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Beefscouts

Der Fleischblog

Das geheime Roastbeef

Alex geschrieben am 31.05.2017
  • Roastbeef, Rumpsteak, Sirloin
  • Cut aus dem vorderen Rinderrücken 
  • Herkunft: ? nicht bekannt
  • Reifeverfahren: ? nicht bekannt
  • Preis: ? nicht bekannt
  • weitere Infos: ? zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt

Bereits in meinem Bericht zum Besuch bei Eatventure habe ich kurz das Thema des neuen Reifeverfahrens von David Schrand aufgegriffen. Damals konnte ich Euch noch keine genauen Infos dazu geben, den auf Grund von Patentrechten durfte David leider keine Auskünfte zum neuen Reifeverfahren machen. Da sich das bis zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht geändert hat, haben wir Beefscouts uns heute mal daran versucht, dem Geheimnis selbst auf die Schliche zu kommen. Wer den Bericht damals aufmerksam gelesen hat der weiß, dass David so freundlich war und mir damals eines dieser „geheimen Roastbeefs“ mit nach Hause zum Testen gegeben hat. Eigentlich hatten wir damals vereinbart, dass wir dieses auch erst testen und den Bericht dazu veröffentlichen, wenn das neue Reifeverfahren von David veröffentlicht wurde. Da uns die Neugier aber keine Ruhe gelassen hat und wir einfach so gespannt auf dieses Roastbeef waren, haben wir uns das „ok“ von David eingeholt, den Bericht vorab zu veröffentlichen. Natürlich haben wir bis zu diesem Zeitpunkt immer noch keine neuen Details bezüglich des neuen Reifeverfahrens, doch wir wollten mit diesem Test einfach versuchen, ob sich durch den Geschmack etwas erahnen lassen könnte.

Wir machen das Tasting also einfach mal Rückwärts. Wir testen ein Stück Fleisch, von dem wir weder den Preis, noch die Rasse, noch das Reifeverfahren kennen. Wir können lediglich sagen, dass es ein Roastbeef von einem Tier aus Deutschland war, was nach einer neuartigen, aber noch geheimen Reifemethode gereift wurde. Ach ja, und das es von David Schrand von Eatventure entwickelt wurde. Mehr Details gab es an dieser Stelle einfach nicht. Also kommen wir zur Bewertung der Optik.

Die Bewertung der Optik konnten wir hier noch relativ eindeutig und klar vornehmen. Schließlich spielen bei der Bewertung der Optik Dinge wie Rasse und Reifemethode eher eine untergeordnetere Rolle. Hier zählt für uns einfach nur der erste optische Eindruck. Unser Statement dazu? 9 von 10 Punkten bei der optischen Bewertung, also nah dran am perfekten Ergebnis. Warum? Schaut Euch dieses Roastbeef doch mal selbst an. Was hier an dieser Stelle sofort ins Auge fällt, ist doch die durchgehende, feine aber intensive Marmorierung. Wow!! Ist das etwa Wagyu-Fleisch? Nach meinem Ermessen war das ein Marmorierungsgrad von mindestens MS10+. Wirklich fantastisch. Auch nach Meinung meiner beiden Mittester war das eines der schönsten Roastbeefs, welches uns jemals vorlag. Das begeisterte wirklich alle. Mehr möchte ich dazu auch gar nicht sagen. Macht Euch selbst ein Bild davon.

Habt Ihr Euch auch so erfreut an diesem Bild? Jetzt aber genug davon und weiter zur Zubereitung. Auch dieser Schritt war noch relativ einfach. Wir haben uns hier für das direkte Grillverfahren entschieden. Dazu haben wir das Fleisch erst scharf angebraten und dann unter mehrmaligen Wenden auf der Grillfläche ganz nach Gefühl zubereitet. Kerntemperatur? Gibt’s hier nicht. Wir haben das wirklich einfach nach Gefühl gemacht. Ich kann Euch an dieser Stelle auch gar nicht sagen wie lange. 5 Minuten, vielleicht auch 7 Minuten. Ein paar Mal auf dem Fleisch den Druckpunkt gesucht und dann nach eigenem Ermessen runter genommen. Kurz ruhen lassen und dann schön aufgeschnitten. Eigentlich alles wie immer an dieser Stelle.

Kommen wir nun aber zur Bewertung des Geschmacks und somit zum wirklich schwersten Teil dieses Tastings. Wie wollt Ihr ein Stück Fleisch bewerten, zudem Ihr eigentlich keinerlei Infos habt? Natürlich gibt es Reifeverfahren, die schmeckt man einfach. So hat das Fleisch beim „wet-aging“ oftmals einen leicht eisenhaltigen Geschmack. „Dry-Aged-Fleisch“ zeichnet sich oftmals durch einen nussigen Geschmack aus. Fleisch das sehr fettig ist, ist oftmals auch sehr buttrig. Kennt man die Herkunft und auch das Reifeverfahren, lässt sich das oftmals sehr klar kristallisieren und herausschmecken. Fallen diese Infos aber weg, was bleibt dann noch? Dann bleibt einfach nur noch das Gefühl, vielleicht auch Intuition. Hier mussten wir uns einfach auf unsere Erfahrung und unseren Gaumen verlassen.

Wie hat das Fleisch also geschmeckt? Eines kann ich Euch sagen! Das war vom ersten Bissen an eine Offenbarung. Stück für Stück und Biss für Biss offenbarte uns dieses Fleisch mehr und mehr seine geschmackliche Vielfallt. Auf der einen Seite hatte das Fleisch einen intensiven und herrlichen Eigengeschmack, eine Rindfleischnote die deutlich zu schmecken war. Auf der anderen Seite war diese süßliche und zugleich auch nussige Note vom Fett. Das Fleisch, dass auf der einen Seite ja sowas von zart war und das Fett, dass auf der anderen Seite einen ganz tollen Schmelzpunkt hatte und das Fleisch zusätzlich saftig machte. Eine sehr ausgewogene und zugleich auch tolle Kombination. Für uns geschmacklich ebenfalls sehr gute 9 von 10 möglichen Punkten wert. Auch hier ganz nah dran am perfekten Steak.

Jetzt blieb für uns nur noch eine Frage zu klären, der Preis. Bei der Bewertung unseres Preis-/Leistungsverhältnis vermischen wir unseren Eindruck aus der Optik und dem Geschmack mit dem Preis und entscheiden dann, ob wir das für gerechtfertigt halten. Da uns hier aber kein Preis vorlag, mussten wir auch hier diesmal anders verfahren. Diesmal haben wir hier entschieden, welchen Preis wir bereit wären, für dieses Produkt zu bezahlen. Hierbei müssen wir sagen, dass unsere Preisvorstellungen von 50€-70€ reichen würden. Schon eine relativ große Diskrepanz. Ob wir damit in ungefähr richtigliegen, dass erfahren wir erst, wenn David irgendwann mal sein Geheimnis lüftet.

 UNSER FAZIT:

Die zurückliegenden Eindrücke haben uns schon sehr beeindruckt und machen echt weiter neugierig auf das neu entwickelte Reifeverfahren von David Schrand. Dieses Roastbeef war schon wirklich nah dran am perfekten Steak. Aber, erst die letzten noch fehlenden Details, die David immer noch eisern zurückhält, werden klären, ob es wirklich das Zeug dazu hat. Wir werden uns weiterhin gedulden müssen.  

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

9/10

Geschmack:

9/10

Preis/Leistung:

9/10

Gesamtwertung:

10,0/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Eatventure

Preis pro KG

60,00 €

Herkunft

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