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Beefscouts

Der Fleischblog

Beef Standing Rib

Alex geschrieben am 18.10.2017
  • Beef Standing Rib, Hochrippe, Hohe Rippe, Hochrippensteak
  • Cut aus dem mittleren Rücken/Nacken-Bereich
  • hohe Marmorierung
  • dicker Fettdeckel
  • intensiver Fleischgeschmack
  • sehr fetthaltig

Wer in den letzten Wochen und Monaten meinen Blog regelmäßig verfolgt hat, dem ist sicherlich aufgefallen, dass ich dann und wann mal mit merkwürdigen Namen für irisches Fleisch um mich geschmissen habe. Ein gutes Beispiel dafür war das „Beef Back Steak“! Könnt Ihr Euch noch daran erinnern? Jetzt haue ich Euch wieder einen so merkwürdigen Namen um die Ohren. In meinem heutigen Bericht möchte ich Euch von dem „Beef Standing Rib“ erzählen. Schon mal von gehört? Lasst mich doch an dieser Stelle was davon erzählen.

Um es vorweg zu nehmen, in diesem Bericht möchte ich Euch erneut von dem geilen irischen Fleisch von den Gourmet-Experts erzählen. Von Mitte August an habe ich Euch dazu eine ganze Reihe an Berichten veröffentlicht. Darunter war auch ein so merkwürdig klingender Cut wie das „Beef Back Steak“! Ihr könnt Euch doch noch daran erinnern, oder? Wenn nicht, dann schaut Euch doch nochmals den Bericht zum „Beef Back Steak“ an. War echt witzig!!! Heute folgt erneut ein Bericht über ein so umständlich klingendes Stück Fleisch aus Irland. Im heutigen Bericht möchte ich Euch vom „Beef Standing Rib“ von den Gourmet-Experts erzählen.  Auch diesen Begriff, „Beef Standing Rib“, habe ich vor der Zubereitung in den großen Suchmaschinen der Welt eingegeben und suchen müssen, denn auch hier war mir der Name nicht ganz klar und ließ mich im ersten Moment auch nicht erschließen, um welchen Cut es sich hier handeln sollte. Dieser Begriff war mir zuvor noch nie begegnet. Da ich im Internet aber nicht so wirklich fündig wurde, suchte ich wieder Rat bei Marc Funder, dem Gründer von den Gourmet Experts und meinem ersten Ansprechpartner für diese Zulieferung. Nach dem Gespräch mit Marc war ich dann auch schlauer und kann Euch an dieser Stelle nun auch verraten, dass es sich bei diesem Cut um ein „Chuck Roll Bone In“ gehandelt hat, einem Cut, der aus dem Nacken vom Rind stammt.

Nachdem wir dieses Stück Fleisch nun identifiziert hatten und wussten, wo dieses Stück Fleisch denn herkommt, konnten wir es nun auch endlich gebührend bewerten. Wir machen es an dieser Stelle ganz, ganz kurz. Optik: Ganz starke 9 von 10 möglichen Punkten. Guckt Euch einfach die Bilder an und urteilt selbst. Was sollte ich an dieser Stelle denn noch großartig dazu sagen??? Für mich persönlich war dieses Stück Fleisch eine ganz klare 10!!!!! Doch da ich diese Entscheidung nicht alleine treffe, gibt es von anderer Seite her einen Punkt Abzug. Dennoch! Seht Euch dieses Stück Fleisch bitte mal an und urteilt mal selbst. Wie viel Punkte würdet Ihr für diesen Anblick geben? Teilt mir doch mal Eure Meinung dazu mit! Ihr könnt ja selbst erkennen, was dieses Fleisch für einen Eindruck macht!!!! Deshalb würde mich Eure Meinung dazu echt mal interessieren. Über ein Feedback diesbezüglich würde ich mich freuen.

Nachdem Ich nun einen ersten Eindruck von der Optik von Euch verlangt habe, möchte ich Euch gerne auch etwas zurückgeben und heute in Sachen Zubereitung einen neuen Weg mit Euch beschreiten. Wie Chris, Felix und ich uns Gedanken darübergemacht haben, wie wir dieses 8cm dicke Stück Fleisch den überhaupt gar bekommen sollten, fiel mir ein Bericht aus der Vergangenheit ein. In meinem Bericht „Richtig salzen: Eine Wissenschaft für sich“ schreibe ich über eine Expertise von Frau Dipl.- Ing. Veronika Trunk. Ein sehr interessanter Bericht, in dem es darum geht, ob man Fleisch vorher oder nachher salzen sollte. Wenn Ihr mehr dazu wissen wollt, solltet Ihr Euch diesen Bericht unbedingt mal durchlesen. Das sind wirklich wissenschaftliche Studien. Naja, jedenfalls erzählt Sie in diesem Bericht von der Methode, das Fleisch vor dem Garen zu salzen. Diese Methode wollten wir nun auch endlich mal anwenden. Nach dem wir in all unseren Tastings zuvor das Fleisch immer erst nach dem Garprozess gesalzen hatten, taten wir es diesmal vorab. 10 Minuten bevor wir das Fleisch auf den Grill gaben, hatten wir es über und über mit Murray River Salt eingerieben. Einmal komplett rum, von allen Seiten, natürlich auch am Fett. Anschließend haben wir das Fleisch dann wie üblich zubereitet. Erst scharf von allen Seiten angebraten und dann eine indirekte Zone auf dem Grill eingerichtet, auf der wir das Fleisch bis zu einer Kerntemperatur von 52°C ziehen lassen haben. Um das zu kontrollieren und bei der Dicke hatten wir dazu zur Sicherheit auch ein Thermometer zur Hand, um das Fleisch wirklich auf den Punkt zu garen.

