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Beefscouts

Der Fleischblog

Charolais Spider-Steak

Alex geschrieben am 13.04.2016

Spider-Steak oder auch Fledermaus-Steak. Dieser Cut ist eher selten zu bekommen und eine wirkliche Rarität. Das ist erst das zweite Mal, dass wir so einen Cut überhaupt angeboten bekommen haben. Aber woran liegt das? Christoph Ranft von der Metzgerei Ranft erklärt das so, dass dieser Cut üblicherweise direkt zu Wurst verarbeitet wird und Ihm deshalb auch keine Aufmerksamkeit zuteil kommt. Extra für uns hat Metzgermeister Ranft eine Ausnahme gemacht und dieses Stück Fleisch bei Seite gelegt. Das hat uns riesig gefreut, denn dieser Cut war wirklich ein außergewöhnlich schönes Stück Fleisch. Wir haben dies im Zusammenhang des „Zerteilen eines Rinderviertels" erhalten und dankend angenommen. In diesem Fall stammte das Fleisch aus dem Hinterviertel eines deutschen Charolais-Jungbullen. Es liegt etwas versteckt und flach auf dem Schlossknochen der Hüfte.  

Warum so ein optisch wirklich sehr schönes Stück Fleisch üblicherweise zu Wurst verarbeitet wird, verstehen wir nicht wirklich, denn sehen wir es uns mal genauer an. Der Cut ist zwar nicht sonderlich groß, aber die Form außergewöhnlich. Wir finden, gerade diese nicht lineare, unruhige Form verleiht dem Cut seinen Charakter. Die äußerlich klar zu erkennenden Fetteinschlüsse und die Marmorierung, die den Muskel Spinnennetz ähnlich überziehen sehen doch toll aus. Dank dieser Marmorierung hat das Fleisch erst seinen Namen erhalten. Zusammen mit der kräftig roten Farbe des Fleisches ergab sich ein richtig schöner Kontrast. Wirklich nett anzuschauen.

Bei der Zubereitung muss man nicht auf große Zaubertricks zurückgreifen. Dieses Stück wird wie ein handelsübliches Steak zubereitet. Einziger Hinweis auch hier: Nehmt das Fleisch zwei Stunden vor Zubereitung aus dem Kühlschrank, damit es Raumtemperatur annehmen kann. Dann von beiden Seiten leicht salzen und ab damit in die heiße Pfanne. Wenn das Fleisch von allen Seiten scharf angebraten wurde, nochmals für 10 Minuten bei 100°C Umluft in den Backofen und fertig ist das Spidersteak. Guten Appetit!

Was erwartet euch geschmacklich? Auf jeden Fall ein kräftiger Rindsgeschmack. Das hat uns überrascht, denn normalerweise ist Jungbullenfleisch noch nicht so ausgeprägt im Geschmack. Wirklich positiv. Dazu kommt eine leicht süßliche Note aus dem Fett. Eine wunderbare Kombination. Buttrig mit festen Biss. Dennoch war es angenehm zu kauen.

Unser Fazit

Nicht nur optisch ein außergewöhnliches Stück Fleisch, sondern auch geschmacklich sehr angenehm im Geschmack. Hier passen Optik und Geschmack sehr gut zusammen. Die leichte Süße vom Fett und der doch schon kräftige Rindergeschmack sind eine sehr gute Kombination. Wir waren überrascht, dass das Jungbullenfleisch schon solche geschmacklichen Ausprägungen hatte. Mit einem Preis von 18,90€ das Kilo ist dieses Fleisch eine sehr gute und auch günstige Alternative zu sonstigen Steakstücken, sicherlich auch auf dem Grill. 

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

8/10

Geschmack:

7/10

Preis/Leistung:

9/10

Gesamtwertung:

8,0/10

Gekauft bei

Fleischerei Ranft

Preis pro KG

18,90 €

Herkunft

Deutschland

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