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Beefscouts

Der Fleischblog

Beefscouts on Tour: Die Zusammenfassung meiner Reise

Alex geschrieben am 28.06.2017

Mit dem heutigen Bericht möchte ich gerne ein persönliches Fazit zu meiner Reise quer durch Deutschland ziehen. Auf der Suche nach dem besten Fleisch habe ich in 19 Tagen 16 Ziele angefahren. Dazu bin ich einmal quer durch Deutschland gefahren und habe mit einem Besuch in der Schweiz sogar Grenzen überschritten. Im Vordergrund standen dabei immer die Menschen, die Konzepte und die Philosophien hinter dem Fleisch. Jeder dieser Menschen hat seine ganz eigene Idee, wie er das Thema Fleisch angeht. Doch alle verfolgen Sie dabei nur das eine Ziel: Ein qualitativ hochwertiges Produkt anzubieten. 

Wie auch bereits bei meiner ersten Reise im März, konnte ich auch dieses Mal im Vorfeld wieder viele Termine vorab vereinbaren. Wenn man schon quer durch Deutschland reist, dann sollte man die Ziele natürlich so wählen, dass man nicht unnötig Umwege fährt. Deswegen war auch geplant, dass ich meine Reise im Westen beginne und von da aus in den Süden fahre, anschließend in den Osten und dann in den Norden. Danach sollten dann nur noch Termine im Westen erfolgen. Damit wollte ich mich einmal komplett entlang der Grenze bewegen und Deutschland praktisch umfahren. Dank der Güte und der Flexibilität meiner Reiseziele, war das Gott sei Dank auch möglich. Die Route war eigentlich ganz gut geplant. Doch wie auch bereits auf meiner Reise im März, haben sich dabei immer mal wieder neue Möglichkeiten ergeben, wodurch meine Pläne dann und wann auch mal über den Haufen geschmissen wurden. So kam es auch, dass ich am letzten Wochenende zum Beispiel die Grenze Deutschlands überschritten habe. Eine Reise, die so nicht auf meinem Plan stand, über die ich aber sehr froh bin, denn Sie war der perfekte Abschluss meiner Reise. Dazu aber später mehr. Nun möchte ich meine Reise gemeinsam mit Euch aber nochmals zusammenfassen. Nehmt Euch ein wenig Zeit dafür, vielleicht auch ein wenig mehr, denn das wird eine lange Reise. Erlebt Sie so, wie ich Sie auch erlebt habe.

Wir beginnen am Mittwoch, den 07.06. mit meinem Besuch bei der Metzgerei Brath. Von diesem ersten Termin aus habe ich alle anderen Termine im Anschluss geplant. Mit Heiko Brath hatte ich als erstes gesprochen, als ich meine Reise anfing zu planen. Warum ausgerechnet hier? Naja, erinnert Ihr Euch noch an den Besuch im Hohoffs 800 in Hagen, dem Golden Cage? Dann erinnert Ihr Euch doch bestimmt noch an den Butcher´s Cut, den ich damals probieren durften. Dieser spezielle Cut stammt aus der Feder von Heiko Brath und wird direkt in der Metzgerei Brath produziert. Aber nicht nur deswegen war ich dort zu Besuch, sondern auch wegen der alten Wutz. Dabei handelt es sich um Dry-Aged-Schweinefleisch vom Schwäbisch-Hallischem-Landschwein. Wie man dieses perfekt zubereitet, das hat mir Metzgermeister Heiko Brath dann auch gezeigt. In seiner Fleischwerkstatt, einer modernen Eventküche oberhalb der Produktion. Ich kann Euch sagen, diese "Alte Wutz" die war eine sprichwörtlichen "Sauerei". Natürlich im positiven Sinne. Ich durfte ein paar Köstlichkeiten davon vor Ort probieren und muss Euch sagen, probiert es unbedingt selbst. Eine ausführliche Zusammenfassung von meinem Besuch bei der Metzgerei Brath folgt dann demnächst in einem eigenen Blogbeitrag.

