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Beefscouts

Der Fleischblog

Das Spülmaschinen Flank Steak

Alex geschrieben am 11.03.2018

Ich weiß, die Idee ein Steak in der Spülmaschine zuzubereiten ist sicherlich nicht neu. Doch ich wollte dieses Experiment unbedingt mal für mich selbst ausprobieren und dazu meine ganz eigenen Erfahrungen machen und da ich gerade sowieso eine kleine Testreihe mit Fleisch am Laufen habe, bot sich die Gelegenheit für mich gerade an. Deswegen gibt es nun den Bericht über mein Spülmaschinen-Flank-Steak.

Wie ich auf Idee dazu gekommen bin? Klar habe ich solche Experimente früher schon im Internet gesehen, doch das war nicht mein Antrieb bei diesem Experiment. Für mich stand viel mehr die Frage im Raum, ob ich ein Steak auch ohne Sous-Vide-Stick oder Wasserbad zubereiten kann. Schließlich ist ja nicht jeder im Besitz solcher Geräte. Da ich in letzter Zeit sowieso viel mit meinem Sous-Vide-Gerät gearbeitet habe, wollte ich so einfach auch mal einen Vergleich ziehen und die Möglichkeiten testen. Außerdem hatte ich gerade noch ein Galloway Flank Steak von Bestbeef im Kühlschrank, welches ich an diesem Abend sowieso zubereiten wollte.  

Natürlich bin ich nicht unvorbereitet in das Experiment gestartet, sondern hatte vorab bereits einige Messungen innerhalb der Spülmaschine vorgenommen. Dazu habe ich einfach mal das komplette Programm durchlaufen lassen und die Temperaturen mittels Thermometer kontrolliert und notiert. Mein Fazit daraus: Wäre möglich gewesen, doch die Temperaturschwankungen während des kompletten Programms waren meiner Meinung nach zu hoch.

In der ersten halben Stunde des Programms belief sich die Temperatur auf gerade mal 35°C im Schnitt. Danach dann aber, stieg die Temperatur zwischenzeitlich auf 135°C hoch. Viel zu viel Temperatur für das Fleisch. Ich wollte das Fleisch ja schonend garen.

Die Lösung fand ich dann im Schlussteil des Spülvorgangs. Während des Klarspülens herrschten noch knapp 65°C über eine Dauer von knapp 20 Minuten. Danach dann aber, wechselte die Spülmaschine in das Trockenprogramm, wo sich die Temperatur nochmals etwas nach unten einpendelte. Hier waren es dann hervorragende und ideale 55°C. Die Dauer konnte ich dabei ganz einfach kontrollieren. Zwar schaltete die Spülmaschine nach knapp 10 Minuten Trockenprogramm ab, doch so lange ich die Tür geschlossen hielt, konnte ich die Temperatur konstant halten. Ich hatte also mein Zeitfenster gefunden.

Jetzt war der Rest nur noch ein Kinderspiel. Einfach vakuumieren, die Spülmaschine auf Klarspülen stellen und das Fleisch in die oberste Schublade gelegt. Dann 20 Minuten Klarspülen bei 65°C und nochmals 40 Minuten mit 55°C im Trockenprogramm bei geschlossener Klappe.

Jetzt war ich wirklich auf das Ergebnis gespannt. Ich denke Ihr doch sicherlich auch! Also raus damit aus dem Vakuumbeutel und eine erste Kontrolle mittels Thermometer.

Freunde, das war praktisch eine Punktlandung. Besser als ich es mir hätte zuvor erträumen können. Mit 58°C im Kern war das Fleisch praktisch auf den Punkt. Ohne zuviel vorab zu verraten, aber der Gargrad war wirklich hervorragend. Das sollte sich später, nach dem ersten Anschnitt noch zeigen.

Natürlich hätte man das Fleisch rein theoretisch nun so schon essen können, gar war es ja. Doch ich wollte gerne noch ein paar Röstaromen am Steak haben. Also habe ich das Steak anschließend nochmals in die Pfanne gehauen und von allen Seiten scharf angebraten.

Ich kann Euch sagen, der Moment vor dem ersten Anschnitt war wirklich hochspannend für mich. Klar, ich hatte ja bereits vorab eine erste positive Messung entnommen, das hätte mich ja etwas beruhigen können. Dennoch war ich auf das Endresultat gespannt wie ein Flitzebogen.

Der erste Anschnitt und dann…. Herzpochen!!! Wie ist es geworden??

Hammer, einfach nur Hammer. Das Experiment ist gelungen. Mehr noch. Ich würde behaupten, dass das ein seht gutes Ergebnis war. Wow, dieses Ergebnis hat sogar mich überrascht. Das Flank Steak war meiner Meinung nach hervorragend gegart. Noch schön rosa im Kern und ordentlich saftig. Ich kann Euch gar nicht beschreiben, wie glückselig ich in diesem Moment war.

MEIN FAZIT:

Dieses Experiment ist mir wirklich sehr gut gelungen. Das Ergebnis ist für mich mehr als überraschend und hat meine Erwartungen weit übertroffen. Ob ich es wieder so machen würde? Das steht nach diesem Ergebnis ganz klar außer Frage. Ich würde alles nochmal genau so machen.

Natürlich klappt dieser Versuchsaufbau nicht mit jedem Steak. Die Gegebenheiten vom Flank Steak haben die Zubereitung sicherlich begünstigt. Doch ich finde, der Ansatz ist hervorragend und kann durch aus widerholt werden. Dann vielleicht auch mal mit einem dickeren Stück Fleisch. Dieser Versuch ermutigt mich auf jeden Fall dazu, weitere Experimente in diese Richtung zu unternehmen.

 

„Zu Informationszwecken führe ich die Links der Firmen, die in diesem Beitrag genannt wurden, im Anschluss an diesen Text unten auf“

Gekauft bei

Bauernhof Hütter

Preis pro KG

12,35 €

Herkunft

Deutschland

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