Meine Freunde, ich wünschte so sehr, Ihr hättet in diesem Moment dabei sein können. Der Moment, als ich den Deckel vom Grill geöffnet hatte und dieser wunderschöne Anblick vom fertigen Gargut vor uns lag. In diesem Moment lief uns allen das Wasser im Mund zusammen und wir waren einfach nur noch geil auf das eigentliche Tasting. „Ruhen lassen?“ Dafür hatte keiner von uns in diesem Augenblick mehr Zeit. Schon wie ich die winzigen Fleisch- und Fettreste vom Knochen runtergeschnitten hatte, standen Felix und Chris sabbernd neben mir. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie diese winzigen Fitzel verschwunden waren. Dennoch versuchte ich mit aller Mühe das Fleisch vom Knochen zu schneiden und auszulösen, sodass schlussendlich nur noch das Fleisch vor uns lag. Doch immer noch standen wir alle drei wie Hyänen vor diesem Fleisch und lechzten nur nach dem nächsten Stück Fleisch von diesem „Beef Standing Rib“. Das war optisch einfach so geil gelungen und roch einfach nur so geil, dass wir uns das einfach nur in den Bauch schlagen wollten. Das wurde auch nach dem tranchieren nicht besser, eher schlimmer. Wir wurden wie Tiere und vergaßen all unsere Manieren. Ich konnte gar nicht so schnell aufschneiden, wie die Stücke vom Brettchen verschwanden. Dieses Tasting war definitiv ein Manifest der Genüßlichkeit. Voller Hingabe und Leidenschaft.

Auch in Sachen Geschmack kann ich persönlich eigentlich kaum ins Detail gehen, denn auch hier war dieses Stück nach sehr langer Zeit mal wieder das Maß aller Dinge. Nachdem ich in Sachen „Optik“ bereits 10 volle Punkte gegeben hätte, hätte ich es persönlich auch in Sachen „Geschmack“ getan. Dieses Fleisch war buttrig, süßlich, saftig, salzig und in jeder Faser so voller Geschmack, wie ich es lange nicht mehr erlebt hatte und wie es mich selten zuvor begeistert hatte. Doch meine beiden Mittester hatten auch an dieser Stelle etwas auszusetzen. Ihnen war das Fleisch fast etwas zu fettig. Ein Kritikpunkt, mit denen ich Ihnen durchaus übereinstimmen konnte. Ich meine, ich bin ja echt Fan von diesen fetten, buttrigen Stücken Fleisch, doch rational betrachtet, war dieses Nackenfleisch schon fast „too much“!!! Der Fettgehalt war echt hoch und bei alleinigem Verzehr hätte dieser sicherlich zu einigen Magenschmerzen geführt. Daher kann ich die Einwände meiner Mittester durchaus nachvollziehen. Dennoch waren wir uns im Großen und Ganzen ähnlicher Meinung.

UNSER FAZIT:

Ich meine, betrachten wir mal die Gesamtbewertung.

Optik: 9 von 10 möglichen Punkten.

Geschmack: 9 von 10 möglichen Punkten.

Preis/Leistung: 9 von 10 möglichen Punkten

Auch wenn wir in einzelnen Punkten unterschiedliche Gesichtspunkte hatten und nicht ganz einer Meinung waren, das Gesamtergebnis zeigt dennoch, dass dieses Stück Fleisch große Sieger-Gene hat und das Potenzial hat, einen Platz auf dem Treppchen ganz weit vorne zu ergattern. Dieses „Beef Standing Rib“ verdient zu Recht eine Top-Platzierung. Ganz, ganz weit vorne. Vielen lieben Dank lieber Marc, das wir Das probieren durften. Wir hatten wieder mal riesigen Spaß an deinem Fleisch und waren mit der Qualität wieder mal mehr als zufrieden. Davon wollen wir defintiv mehr.               

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

9/10

Geschmack:

9/10

Preis/Leistung:

9/10

Gesamtwertung:

10,0/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Gourmet-Experts

Preis pro KG

22,20 €

Herkunft

Irland

Weitere Fotos


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