Am Donnerstag, den 08.06., war ich dann zu Besuch bei Yourbeef. Hier habe ich mich mit Stefan Grauer getroffen, praktisch dem Mitbegründer von Yourbeef. Als es vor 5 Jahren in der Metzgerei Kiesinger angefangen hat, kam er ziemlich schnell auf die Idee, das Fleisch aus der Metzgerei online anzubieten. Dass er mit seiner Idee damals goldrichtig lag, beweist der Erfolg heute. Yourbeef vertreibt heute Deutschlandweit Premium Fleisch wie Dry Aged Beef, Stauferico, Kachelfleisch, Flat Iron Steaks, Wet Aged Beef und vieles mehr. Das beste daran für mich persönlich, das Fleisch stammt zu 100% aus Deutschland, größtenteils sogar direkt aus der Region. Das finde ich sehr lobenswert. Ich mag es einfach, wenn Metzger regionale Produkte vertreiben. Das unterstützt den Standort und die Bauern vor Ort. Klasse!!! Nach einem ausführlichen Rundgang durch die Metzgerei, die Produktion und auch durch die Reifekammer, welche mir natürlich ganz besonders gefallen hat, durfte ich mich auch von der Qualität des Fleisches überzeugen lassen. In einem kleinen Tasting bereitete Stefan ein Kotelett vom Stauferico und ein Dry Aged Roastbeef von der Simmentaler Färse zu. Das es mir sehr gemundet hat, muss ich jawohl nicht erwähnen. Weitere Details zu meinem Besuch bei Yourbeef folgend dann demnächst in ausführlicher Form.

Freitag, der 09.06. Das war ein Tag, an dem alles anders kam als geplant. Eigentlich stand an diesem Tag ein Besuch in Regensburg bei Kreutzers an. Eigentlich wollte ich mich dort mit Manuel Ostner treffen. Eigentlich!!! Doch leider musste dieser kurzfristig auf Geschäftsreise, weshalb er diesen Termin leider absagen musste. Schade für mich. Da ich diesen Tag aber nicht vergeuden wollte, suchte ich kurzfristig nach Alternativen. Gott sei Dank, bzw. genauer genommen Eberhard Mann sei Dank, konnte ich an diesem Tag dann alternativ einen Termin bei der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall bekommen. Hierfür möchte ich mich gerne ganz herzlich bei Eberhard Mann, kurz Harry, bedanken. Danke, dass du meinen Besuch so kurzfristig einrichten konntest und dir ausführlich Zeit für mich genommen hast. Damit meine ich wirklich ausführlich Zeit. Ich dachte ja: "Nun gut, kurzfristig einen Termin bekommen, dankbar dafür, aber erwarte nicht zu viel. So kurzfristig wird Er sicherlich nicht so viel organisiert haben können." Das ich mit diesem Gedanken ja sowas von falsch lag, hätte ich nicht gedacht. Harry hat mir wirklich einmal die komplette Welt der BESH gezeigt. Wir waren im Bauernmarkt, wir waren bei den Schwäbisch-Hallischen-Landschweinen auf der Weide, wir haben uns ein Gewürzlager angeguckt, wir waren bei einem Rinderbauern und wir haben uns das Firmengelände der BESH angeschaut. Das war einmal eine komplette Führung. Wow!! Was für eine Überraschung. Als ich morgens noch aufgestanden war, hätte ich niemals damit gerechnet, dass mein Tag heute so enden würde. Vielen Dank dafür Harry. Auch dazu folgt eine ausführliche Zusammenfassung in der Nachbereitung.

Samstag, der 10.06. Heute war ich zu Besuch bei Oberpfalz-Beef. Johannes Lotter und die Firma Oberpfalz-Beef habe ich das erste Mal auf der BBQ-Meisterschaft in Fulda kennen gelernt. Damals war der Stand von Oberpfalz-Beef der Stern am Horizont und eine der ganz wenigen Anlaufstellen für Fleisch auf der BBQ-Meisterschaft. Bereits damals, vor fast einem Jahr, erhielten wir von Johannes eine Einladung in die Oberpfalz. Heute war es dann endlich soweit und Johannes hatte für meinen Besuch einen ganzen Tagesablauf erstellt. Das fing morgens mit einer kleinen Besichtigung der Metzgerei an, ging dann weiter mit zwei Hofbesuchen bei Zulieferern und endete dann gegen spät Nachmittag mit einem Steak-Tasting in Lotters Steak-Akademie. Johannes hatte also volles Programm für mich eingeplant und mir einmal komplett alles gezeigt, vom Tier beim Bauern, bis hin zum perfekten Steak auf dem Teller. Also einmal die komplette Wertschöpfungskette. Das war ein langer Tag mit sehr vielen Eindrücken. Das waren so viele Eindrücke, dass ich Sie hier gar nicht detailliert schildern kann. Also auch hier wieder das gleiche Spielchen wie schon zuvor. Eine ausführliche Berichterstattung erfolgt dann erst in der Nachbereitung.

