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Beefscouts

Der Fleischblog

Elchbraten – Unser Weihnachtsspecial

Alex geschrieben am 23.12.2015

Zu unserem ersten Weihnachtsspecial wollten wir euch nicht etwa Gans präsentieren oder etwa einen einfachen Braten. Nein, wir wollten euch schon etwas Exotischeres präsentieren. Deswegen haben wir uns für Elchbraten aus Estland entschieden.

Unseren Elchbraten haben wir wieder online bestellt bei (www.wildfleisch-online-bestellen.de). Die Bestellung war wieder super einfach und auch wieder super schnell. Ein Lob dafür. Zur Herkunft des Fleisches: Das Fleisch dieses Elches stammt aus Estland aus freier Wildbahn. Die Tiere haben sich also von dem ernährt, was Sie in den weiten Estlands gefunden haben, hauptsächlich von Blättern und Laubgehölzen. Dadurch kann der Geschmack natürlich variieren und ist praktisch niemals gleich, aber es handelt sich zu 100% um ein natürliches Produkt ohne irgendwelche Zufütterung oder Einflussnahme durch den Menschen. Keine Massentierhaltung. Das finden wir sehr gut.

Der erste Eindruck war erst einmal sehr schlicht und einfach. Wir würden sagen, wir waren fast etwas enttäuscht, aber das sicherlich nur auf Grund unserer sehr hohen Erwartungen. Für uns klang es einfach nur sehr besonders: Elchbraten aus Estland. Wer hat sowas zuvor schon mal gesehen oder probiert. Wir nicht. Deswegen unseren hohen Erwartungen. Letzten Endes war es aber ein Braten und hatte deswegen genau die richtige Form. Unser Stück hatte ein Gewicht von 1,2 Kilogramm und kam in der typischen Bratenform daher. Das Fleisch hatte eine dunkle leicht bräunliche Fleischfärbung. Kein Fettdeckel, keine Fettmarmorierung. Äußerlich ein sehr mageres Stück Fleisch. Eben mit typischem Merkmale von Wildfleisch.

Bei der Zubereitung dachten wir, wir wären mal ein bisschen pfiffiger und wollten mal wieder was Anderes probieren. Also entschieden wir uns dazu, das Fleisch erst im Backofen zu Garen und erst dann im Anschluss anzubraten. Das dies eine falscher Herangehensweise war, stellten wir sehr schnell fest, dazu später noch mehr. Um nicht nur bei der Garmethode zu variieren, entschieden wir uns weiter dazu, das Fleisch nach dem Garen in dem Ofen in Steaks zu schneiden und dann einzeln anzubraten.

  

Kommen wir aber nochmals zurück an den Anfang des Garverfahrens. Wir haben also den Backofen auf 80°C Umluft vorgeheizt und den kompletten Braten dann auf mittlerer Schiene eingebracht. Als Kerntemperatur hatten wir so um die 60°C angepeilt und mit einer Garzeit von etwas mehr wie einer Stunde gerechnet. Nach einer ersten halben Stunde und einem ersten Blick in den Ofen kamen uns dann aber die ersten Zweifel, ob wir uns für die richtige Methode entschieden hatten. Das Fleisch drohte optisch äußerlich auszutrocknen. Ein leichter Druck auf das Fleisch vermittelte aber das Gegenteil. Wir beließen es also erst einmal so wie geplant und behielten das Ganze im Auge. Bei 50°C Kerntemperatur hatten wir dann doch genug von unserem Experiment und beendeten die ganze Ofensession. Nun folgte unser zweiter neuer Trick mit Hoffnung auf Besserung. Wir wollten das Fleisch diesmal nicht als großes Ganzes verzehren, sondern wollten diesmal schöne Steaks aus dem Braten schneiden. Dazu haben wir den Braten einmal in der Mitte geteilt und dann in möglichst gleich große Stücke zerteilt. Vielleicht konnten wir die Sache ja doch noch retten. Also schnell damit in die Pfanne. Leicht gesalzen und dann kräftig angebraten. Jetzt waren wir gespannt auf das Ergebnis, auf das geschmackliche Ergebnis.

Wie schon befürchtet, war das Fleisch äußerlich sehr trocken. Das haben wir leider versaut, aber der Rest? Der Rest war uns wirklich noch sehr gut gelungen. Wir würden sagen fast auf den Punkt gebracht. Das Fleisch hatte eine sehr mildfeine Konsistenz, sehr feinfaserig mit zartem Biss. Ein milder, leicht würzig-nussiger Geschmack, wirklich sehr angenehm. Auch war der Geschmack wieder mehr dem Wild einzuordnen. Hatten wir bei den T-Bone Steaks vom Hirsch noch vom rindfleischähnlichem Geschmack gesprochen, würden wir dies geschmacklich wieder eher Richtung Wild einordnen. Definitiv eine wilde Note im Geschmack. Wildfleisch gilt auf Grund seines geringen Fettanteils als sehr mageres Fleisch und als mager konnte man diesen Elchbraten sicherlich auch bezeichnen. Äußerlich wie auch Innerlich ohne jeglichen Fettanteil, aber schön saftig.

  

UNSER FAZIT

Lassen wir mal außer Acht, dass unsere gewählte Garmethode nicht die richtige war und wir es zu mindestens äußerlich nicht hinbekommen haben, so war es doch das erhoffte besondere Erlebnis. Der Elchbraten war für uns eine echte Alternative zu dem traditionellen Gänsebraten zumal der Genuss dieses Elchbratens sicherlich keinerlei Konsequenzen auf der Waage nach sich zieht. Im Gegensatz zu der doch sehr fetten Gans, ist dieses Fleisch absolut mager. Auch geschmacklich hat es uns voll und ganz überzeugt. Wir werden wohl noch zu echten Wildfleischfans.

Wir wünschen allen Followern und Lesern dort draußen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit!    Merry Christmas!!

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

7/10

Geschmack:

8/10

Preis/Leistung:

8/10

Gesamtwertung:

8,7/10

+1 für Ökologische Haltung

Preis pro KG

34,95 €

Herkunft

Estland

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