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Beefscouts

Der Fleischblog

Entrecote Black Ranch ARG

Alex geschrieben am 28.03.2018
  • Entrecote, Ribeye, Hochrippe
  • Black Angus und Hereford Rinder liefern das exzellente Fleisch
  • artgerechte und nachhaltige Aufzucht
  • reine Grasfütterung
  • kraftvoller und unverwechselbarer Fleischgeschmack  

Nachdem ich in den letzten beiden Wochen bereits Berichte über ein Roastbeef und ein Ribeye aus Argentinien veröffentlicht habe, hätte ich nicht gedacht dass sich diese Story nun auch in Woche drei und vier fortsetzen würde. Doch wie der Zufall es so wollte, darf ich euch heute erneut ein Entrecote aus dem Land der Gauchos präsentieren. Diesmal ein fast zwei Kilo schweres Entrecote. Wie es dazu kam? Das erzähle ich Euch gerne im Folgenden.  

Wer sich an die Berichte der letzten beiden Wochen über das Roastbeef und das Ribeye erinnern kann, der weiß wie ich in diesen Berichten davon sprach, das Fleisch aus Argentinien in den letzten Jahren an Glanz verloren hat. Immerhin wird ein Großteil dieses populären Fleisches mittlerweile unter Umständen produziert, die nichts mehr mit artgerechter Aufzucht zu tun haben.

In vielen Fällen wird dort nämlich aufgrund des vorherrschenden Preiskampfes leider ohne Rücksicht auf Tier und Umwelt gehalten und gezüchtet, gemästet und geschlachtet. Sicherlich kennt ein jeder die Bilder von den riesigen Zuchtfarmen, wo die Tiere dicht an dicht auf kargen und wüsten Landschaften stehen und gemästet werden.

Martin Hesterberg vom Filetshop wollte dem entgegenwirken und hat sich deshalb selbst auf eine Reise nach Argentinien begeben um dort andere Betriebe zu finden. Betriebe die noch eine artgerechte und nachhaltige Rinderzucht betreiben. Er wurde fündig und bietet seit Dezember letzten Jahres wieder Rindfleisch aus Argentinien an.

Nach den Tests in den letzten beiden Wochen dachte ich schon: „Super, tolle Geschichte. Ich wünschte mir ja so sehr, davon würde es mehr geben!“ Das ich kurz darauf aber tatsächlich erneut wieder fündig werden würde und nun erneut von einem Stück Fleisch aus dem Land der Gauchos berichten darf, das ist einem Zufall zu verdanken. 

Dazu kurz zusammen gefasst: Im Rahmen eines privaten Termins im Raum Leverkusen suchte ich vorab im Internet nach einer Adresse für gutes Fleisch rund um das Leverkusener Kreuz. An erster Stelle meiner Suchanfrage, das Estilo Argentino. "Estilo Argentino? Da war doch was!" Aber natürlich!!! Ich erinnerte mich wieder. Da war ich ganz zu Anfang nach Gründung der "Beefscouts" sehr oft zu Gast. Aus meinen Besuchen dort resultieren Berichte wie das "Wagyu Maminha / Bürgermeisterstück (Australien)" , das "Solomillo Ibérico Filet" oder das berühmte "Argentinische Picanha"!!! Gerade letzteres Picanha war lange, lange Zeiten auf Platz 1 unseres Beef-Rankings!!! Wie konnte ich das nur vergessen!!!!! Schande über mein Haupt...... 

Doch zu meiner Rettung gab es ja diese großartige Suchmaschine die mich wieder dran erinnerte, das es da in Köln noch einen Laden gab, der unter anderem argentinisches Fleisch aus nachhaltiger Aufzucht anbietet. Die Informationen über Aufzucht und Haltung stehen zwar nicht direkt auf der Homepage vom Estilo Argentino, doch über eine Partnerseite gibt es dort folgende Infos abzurufen:

„Genuss pur – Premium Rindfleisch aus Argentinien: Zwischen den Anden im Westen und dem Atlantik im Osten wird auf den argentinischen Estancias (Avm: Rinderfarmen) das qualitativ nahezu einmalige Rindfleisch erzeugt. Black Angus und Hereford Rinder liefern das exzellente Fleisch für unsere Premium Marke Black Ranch. Die Tiere wachsen in der fruchtbaren Pampa auf – einem riesigen Meer aus gesundem, natürlichem Gras. Das ist Grundlage für den ursprünglichen, kraftvollen und unverwechselbaren Fleischgeschmack.“ QUELLE: https://www.dat-tripodi.de/premium-rindfleisch-aus-argentinien-marke-black-ranch.html  Klingt doch Spitze oder?

Also bin ich nach meinem Termin von Leverkusen aus eben schnell nach Köln gefahren und habe mich dort mal wieder umgeguckt. 29,90€ für argentinisches Ribeye? 25,90€ für das argentinische Picanha? Das war zu verlockend um wahr zu sein. Da habe ich direkt mal zugeschlagen. 