Und obwohl der Tag bei Oberpfalz Beef schon so sehr lang war, war er für mich persönlich an dieser Stelle noch nicht zu Ende. Mit Stefan Seidl von Punkrock BBQ hatte ich nämlich ebenfalls eine Vereinbarung getroffen. Stefan Seidl und Punkrock BBQ kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht persönlich, doch über Facebook und Instagram hatten wir uns bereits vorher mehrmals ausgetauscht. Ich persönlich halte Stefan für ebenso Fleischverrückt, wie mich auch. Deshalb hatten wir auch verabredet, sollte ich mal in die Oberpfalz reisen, komme ich mal bei Ihm vorbei und wir lernen uns mal persönlich kennen. Zu meiner Überraschung tauchte Stefan dann schon bereits beim Steak-Tasting der Steak-Akademie auf und durfte an diesem auch teilnehmen. Anschließend ging es zu Ihm nach Hause, wo wir uns dann näher kennen lernen konnten. Wie das dann so unter Fleischverrückten ist, gehört zu so einem Kennenlernen dann natürlich auch jede Menge Fleisch. Deswegen gab es vor dem Zu Bett gehen auf die Schnelle noch ein schönes Hanging Tender von Oberpfalz Beef. Am nächsten Morgen gab es dann ein ordentliches Frühstück und ab 11 Uhr war der Grill dann erneut an. Zum gemeinsamen Mittagessen gab es dann Roastbeef, ebenfalls von Oberpfalz-Beef. Stefan, vielen Dank dafür. Es war mir eine Freude, dich persönlich kennen lernen zu dürfen. Danke, für deine Gastfreundschaft.

Anschließend ging es dann Richtung Chemnitz, wo am Montag, den 12.06. dann in aller Früh ein Termin bei Bauer Klaus Möbius auf mich wartete. Klaus Möbius ist unter anderem Zulieferer für Angus- und Wagyu-Fleisch für die Metzgerei Gränitz. Diese und Metzgermeister Benny Gränitz durfte ich bereits im März auf meiner letzten Reise kennen lernen und auch damals waren Benny und ich gemeinsam zu Besuch bei Bauer Klaus Möbius. Auch für meine zweite Reise und meinem zweiten Besuch bei der Metzgerei Gränitz hat Benny sich wieder was einfallen lassen. Diesen Termin würde ich den Höhepunkt meiner Reise nennen, denn was ich auf dem Hof von Bauer Klaus Möbius heute erleben durfte, das werde ich wohl so schnell nicht wieder erleben. Denn dass was ich heute erlebt habe, passiert sonst eigentlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ich durfte heute live erleben, wie ein Angus-Bulle geschlachtet worden ist. Ich habe gesehen wie das Tier aus dem Stall geholt worden ist und anschließend geschlachtet und zerlegt worden ist. Das war wirklich schon sehr, sehr besonders und ganz speziell. Den ausführlichen Bericht dazu, habe ich sogar schon fertig geschrieben und auch veröffentlicht. Unter https://beefscouts.de/blog/schlachtung-eines-red-angus-jungbullen/ könnt Ihr die ganze Story nachlesen.   

Am Dienstag, dem 13.06. ging es für mich dann nach Rostock. Hier sollte ich Laura Gertenbach und Oberlecker kennen lernen, also persönlich meine ich. Das Projekt Oberlecker kenne ich eigentlich schon länger und ich weiß auch was Laura dort veranstaltet und was dieses Projekt so besonders macht. Ich habe sogar schon Fleisch von Oberlecker im Tiefkühlschrank, also eigentlich schon länger. Ich habe es nur noch nicht geschafft, das zu zubereiten. Dennoch wollte ich Laura und Oberlecker persönlich kennen lernen, denn eine Sache interessierte mich an diesem Projekt von Anfang an ganz besonders. Eine Sache, auf die ich Oberlecker eigentlich immer reduziert hatte. Es geht um die Weidetötung. Ja, Ihr habt richtig gehört. Laura lässt Ihre Tiere per Weideschuss töten. Alleine das Schlagwort "Weidetötung" hatte meine volle Aufmerksamkeit erregt und ich war sofort begeistert. Dass das aber nicht alles ist, worauf man Oberlecker reduzieren sollte, das habe ich schnell gemerkt als ich dort zu Besuch war. Wenn Ihr Wissen möchtet, was ich damit meine und was Oberlecker so besonders macht, dann folgt dem Link unter https://beefscouts.de/blog/zu-besuch-bei-oberlecker/   Dort erfahrt Ihr dann alles Weitere.

