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Beefscouts

Der Fleischblog

Entrecote vom Savanna Beef

Alex geschrieben am 01.11.2017
  • Entrecote
  • Teilstück aus dem Rücken
  • 28 Tage wetaged
  • Hereford/Aberdeen Angus
  • aus Uruguay

Nachdem ich Euch in der letzten Woche den Bericht vom Teres Major präsentiert habe und mit dem Ergebnis alles andere als zufrieden war, ruhen die Hoffnungen nun auf diesem Stück Entrecote. Ob diese Hoffnungen erfüllt wurden, das erfahrt Ihr im nachfolgenden Bericht.

Das Teres Major von letzter Woche war wirklich ein Reinfall. Nicht nur dass es optisch nicht gerade schön war, nein, auch geschmacklich war es gar nicht mein Fall. Wie ich in dem Bericht letzte Woche auch bereits angemerkt habe, denke ich dass das angewandte Reifeverfahren „wetaging“ nicht gerade ideal für den Geschmack ist. Ganz im Gegenteil. Ich bin der Meinung, dass „wetaging“, so wie es hier erolfgt ist, dem Fleisch den Eigengeschmack nimmt und ihn eher ein wenig metallisch macht. Wer schon mal "wetaged“ Fleisch gegessen hat, der weiß wovon ich spreche. Deshalb waren auch bei diesem Entrecote die Bedenken groß. Würde es geschmacklich ähnlich sein und wieder nicht nach meinem Geschmack sein? Das war die entscheidende Frage heute.

Die Fakten zum Fleisch waren jedenfalls wie folgt: Getestet wurde ein 1 Kilo schweres Entrecote am Stück. Wie auch das Teres Major wurde dieses Fleisch durch wetaging gereift. Das bedeutet, das Fleisch wurde in diesem Fall bis zu 28 Tage im Vakuumbeutel gereift. Die Herkunft der hier verwendeten Rinderrassen Hereford/Aberdeen Angus ist Uruguay. Laut Ausschreibung auf der Internetseite vom Beefshop, sollen die Tiere dort auf weitläufigen Naturweiden leben. Die Tiere werden in Uruguay geschlachtet, zerlegt und dann vakuumiert nach Deutschland exportiert. Soviel zum Fleisch. Kommen wir nun zur Optik.

Ein Entrecote ist sicherlich eines der Stücke, die ich niemals verneinen würde. Durch seine hohe Marmorierung und den zumeist dicken Fettkern ist es sicherlich eines der geschmacksintensiveren Stücke Fleisch mit einer Vielzahl an Nuancen. Auch dieses Entrecote hatte den typischen Fettkern und war teilweise auch recht ordentlich marmoriert. Der Fettdeckel war etwas unregelmäßig, aber auch das kannte ich so schon von anderen Entrecotes zuvor. Kurz und schlicht gesagt, hat dieses Entrecote optisch erfüllt, was wir uns erwartet hatten. Dafür gab es von uns eine Bewertung mit 8 von 10 Sternen. Sehr solide.

Ob es das geschmacklich auch halten würde? Das sollte das folgende Tasting zeigen. Doch bevor wir dazu kommen, stand für mich und meine Mittester der Gedanke im Raum, wie wir dieses Entrecote zubereiten sollten. Die Frage hier war, sollten wir es als Braten im Ganzen zubereiten oder sollten wir daraus schöne Steaks schneiden? Da wir etwas Hunger hatten und auch ein wenig Vorfreude auf dieses Fleisch, entschieden wir uns hier für die schnellere Variante. Es wurden also Steaks aus dem Stück geschnitten. Das machte die Zubereitung natürlich sehr einfach und bedarf deshalb eigentlich keiner weiteren Beschreibung. Einfach scharf anbraten, kurz ruhen lassen und dann schön aufschneiden und genießen.

Jetzt aber zum Geschmack. Ähnlich wie auch beim Teres Major zuvor war auch hier eine leicht metallische Note wahrnehmbar. Allerdings war die hier wirklich nur minimal ausgeprägt und praktisch kaum nennenswert. Bei diesen Entrecote-Steaks stand der Eigengeschmack, also die Rindfleischnote im Vordergrund, was uns positiv stimmte und nach dem geschmacklichen Ergebnis letzte Woche sehr erfreulich war. Es verwunderte uns sogar etwas, denn irgendiwe hatte das "wetaging" hier nur sehr wenig Einfluss auf den Geschmack genommen. Ich meine, das war natürlich toll und erfreulich, doch es warf auch Fragen bei uns auf. Warum war der metallische Geschmack beim Teres Major so sehr stark ausgeprägt und hier beim Entrecote nur so sehr gering? Ich meine wir wollen uns jetzt auf keinen Fall über diese Tatsache beschwehren, dennoch warf das Fragezeichen auf. Naja, abschließend können wir aber voller Freude sagen, das dieses Entrecote mit einem tollen buttrigen Geschmack vom Fett und seiner angenehmen Rindfleischnote das erhoffte und gewünschte Erlebnis lieferte. Mit einem Preis von gerade mal 27,90€ war es zudem recht günstig und bekommt deshalb zu Recht eine sehr ordentliche Bewertung.

UNSER FAZIT:

Zu erst einmal möchten wir an dieser Stelle sagen, das wir von diesem Entrecote nach dem Ergebnis der letzten Woche doch sehr positiv überrascht worden sind und mit dem Tasting und dem Ergebnis doch sehr zufrieden sind. Dieses Entrecote bekommt zu Recht eine sehr ordentliche Punktezahl in allen drei Kategorien. Doch nach diesem Tasting bleiben halt einige Fragen offen, die wir uns an diesem Abend nicht wirklich beantworten konnten. Warum hatte das wetaging bei dem Teres Major einen so deutlich krassen Einfluss auf den Geschmack? Warum war das hier praktisch so gar nicht der Fall? Hat das was mit dem Cut zu tun oder vielleicht auch mit dem Fettgehalt? Das wäre auf jeden Fall eine Erklärung zu dem Unterschied zwischen beiden getesteten Cuts? Wie sollen wir jetzt über das wetaging weiter denken? Das Ergebnis heute war ja gut und zeigt, das es auch anders kommen kann als gedacht. Kann uns diese Frage jemand beantworten?

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

8/10

Geschmack:

7/10

Preis/Leistung:

7/10

Gesamtwertung:

8,3/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Beefshop Bielefeld

Preis pro KG

27,90 €

Herkunft

Uruguay

Weitere Fotos


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