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Beefscouts

Der Fleischblog

Auf der Suche nach dem besten Fleisch

Alex geschrieben am 29.09.2016

Thema Ernährung:

Beefscouting: Auf der Suche nach dem besten Fleisch

Bürgermeisterstück als Erweckungserlebnis:

Zum Kreis der Food-Blogger mit Fleischaffinität gehören auch zwei Wuppertaler. Alexander Doerr und Christopher Schulten, beide Anfang 30, Kollegen im selben Einzelhandelsunternehmen. Seit 2015 betreiben sie den Fleischblog „Beefscouts.de“: „Angefangen hat alles mit einem Pausengespräch und entwickelte sich dann relativ schnell zu den Beefscouts. Hier können wir unsere Leidenschaft zum Fleisch auf eine kreative Art und Weise ausdrücken und unsere Erlebnisse mit anderen teilen.“ Ihr Erweckungserlebnis war ein Trip nach Dortmund. Dort ließen sie sich in einem Fleischladen (eine Art Edelausgabe einer Metzgerei mit exquisiter Auswahl und Waren, für die man eher tiefer in die Tasche greifen muss) beraten. Ein sogenanntes Bürgermeisterstück, also ein besonders zartes Stück Rindfleisch, stand auf dem Einkaufszettel der Beefscouts. „Die Verkäuferin empfahl uns ein US Black Angus Bürgermeisterstück und ein US Black Angus Flanksteak“, erzählen Alexander und Christopher, „wieder zu Hause angekommen, hatten wir uns zwecks Zubereitung Hilfe aus dem Internet geholt. Wir wussten ja noch nicht viel über Fleisch. Nach Anleitung haben wir das Bürgermeisterstück dann zubereitet und auch gleich verköstigt und waren einfach nur begeistert vom Geschmack und Ergebnis. Danach waren wir uns schnell einig, dass das Flanksteak nicht lange auf sich warten lassen sollte. Auch bei diesem Stück Fleisch wurden wir von der Qualität und dem Geschmack sprichwörtlich umgehauen. Wir waren einfach nur begeistert und beschlossen für uns, einen neuen Weg einzuschlagen. Wir wollten mehr tolles Fleisch probieren und anderen davon berichten.“ 

Vom Spidersteak bis zur Ahle Sau:

Sie investieren viel Zeit ins „Beefscouting“, recherchieren viel im Internet: „Wenn uns etwas gefällt, das wir gerne testen wollen, dann bestellen wir es einfach. Das Angebot, gerade im Internet, ist heutzutage riesengroß. Da findet man immer was, was man noch nicht kennt oder probiert hat.“ Ob Spidersteak vom deutschen Weideochsen, Beef Jerky oder Ahle Sau, alles wird von Christopher und Alexander auf ihrer Homepage nach bestimmten Kriterien bewertet: „Den Anfang macht immer die Optik. Hierbei bewerten wir das Fleisch im rohen Zustand. Das betrifft die Farbe, die Struktur, das Fett etc. Danach geht es natürlich zum wichtigsten Teil, der Geschmacksprobe. Da Geschmäcker immer unterschiedlich sind, ist dies der schwierigste Teil der Bewertung, denn wir müssen aus unserer beider Meinungen ein faires Urteil bilden. Natürlich ist das aber auch der beste Teil unseres Jobs. Deswegen lieben wir unsere Arbeit auch so sehr. Nach dem Geschmackstest bewerten wir unsere Eindrücke dann in Relation zum Preis in einem Preis-Leistungs-Verhältnis. Zum Schluss kommt dann noch unser Fazit.“ Inzwischen können die beiden Beefscouts auch Fleischanfängern Tipps geben, woran man gutes Fleisch erkennt: „Gut abgehangenes Rindfleisch hat eine eher dunkel bis bräunliche Färbung. Es ist saftig, feinfaserig und sollte immer eine feine Fettmarmorierung haben. Das Fleisch sollte von der Konsistenz fest sein, aber auf Fingerdruck leicht nachgeben. Gutes Fleisch riecht im rohen Zustand angenehm frisch und hat eine leicht glänzende Oberfläche.“ Alexander Doerr und Christopher Schulten haben festgestellt, dass Top-Beef trotz des Booms von edlen Fleisch-Boutiquen nicht zwangsläufig nur für Besserverdiener geeignet ist. Wer es dann doch etwas ausgefallener und teurer mag, der findet in zahlreichen Edel-Fleisch-Boutiquen, wie sie auch die Beefscouts besuchen, gute Beratung. Zudem ist eine neue Burger-Kultur entstanden, die mit den bekannten Fast-Food-Ketten wenig gemein hat. Die Burger-Manufakturen heißen „Fette Kuh“, „Hans im Glück“ oder „Space Burger“ und sind mehr Restaurant als Imbiss. Das Fleisch stammt meist von regionalen Hö- fen, die Burger werden mit ausgefallenen Broten, Saucen und Gemüsezubereitungen serviert – und oft gibt es auch vegane oder vegetarische Angebote. Auch die Beefscouts Christopher und Alexander sind Fans solcher Läden: „BurgerRestaurants wie die ‚Fette Kuh‘ handeln nach ökologischem Interesse und verwenden nur qualitativ hochwertiges Fleisch und das wiederum können wir sehr gut unterstützen.“ 

 

Quelle: http://www.die-bergische-kk.de/fileadmin/kundenmagazin/blaetterversion/2016_03/#p=1


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