Auch am Mittwoch, dem 14.06. folgte ich wieder einer Einladung. Diesmal war es die Einladung von Marc Funder und den Gourmet Experts. Diesen sympathischen Iren und seine Firma Gourmet Experts durfte ich bereits auf der Internorga in Hamburg kennen lernen. Das war auch im März auf meiner ersten Reise durch Deutschland. Marc war mir mit seiner Art gleich sehr sympathisch und wir hatten bereits auf der Internorga sehr gute und ehrliche Gespräche. Und weil wir uns bereits damals so sympathisch waren, lud mich Marc damals auch zu sich ein, um mir ein persönliches Bild von den Entwicklungen der Gourmet Experts zu machen. Die Gourmet Experts sind noch ein sehr kleines und in Deutschland unbekanntes Unternehmen. Dennoch hatte ich von Anfang an das Gefühl, das die Deutschland mit Ihrem Fleisch überzeugen werden, denn die Qualität des irischen Fleisches ist einfach spitze. Das hatte ich bereits auf der Internorga feststellen können. Daher war es auch nicht so schlimm, dass Marc mir an diesem Tag wenig von der Firma selbst zeigen konnte. Außer einem kleinen Stellplatz in einer Lagerhalle und dem Kühlschrank zu Hause, konnte Marc mir sonst nicht viel zeigen. Das war auch nicht entscheidend, denn damals wie heute konnte er mich erneut mit den Produkten überzeugen, dem Fleisch. Einen ausführlichen Bericht dazu gibt es unter: https://beefscouts.de/blog/zu-besuch-bei-den-gourmet-experts/ 

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin. So oder so ähnlich erging es mir an diesem Tag auch. Am Donnerstag, dem 15.06. war ich zu Besuch in Berlin. Dort stand um 17:00 Uhr ein Termin im legendären Goldhorn Beefclub an. Da ich aber bereits in Berlin übernachtet hatte, nutze ich die freie Zeit um kulinarisch vorab bereits etwas zu erleben. Wusstet Ihr eigentlich, dass Berlin die höchste Gastrodichte Europas hat? Hier findet man wirklich an jeder Ecke kulinarische Leckerbissen. Ich hätte wirklich überall haltmachen können um was zu essen, doch mein Ziel war ein ganz bestimmtes. Die Markthalle 9. Hier findet man gebündelt in einer alten Markthalle die verschiedensten Stände mit den leckersten Mahlzeiten. Da ich aber auf der Suche nach dem besten Fleisch, gab es in dieser Markthalle nur einen Stand, der dem gerecht werden könnte, der Stand von Kumpel & Keule. Hier gönnte ich mir zum Mittagessen erst einmal ein schönes Kotelett vom Bunten Bentheimer. Wer Kumpel & Keule sind und was die so machen, das erfahrt ihr demnächst in der Nachbereitung. 

