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Beefscouts

Der Fleischblog

Australisches Black Angus Flanksteak

Alex geschrieben am 08.06.2016

Mit Flanksteaks haben wir Beefscouts nur gute Erfahrungen gemacht. Egal ob vom deutschen Simmentaler oder vom amerikanischen Black Angus. Flanksteaks sind immer super lecker und absolut simpel und einfach zu zubereiten. Durch den meist hohen intramuskulären Fettanteil im Flank ist es praktisch nicht trocken zu kriegen, sondern immer schön saftig. Das Flanksteak stammt übrigens aus dem Bauchlappen (Dünnung) des Rindes und gehört in Amerika zu einem der beliebteren Stücke. Es wird auch als Hose oder Bavette bezeichnet. Wir haben unser Flanksteak direkt vor Ort in Neuss bei Don Carne gekauft. Während unserem Besuch des Frühlingsfestes von Don Carne, kamen wir einfach nicht drum rum, einen Blick in die Asservatenkammer zu werfen. Natürlich sind wir bei der tollen Auswahl nicht mit leeren Händen nach Hause gegangen, sondern haben uns für das Australische Black Angus Flanksteak entschieden.

Dieses 1050-g- schwere Flank hat uns von der Optik her schon sehr angesprochen. Die Besonderheit des australischen Flanks liegt in der langen Fütterung. Die Rinder grasen während eines Zeitraums von 26 Monaten auf den ausgedehnten Weideflächen Australiens bevor sie dann in so genannten Feedlots unterkommen. Dort werden die Tiere dann mit sorgfältig ausgesuchtem Futter aus Gras, Mais und Getreide als Hauptbestandteil mindestens weitere 240 Tage lang endgemästet, bevor sie dann geschlachtet werden. Diese spezielle Ernährung sorgt für eine sehr ausgeprägte Marmorierung, welche zur besonderen Zartheit und einem vollen Fleischgeschmack beitragen soll. Optisch können wir das an dieser Stelle schon mal bestätigen, denn die Optik war wirklich sehr hübsch an zu sehen. Das Fleisch war sehr sauber ausgeschnitten und war dunkelrot. Der Faserverlauf war klar und deutlich zu erkennen. Die intramuskuläre Fettmarmorierung war hier wirklich außerordentlich ausgeprägt. Das Fett hatte eine sehr feste Konsistenz, weshalb wir es teilweise pariert haben, also vom Fleisch abgeschnitten. Über allem war ein leicht nussiger Geruch zu vernehmen.

10 Minuten vor der Zubereitung haben wir das Fleisch mittels grobem Flur de Sel gewürzt. Dann ging es ab auf den heißen Grill. Wir haben, auf Grund der geringen Dicke des Cuts, entschieden das Fleisch nur auf der direkten Zone zu grillen. Dazu haben wir das Fleisch unter mehrmaligen Wenden etwa eine halbe Stunde lang in der direkten Hitzezone gegrillt. Gefühlt war der Garpunkt danach ideal, den, das Fleisch hatte jetzt einen leicht festeren Druckpunkt. Dies sollte auf einen „Medium-Garpunkt“ hindeuten. Der erste Anschnitt tendierte allerding eher Richtung „well-done“.

Dies machte im Geschmack allerdings überhaupt nichts aus, denn durch den hohen intramuskulären Fettanteil war das Fleisch dennoch butterweich. So zart und saftig, wie wir es erwartet hatten und wie wir es bereits von vorherigen Tastings kannten. Diesbezüglich wurden wir nicht enttäuscht. Das Fleisch war geschmacklich buttrig und sehr saftig. Die Kombination aus Fettanteil und Fleisch wirkte sehr ausgewogen. Dennoch waren wir auch ein wenig enttäuscht, denn wir hatten durch die lange Fütterung einen noch intensiveren buttrigen Geschmack erwartet. Dieser war zwar vorhanden, aber nicht so sehr ausgeprägt. Dennoch geschmacklich ein sehr gutes Ergebnis.

Unser Fazit

Durch die lange und intensive Fütterung hätten wir uns persönlich einen noch intensiveren und buttrigeren Geschmack erwartet. Dennoch sind wir von dem Flanksteak wieder nicht enttäuscht worden, sondern absolut zufrieden über dieses solide Stück Fleisch. Wir können jeden nur empfehlen, mal ein Flanksteak zu probieren. Preislich ist es meist günstig zu bekommen und verzeiht auch kleinere Fehler bei der Zubereitung. Von uns eine klare Kaufempfehlung.

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

8/10

Geschmack:

9/10

Preis/Leistung:

7/10

Gesamtwertung:

9,0/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Don Carne

Preis pro KG

36,90 €

Herkunft

Australien

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