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Beefscouts

Der Fleischblog

Argentinisches Picanha

Alex geschrieben am 11.11.2015

Um es vorweg zu nehmen und Euch als Leser nicht zu irritieren. Uns wurde leider schriftlich verboten, den Namen des Verkäufers und sämtliche seiner Erzeugnisse zu nennen. Eine Erklärung dafür wollte man uns leider nicht nennen. Deswegen verzichten wir bei diesem Artikel auf die Nennung von Namen. Wir bitten dies zu entschuldigen. Wem es trotzdem interessiert, wo wir dieses wunderbare Stück Fleisch her hatten, den bitten wir, uns eine kurze Anfrage per Mail zu zusenden. Wir werden den Namen dann gerne Preis geben.

Heute haben wir uns für ein argentinisches Picanha aus dem Kölner Süden entschieden. Der Laden hat sich auf argentinisches Fleisch spezialisiert. Das Fleisch wird von in Argentinien ansässigen Farmen direkt importiert. Das Picanha kommt aus dem Hüftdeckel des Rindes, deshalb wird es auch Hüftdeckel oder Tafelspitz genannt. Anders als beim deutschen Picanha, wird in der argentinischen Küche das Picanha samt Fettschicht am Fleisch zerlegt und belassen. Genauso sah unser Picanha dann auch aus. Es hatte einen wunderschönen dicken fetten Fettdeckel. Dagegen war das Fleisch nur sehr minimal Fett marmoriert, hatte nur vereinzelte Fettfasern.

Im Internet haben wir über verschiedene Arten der Zubereitung gelesen. Manche haben es am Stück zubereitet, andere wiederum haben das Picanha in Scheiben aufgeschnitten und es am Spieß oder als Steaks gebraten. Wir haben uns dazu entschlossen, das Picanha am Stück zu grillen. Nachdem das Fleisch 2 Stunden Zimmertemperatur annehmen konnte, haben wir den Fettdeckel rautenförmig eingeschnitten. Da der Fettdeckel sehr dick war, war auch keine besondere Vorsicht geboten. Durch das einschneiden des Fettdeckels wird vermieden, dass sich das Fett beim Grillen zusammenzieht. Durch die vielen Einschnitte behält das Fleisch seine Form bei. Anschließend haben wir es nur noch mit etwas Meersalz von beiden Seiten gewürzt. Nun haben wir den Grill auf ordentlich Hitze gebracht. Die Grillfläche sollte richtig heiß sein damit das Fleisch bzw. der Fettdeckel gut angebraten wird. Wenn der Grill also ausreichend Hitze hat, gilt es das Fleisch richtig scharf anzubraten. Durch das scharfe anbraten sollten sich die Fleischfasern schließen und das Fleisch sollte so saftig und zart bleiben. Nachdem ihr das Fleisch für so ca. 90-120 Sekunden scharf angebraten habt könnt ihr dieses wenden und nun den Fettdeckel kross anbraten. Nun solltet ihr aber aufpassen, den das Fett des Fettdeckels tropft nun auf die Glut bzw. aus die Flamme eures Gasgrills. Das Fett kann sich also das ein oder andere Mal entzünden. Ihr solltet also den Grill und das Fleisch gut im Auge behalten. Auch den Fettdeckel solltet ihr erstmals nur für ca. 90-120 Sekunden braten. Nachdem wir das Picanha dann von allen Seiten gut angebraten hatten, haben wir es in die indirekte Zone vom Grill gegeben und die Regler des Gasgrill reduziert. Wenn euer Grill keine indirekte Zone hat, müsst ihr euch eine mittels Aluschalen bauen. Das Fleisch sollte dabei keinen direkten Kontakt zur Grillfläche haben. Ihr braucht nun auch keine sehr hohen Temperaturen mehr, so um die 100°C reichen aus, um das Fleisch zu garen. Wir haben unser Picanha dann noch mit einem Fleischthermometer versehen und uns für eine Kerntemperatur von 55°C entschieden. Das Ganze hat in unserem Fall etwa 1 1/2 Stunden gedauert. Da uns das Fett aber noch nicht kross genug war, haben wir die Grillfläche wieder auf Temperatur gebracht und das Picanha nochmals für ca. 2 Minuten auf der Fettseite kross grillen lassen. Jetzt aber war das Picanha fertig zum Verzehr. 

Der erste optische Eindruck war wieder hervorragend. Ein schönes dickes Stück Fleisch mit einem wunderschön krossen Fettdeckel. Nachdem das Fleisch nochmals fünf Minuten ruhen konnte, haben wir es dann entgegen der Faserrichtung angeschnitten. Das Fleisch ließ sich sehr weich, ohne festen Druck, schneiden und sogleich trat blutiger Fleischsaft aus. Der Schnitt des Fleischs zeigte einen sehr feinen Faserverlauf und eine sehr schöne rosa Färbung. Der Geschmack war wunderbar. Das Fleisch hatte einen sehr intensiven nussigen Fleischgeschmack. Der Fettdeckel war super kross gelungen, hatte nur einen sehr leichten Fettgeschmack und harmonierte super mit dem Fleisch.

Unser Fazit

Das Fleisch hat durch das Grillen etwas an Gewicht und Größe verloren, trotzdem war es absolut saftig und geschmacksintensiv. Wenn man dazu einen Kilopreis von gerade mal 19,90€ berücksichtigt, ist dieses Fleisch ein wahrer Preis/Leistungs Sieger! Dieser tolle Fleischgeschmack zu so einem günstigen Preis ist absolut TOP! Ein schönes 1,5 Kilo Stück Picanha mit etwas Brot und Salat und man bekommt locker 4 Personen satt. 

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

7/10

Geschmack:

8/10

Preis/Leistung:

10/10

Gesamtwertung:

9,3/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Laden im Kölner Süden

Preis pro KG

19,90 €

Herkunft

Argentinien

Weitere Fotos


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