Doch hier war Berlin noch nicht zu Ende, denn es stand ja noch der Termin im Goldhorn Beefclub an. Ihr kennt doch sicherlich alle die Bilder vom Goldhorn Beefclub. Ich meine die von der Reifekammer, wo Fleisch im Wert von mehreren tausend Euro drin liegt. Der Club in dem laut Aussagen der Medien, nur die wohlhabenden Bürger essen gehen. Wisst Ihr jetzt welchen Club ich meine? Na, eben den Goldhorn Beefclub. Ich kann an dieser Stelle bestätigen, dass die Reifekammer mit dem Fleisch im Wert von mehreren tausend Euro wirklich real ist. Es gibt Sie und Sie ist wirklich wahr und wunderschön. Ich dachte ja schon, die Carnothek in der Steakakedemie von der Metzgerei Ludwig sei der Himmel auf Erden, doch die Reifekammer im Goldhorn Beefclub ist mindestens ebenwertig. Sie ist zwar nicht so groß, wie die in Schlüchtern, doch Sie ist mindestens genau so beeindruckend. Was da für Fleisch drin liegt und wie alt das Fleisch darin teilweise ist. Ich meine das an dieser Stelle ganz positiv. Da liegt Kobe Wagyu Fleisch drin, was bereits seit mehr als einem Jahr reift. Das ist unglaublich, unglaublich schön, aber natürlich auch unglaublich teuer. Dennoch kann hier auch jeder "Normalo" ein Steak essen. Eine Tagesmitgliedschaft in diesem Club ist einmalig sogar kostenlos. Dazu ist lediglich eine Registrierung erforderlich. Danach kann jeder aus der Auswahl an Fleischangeboten frei wählen. Genaue Details dazu folgen dann weiter in der Nachbereitung.  

Freitag, der 16.06. Nun, in meiner letzten Zeit habe ich ja schon zwei Wagyu-Züchter besuchen dürfen und habe da bereits einiges über die Tiere gelernt. Doch warum einiges davon nicht immer richtig war, das sollte mir mein heutiger Besuch zeigen. Heute war ich wieder zu Besuch bei einem Wagyu-Züchter, diesmal beim Vogelsberger. Der Vogelsberger ist seit dem Jahr 2008 Züchter für Wagyu-Rinder und gehört ebenfalls dem Wagyu Verband Deutschland E.V. an. Doch anders, als bei meinen Besuchen zuvor, werden die Tiere hier auf eine ganz andere Art und Wiese gehalten und man geht hier auch ganz anders mit den Tieren um. Ein entscheidender Unterscheid hier, die Tiere werden nicht enthornt. Zuvor hat man mir immer gesagt, dass das einfach notwendig ist, um Mensch und Tiere zu schützen. Dass dieses Verfahren der Enthornung aber eigentlich Tierquälerei ist, das hat mir Steffen Schäfer heute genau gezeigt und auch erklärt. Was auf diesem Hof noch so anders gemacht wird, als auf anderen Höfen, das erfahrt Ihr in einer ausführlichen Berichterstattung unter https://beefscouts.de/blog/zu-besuch-beim-vogelsberger/ 

Nachdem ich am späten Freitagabend dann wieder zurück in der Heimat war und samstags einmal ausschlafen konnte, weil an diesem Tag kein Termin auf dem Programm stand, ging es für mich Sonntag, dem 18.06. gleich wieder weiter. Dieser Termin war einer der wenigen Termine, die ich zuvor nicht eingeplant hatte. Mit meinem heutigen Besuch bei der Zwerg-Zebu-Zucht im Sauerland, bin ich der Einladung von Marco Van Der Kooi gefolgt. Marco ist ein aufmerksamer Follower meiner Seite und genau so wie ich immer auf der Suche nach dem besten Fleisch. Seiner Tätigkeit als Außendienstmitarbeiter ist es zu verdanken, dass er auf die Zwerg-Zebu-Zucht aufmerksam wurde. Sein Gedanke mich anzuschreiben und zu fragen, ob ich nicht Interesse hätte, diese Tiere und Ihre Besitzer kennen zu lernen, hat sofort mein Interesse geweckt und ich habe sofort ja gesagt. Bis zu seiner Anfrage hatte ich zwar noch nie zuvor etwas von Zwerg-Zebus gehört, dennoch war ich von Anfang an begeistert. Ich wollte diese Tiere unbedingt kennen lernen. Ihr wollt mehr über die Tiere und meinen Besuch erfahren? Dann folgt einfach dem folgenden Link: https://beefscouts.de/blog/zwerg-zebu-rind-vom-gutshof-original/     