Allerdings muss ich zugeben, dass ich mich von der Optik vom Entrecote habe wohl etwas täuschen lassen. In der Verpackung und unter dem Licht in der Kühltruhe sah das Stück echt Appetit anregend aus und sprach mich förmlich an. Habe ich mich da etwa von den „verkaufsfördernden Maßnahmen“ blenden lassen? Vielleicht war ich in diesem Moment auch wieder etwas abgelenkt von der Vielzahl an Fleisch und hatte vielleicht auch wieder ein Paar Hirnaussetzer, doch irgendwie war von dem "Zauber des Kaufes" nach dem auspacken nicht mehr viel da.   

Optisch gesehen wirkte das Fleisch nach dem auspacken und so ganz nackt und in vollen Pracht nämlich nicht mehr so toll und ansprechend. Eher das Gegenteil war hier der Fall. Das wirklich „neutrale“ Erscheinungsbild wirkte fast etwas schlicht. Das Fleisch war blas rot und für ein Entrecote sehr mager intramuskulär marmoriert. An dieser Stelle bin ich fast gewillt zu sagen, dass der nackte Anblick wirklich enttäuschend war. Mehr wie wohlwollende 6 Punkte können wir diesem Entrecote in Sachen „Optik“ daher nicht abgewinnen.

Wie ich bereits oben kurz angerissen hatte, war der Gedanke bei der Zubereitung der, dass ich dieses Entrecote am Stück zubereiten wollte. Ich dachte das würde vielleicht ein paar spektakuläre Fotos geben. So ein zwei Kilo schweres Stück Fleisch am Stück hatte ich schon sehr lange nicht mehr im Tasting. In der Vergangenheit hatten wir solche Stücke immer in Steaks aufgeschnitten und dann einzeln zubereitet.

Diesmal sollte es aber am Stück zubereitet werden. Um das Stück möglichst schonen zu zubereiten kam uns der Gedanke, das Fleisch schön langsam im Ofen auf Kerntemperatur zu ziehen. Also haben wir den Ofen auf 100°C Oberhitze eingestellt und das Fleisch schön langsam über mehrere Stunden auf 54°C Kerntemperatur hochgezogen. Spektakuläre Fotos sind dabei leider nicht entstanden, also lasse ich es auch Fotos davon zu zeigen. Das war eher eine langweilige Geschichte ohne viel Spektakel. Anders als gedacht.

„Anders als gedacht“ könnte überhaupt die Überschrift schlecht hin bei diesem Tasting werden. Nachdem nämlich die Optik schon „anders als gedacht“ war und auch die Zubereitung „anders als gedacht“, muss ich an dieser Stelle leider auch sagen, dass auch der Geschmack „anders als gedacht“ war.

Der war geschmacklich nämlich ein echtes Desaster. In unserer ganzen Reihe an Bewertung haben wir niemals zuvor eine schlechtere Bewertung in Sachen „Geschmack“ gegeben, doch dieses Entrecote hatte unserer Meinung nach nicht mehr wie 3 Punkte verdient. Das war geschmacklich ja sowas von mies.

Wir können das kaum in Worte fassen was wir da geschmeckt haben, aber das war wirklich einfach nur schlecht. Das Fleisch war richtig säuerlich und bitter. Tut mir leid, dass ich das sagen muss, aber das war wirklich widerlich. Das war sogar so widerlich, dass wir nach den ersten Bissen keinen Bedarf mehr hatten, noch weiter zu probieren. Ich glaube wirklich nicht das ich das jetzt schreibe, aber das war so schlecht, dass ich den Rest vom Fleisch weggeschmissen habe. Das einfach nur ungenießbar. 

UNSER FAZIT:

Tut mir leid, dass ich das schreiben muss, aber das war ein geschmackliches Desaster. Woran das lag? Da habe ich keine wirkliche Ahnung. Laut MHD war das Fleisch noch wochenlang haltbar und wir haben die Kühlkette beim Transport nicht unterbrochen. Bei der Zubereitung, da sind wir uns jedenfalls sicher, haben wir auch keinen Fehler gemacht. Wir haben das Fleisch nach unserer Meinung sehr schonend zubereitet. Die einzige Erklärung die wir an dieser Stelle äußern können ist, dass das Fleisch evtl. einen Stich gehabt hat. So schmeckte das auf jeden Fall.

Mit etwas Abstand zu diesem Bericht liegt die Vermutung vielleicht aber auch einfach sehr nahe, dass das Fleisch geschmacklich einfach wikrlich "sehr schlecht" war! Unserer Meinung nach war das in diesem Fall wohl einfach so und eine Tatsache, die wir wohl akzeptieren müssen. 

Bleibt nun nur noch die Hoffnung auf das Picanha. Dieses Stück hatten wir bereits am 11.11.2015 bereits einmal im Tasting. Liegt zwar schon länger zurück, doch war dieses Picanha damals eine ganz lange Zeit unsere klare Nummer 1!!! Damals passten die Optik, der Geschmack und auch der Preis einfach super zusammen. Ob das diesmal auch der Fall sein würde? Das beantworte ich Euch nächste Woche. Es wird also spannend!!!! Können wir das Ergebnis von damals widerholen? Ihr dürft gespannt sein. Bleibt mir weiter treu und schaut auch nächste Woche wieder rein. 
Vielen Dank dafür!!!!

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

6/10

Geschmack:

3/10

Preis/Leistung:

3/10

Gesamtwertung:

5,0/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Estilo Argentino

Preis pro KG

29,90 €

Herkunft

Argentinien

Weitere Fotos


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