischen Flap-Steak mit einer Portion guter Bratkartoffeln wären mehr als eine Alternative gegenüber Roastbeef oder Filet. Das würden wir sicherlich bestellen.  

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

7/10

Geschmack:

8/10

Preis/Leistung:

6/10

Gesamtwertung:

8,0/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

gourmetfeisch.de

Preis pro KG

54,00 €

Herkunft

Amerika

Weitere Fotos


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