Montag, der 19.06. Und schon wieder bin ich zu Besuch bei einem Wagyu-Züchter. Heute in der Wagyu-Bude von Dieter Ruhe. Das dieser Termin geklappt hat, darüber bin ich an dieser Stelle besonders froh. Dieter und ich hatten im Vorfeld bereits mehrmals Kontakt. Er war es, der mich anschrieb, ob ich nicht mal Lust hätte, bei Gelegenheit bei Ihm vorbei zu schauen. Da mir Dieter ja bereits aus einem früheren Telefonat bekannt war und ich auch schon einiges von seinem neuen Projekt der "Wagyu-Bude" gehört hatte, war ich natürlich nicht abgeneigt einer Einladung gegenüber. Deswegen vereinbarten wir auch einen Termin. Warum das beinahe schiefgegangen wäre, das erfahrt Ihr in der Zusammenfassung meines Besuches bei Dieter Ruhe und der Wagyu-Bude unter: https://beefscouts.de/blog/zu-besuch-in-der-wagyu-bude/

 Am Mittwoch, dem 21.06. war ich dann zu Besuch im Restaurant Walter´s Pharmacy. Ihr kennt dieses Restaurant nicht? Ich mache Euch da keine Vorwürfe. Hätte ich nicht die Einladung von Christian Steffen erhalten, wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, das sich im Kurort Bad Salzuflen, eine solche Schatzkammer befindet. Ich rede hier von einer Schatzkammer aus Fleisch, wie man Sie an dieser Stelle nie erwarten würde. Selbst wenn man vor diesem Gebäude stehen würde, es würde sein Geheimnis nach außen hin niemals preisgeben. Von außen betrachtet handelt es sich auf den ersten Blick um ein Hotel in einem Kurort. Doch wenn man dieses Hotel betritt, dann macht man eine Zeitreise in andere Epochen und auch erst dann, wenn man das Hotel betritt, zeigt es seine Geheimnisse. So wie auch die ganz spezielle Reifekammer, genannt "The Aging Room". Ihr wollt mehr zum "Aging Room" und zur "Walters Pharmacy" erfahren? Dann folgt doch mal dem Link: https://beefscouts.de/blog/zu-besuch-im-restaurant-walters-pharmacy/ Hier bekommt Ihr alle Infos. 

Wir nähern uns fast dem Ende der Reise. Doch am Donnerstag, dem 22.06. wurde es noch mal ganz speziell. Mein heutiger Besuch war was ganz Besonderes, denn er führte mich zurück zu den Wurzeln der Beefscouts. An diesem Tag war ich zu Besuch im Filetshop in Dortmund. Vor fast genau zwei Jahre begann genau hier die eigentliche Entstehung der Beefscouts. Vor fast genau zwei Jahren haben Chris und ich genau hier unser erstes hochwertiges Fleisch gekauft. Ein Bürgermeisterstück und ein Flanksteak waren damals der Anlass, die Beefscouts zu gründen. Gut, ein oder zwei Bier waren sicherlich mit dran beteiligt, aber das gehört doch mit dazu. Der heutige Besuch war einfach geschichtsträchtig und was ganz besonderes. Wer mehr darüber erfahren möchte, der folgt bitte dem Link: https://beefscouts.de/blog/zu-besuch-im-filetshop-dortmund/

 24.06./25.06. Kommen wir nun zum Schlussakt und damit zum Finale meiner Reise durch Deutschland. "Halt, Stopp, nicht mehr nur alleine durch Deutschland". An diesem Wochenende sollte ich nämlich Grenzen überschreiten und weiter Reisen, als ich es als Beefscout jemals zuvorgetan habe. Eine Reise, mit ich so nicht gerechnet hatte und die sich auch erst während meiner Reise durch Deutschland ergeben hatte. Die Einladung zu dieser Reise habe ich nämlich erst in Berlin erhalten. In den frühen Morgenstunden des Donnerstages, am 15.06., erhielt ich eine Einladung von Nils Jorra. Nils Jorra ist zuständiger Verkaufsleiter für Luma Deutschland. Ihn und das Fleisch durfte ich ebenfalls auf meiner Reise im März bereits kennen lernen. Genau genommen auf der Internorga in Hamburg. Wir hatten uns damals wirklich sehr nett unterhalten und hatten vereinbart, dass wir in Zukunft mal wieder zusammenkommen wollten. Das es dann aber so schnell und auch so kurzfristig sein sollte, das hatte ich sicherlich nicht erwartet. Dennoch kann ich an dieser Stelle sagen, dass ich mir hätte keinen besseren Abschluss meiner Reise wünschen können. Wer nun Bock auf Details zu diesem Wochenende hat, der sollte einfach dem Link folgen: https://beefscouts.de/blog/luma-couchsurfing-2017/ Hier bekommt Ihr vorab ein Paar Infos zu dem Wochenende.   

