× Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung der Seite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Einzelheiten entnehmen Sie bitte den Datenschutzbestimmungen.

Beefscouts

Der Fleischblog

Beef Ribs Sous Vide oder wie man daraus Pulled Beef macht

Alex geschrieben am 03.03.2018

Skurrile Überschrift, doch genau so war auch dieses Experiment. Angedacht war eigentlich ein Bericht über „Beefribs Sous Vide“. Warum daraus letzten Endes aber Pulled Beef wurde, das möchte ich Euch gerne im nachfolgenden Bericht erzählen.

Nach meinem Bericht über das Red Angus Bavette vom Bauernhof habe ich mir gedacht, ich könnte ja mal eine ganze Reihe solcher Berichte machen und diese nicht ganz ernste und oberflächliche Thematik einfach mal weiterführen. Einfach mal ein bisschen experimentieren, gucken was geht. Zum einen natürlich zum Testen und probieren, zum anderen natürlich aber um für mich selbst Erfahrung zu sammeln. Schließlich möchte ich mich ja selbst auch verbessern und weiterentwickeln.

Deswegen gibt es nun erneut einen nicht ganz so ernsten Bericht über meine Versuche mit Fleisch. Ohne Bewertung!! Diesmal mit Beef Ribs vom Aberdeen Angus.

Diese habe ich, wie auch schon die Red Angus Bavette, vom Bauernhof Hütter. Dort liegt der Preis für ein Kilo Beef Ribs bei gerade mal 4,95€ das Kilo. Gibt es eine preislich bessere Alternative? Für mich wohl kaum. Vor allem nicht, weil die Tiere dort direkt am Hof aufwachsen und ich weiß wo das Fleisch herkommt und wie die Tiere dort aufgewachsen sind.

Das soll jetzt nicht verachtend gegenüber dem Tier wirken, aber bei dem Preis kann ich es gut verkraften, wenn das ein oder andere Experiment mal nicht gelingt. Klar ist dafür ein Tier gestorben und ich zolle Ihm dafür auch Respekt und weiß das zu schätzen, doch ich denke Ihr wisst wie ich das meine. Gegessen wird das Fleisch ja auf jeden Fall. Was sollte bei einem solchen Experiment auch schon schiefgehen? Ich mache ja nix Welt-veränderndes, sondern probiere einfach mal ein wenig rum. Ein paar neue Zubereitungsmethoden und Zeiten. Mehr mache ich ja gar nicht. Deswegen kann ich das aus meiner rein persönlichen und ethischen Sicht auch vollkommen vertreten.

Naja, kommen wir auf jeden Fall mal zum Versuchsaufbau. Meine Idee bei diesem Versuch war, die Beefribs auf jeden Fall wieder Sous Vide zuzubereiten. Das stand für mich von Anfang an fest. Bereits in meinem Bericht vom 13.12.2017 hatte ich Beef Ribs Sous Vide zubereitet und war mit dem Ergebnis damals schon recht zufrieden. Doch schrieb ich damals auch schon, dass ich bei einem nächsten Versuch sicherlich einige Parameter verändern wollte. Damals hatte ich die Ribs knapp 20 Stunden bei 70°C im Wasserbad. Diesmal war die Idee aber, die Garzeit noch etwas nach oben zu schrauben und dafür aber die Temperatur nach unten. Geplant hatte ich diesmal mit 24 Stunden im Wasserbad, dafür aber nur bei 65°C.

Warum das nun aber nicht geklappt hat, bzw. warum das Experiment dann doch anders gelaufen ist als geplant, das möchte ich Euch nun nachfolgend erklären.

Im Prinzip war eigentlich angedacht, diese Ribs gemeinsam mit den Nachbarn in einem kleinen, privaten Tasting zu futtern. Dazu hatte ich nebenbei unter anderem auch noch ein Flanksteak zubereitet, welches es vorab als Apparativ gab. Da dieses Flanksteak aber so sättigend war, wollten die Nachbarn auf den Nachtisch verzichten. Alleine wollte ich die Ribs aber auch nicht essen. Also beschloss ich, diese noch einen weiteren Tag im Wasserbad zu lassen und für den nächsten Tag ein weiteres Tasting einzuberufen.

Sicherlich könnt Ihr Euch dann schon vorstellen, was dabei mit den Ribs passiert ist. Als ich diese am nächsten Tag und nach 48 Stunden im Wasserbad aus dem Vakuumbeutel holen wollte, sind diese praktisch schon fast zerfallen. Die Knochen ließen sich problemlos und sauber aus dem Fleisch ziehen und das Fleisch selbst konnte praktisch mit dem bloßen Finger zerdrückt werden. Schaut Euch die Knochen bitte mal an. Blitze Blank!!!

Also habe ich kurzer Hand umdisponiert und mir gedacht: Gut, machst du halt Pulled Beef daraus. Hattest du zuvor auch noch nicht gehabt und die Gegebenheiten nach dem Wasserbad waren wie geschaffen dafür. Gesagt, getan.

Ich habe das Fleisch dann mit den Fingern zerrupft und zerdrückt und dann im Anschluss daran nochmals in einer Edelstahlschale auf dem Grill gegeben um nochmals was Hitze ans Fleisch zu geben. Weil das Fleisch auf den ersten Blick aber etwas trocken wirkte, habe ich dabei zusätzlich noch was Brühe aus dem Vakuumbeutel drüber gegossen und mit dem Fleisch vermengt. Dazu noch ein paar Aufbackbrötchen und fertig war das Pulled Beef.

Geschmacklich? Gar nicht schlecht. Ich denke, die Brühe aus dem Vakuumbeutel über das Fleisch zu kippen war die richtige Entscheidung. So bekam das Fleisch nochmals einen Extraschuss Aroma und war meiner Meinung nach ein ganzes Stück saftiger. Dadurch kam dann auch die Rindfleischnote wirklich intensiv zur Geltung. Für mich kann ich an dieser Stelle auch klar sagen, hier wären weder Rubs noch Marinaden nötig gewesen. Das Ergebnis war auch so sehr zufrieden stellend.

 MEIN FAZIT:

In Sachen „Beef Ribs Sous Vide“ und dem eigentlich geplanten Versuchsaufbau muss ich ganz klar sagen, habe ich vollkommen versagt. Das abschließende Ergebnis war meilenweit von dem entfernt, was ich erwartet hatte. Mit Beef Ribs hatte das Ergebnis nichts mehr gemeinsam. Das kreide ich mir persönlich an. Natürlich mit einem lachenden und zwinkernden Auge ;-) ;-) Oder auch zwei!!!

Ich habe bei diesem Experiment natürlich improvisiert. Auch wenn der anfängliche Versuchsaufbau danebenging und nicht so geworden ist, wie ich es geplant habe, so ist das entstandene Ergebnis für mich doch sehr zufriedenstellend.

Abschließend also meine Endresüme: Warum nicht mal Pulled Beef aus den Beef Ribs machen!!!!   

Gekauft bei

Bauernhof Hütter

Preis pro KG

4,95 €

Herkunft

Deutschland

Weitere Fotos


Das könnte Sie auch interessieren