Tja, meine Freunde. Ich war nun fast drei Wochen unterwegs auf der Suche nach dem besten Fleisch. Ob ich es während meiner Suche gefunden habe? Ich sage einfach mal nein. Ob ich das beste Fleisch jemals finden werde? Auch auf diese Frage möchte ich gerne mit nein antworten. Für mich stellt sich viel mehr die Frage, gibt es überhaupt das "eine" beste Fleisch? Und auch diese Frage sage ich erneut nein. Ich mache an dieser Stelle sogar eine Aussage!!! Meine Suche nach dem besten Fleisch der Welt wird niemals enden, denn ich glaube, es gibt nicht das "eine" beste Fleisch der Welt. Es gibt eine Sache, die ich auf all meinen Reisen gelernt habe. Jeder versucht für sich das "eine" beste Fleisch der Welt anzubieten, doch jeder hat seinen ganz eigenen Weg dorthin zu kommen. Es gibt nicht den einen richtigen oder falschen Weg zum perfekten Fleisch. Ich habe auf meinem Reisen gelernt, dass es viele Wege zum perfekten Fleisch gibt. Keiner ist falsch, sondern viele sind richtig. Jeder versucht es auf seine Weise. Ich habe auf meiner Reise viele Wege gesehen und auch erlebt. Bei keinem würde ich sagen, dass es der falsche wäre, denn bei allen stand eines immer im Vordergrund, und das war das Tierwohl. Es gab keine Situation, wo ich hätte sagen können, den Tieren ist es schlecht ergangen. Ganz im Gegenteil. Ich habe für mich persönlich gelernt, dass es viele Wege zum Tierwohl gibt. 

Abschließend kann ich an dieser Stelle also sagen, dass ich auf meinen Reisen nicht nur in den Genuss des besten Fleisches überhaupt komme, sondern auch immer wieder neue Dinge dazu lerne. Man könnte also sagen, dass meine Reisen quer durch Deutschland immer auch Bildungsreisen sind. Bildungsreisen auf denen ich viel für mich persönlich erfahre, die mich im Nachgang persönlich auch prägen. Ich lerne auf meinen Reisen, das es nicht nur schwarz oder weiß gibt, sondern dass diese Grenzen oftmals auch fließend sind und sich dazwischen ganz viele Grautöne befinden. Nehmen wir mal das Beispiel der Stallhaltung. Bis vor kurzen war ich echt noch der Meinung, die beste Art der Haltung für Tiere sei die Freilandhaltung. Im meinem Kopf war ich vehement dagegen zu glauben, dass es auch positive Beispiele für Stallhaltung gibt. Ich habe nur schwarz oder weiß gesehen. Jetzt durfte ich aber am eigene Leib erfahren, dass so eine Stallhaltung nicht immer die schlechteste Lösung für das Tier ist. Ich habe sehr viele positive Arten der Stallhaltung gesehen, bei denen es den Tieren sicherlich nicht schlecht ging. Auf meiner Reise konnte ich mich glaubhaft davon überzeugen, dass Stallhaltung nicht immer negativ ist. Ich habe gesehen, das es auch glückliche Tiere in der Stallhaltung geben kann. Die Art der Stallhaltung ist einfach entscheidend. So musste ich diesbezüglich meinen Horizont erweitern.   

Zum Abschluss bleibt mir nur noch eines zu sagen: "DANKE!!!!!!!" Danke mit ganz vielen Ausrufezeichen. Danke an Heiko Brath, danke an Stefan Grauer, danke an Eberhardt Mann, danke an Johannes Lotter, danke an Benny Gränitz, danke an Klaus Möbius, danke an Laura Gertenbach, danke an Marc Funder, danke an Josh Jabs, danke an Ulrike Kalb und Steffen Schäfer, danke an Marc Van Der Kooi, danke an Dieter Ruhe, danke an Christian Steffen, danke an Enis Akbuga und danke an Nils Jorra. Euch habe ich es zu verdanken, dass Ihr meine Reise unvergesslich gemacht habt. Vielen Dank dafür. Ich hoffe ich werde Euch alle irgendwann wiedersehen. Es war mir eine Freude Euch kennen zu lernen. 

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