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Beefscouts

Der Fleischblog

Entrecote von Scotland Hills

Alex geschrieben am 01.02.2017

Über Lammfleisch aus dem schottischen Hochland haben wir ja bereits in einer dreiteiligen Berichterstattung zuvor berichtet. Doch es gibt dort nicht nur Lammfleisch, sondern auch sehr traditionelle Fleischrinderrassen. Deshalb beschäftigen wir uns heute mit Rindfleisch aus Schottland. Wir haben heute ein Entrecote von Scotland Hills probiert.

Unter dem Namen „Scotland Hills“ vermarktet und vertreibt die Firma Albert Rauch GmbH Fleisch von „Scotch Beef g.g.A.“ unter einer Eigenmarke. Das Fleisch stammt von Tieren, die in Schottland geboren, aufgezogen und geschlachtet wurden und ist durch das Kürzel „g.g.A – geschützte geografische Angabe“ geschützt. Dieses Label garantiert nicht nur die hohe Qualität und Herkunft des Fleisches, sondern außerdem dass zu jeder Zeit, von der Geburt des Tieres bis zur Weiterverarbeitung nach der Schlachtung, die artgerechte Haltung des Tieres, der Bauernhof auf dem es lebt, sein Futter, sein Transport, seine Schlachtung sowie die Weiterverarbeitung regelmäßig und unabhängig nach den schottischen Qualitätssicherungsstandards für Fleisch geprüft wird. Also eine Garantie für richtig gutes Fleisch. Klingt doch erst einmal vielversprechend. Wir haben hier nur eine Kleinigkeit zu bemängeln. Es wird nicht genauer auf die Rassen eingegangen. Das Fleisch kann also sowohl von einem Aberdeen Angus abstammen, als aber auch von einem Highland, einem Galloway oder einem Beef Shorthorn. Es bleibt also die Frage offen, welches Fleisch einem da nun genau vorliegt und wie man so einen gleichbleibenden Geschmack erzielen möchte, wenn das Fleisch von unterschiedlichen Rassen abstammt. Der Geschmackstest wird es zeigen.

Zuerst starten wir aber mal mit der Optik. Wir haben das Fleisch mit einem Gewicht von 1,7 Kilo am Stück bekommen. Um uns die Arbeit und auch unser Tasting aber etwas zu vereinfachen, haben wir das Fleisch in mehrere gleichgroße Stücke geschnitten. So war zum einen das Handgefühl und die Zubereitung etwas angenehmer, zum anderen war die Optik so wesentlich klarer zu erkennen. Die war nämlich wirklich sehr schön. Durch eine eher magere intramuskuläre Marmorierung wirkte das Fleisch farblich dunkel rot und machte einen sehr frischen Eindruck. Das Fettauge hatte eine feste Konsistenz und war farblich fasst weiß. Ein schöner Kontrast zu dem dunklen Fleisch. Das war uns insgesamt 8 von 10 möglichen Punkten bei der Optik wert.

Nachdem wir das Fleisch nun in schöne Männerstücke aufgeschnitten hatten, gab es bei der Zubereitung eigentlich keine zwei Meinungen mehr. Hier haben wir es so gehalten, wie wir es bei vielen unserer letzten Tastings bereits angewendet haben, nach einer Methode von Jack O´Shea. Dieser bereitet all sein Fleisch unter ständigem wenden zu. Falls Ihr euch jetzt fragt „Wer ist Jack O´Shea?“, dem geben wir hier gerne Antwort. Jack O´Shea ist einer der führenden Metzgermeister in ganz Europa. Er weiß also, was er da tut. Und da wir bei den letzten Zubereitungen damit auch sehr erfolgreich waren, wollten wir hier und heute auch nix daran ändern. Also haben wir das Fleisch vor der Zubereitung leicht eingeölt und dann bei starker Hitze unter mehrmaligen wenden auf dem Grill zubereitet. Das Ganze einfach streng nach Gefühl, ganz ohne Thermometer.

Einziges Problem bei der Methode „streng nach Gefühl“, Mann irrt sich manchmal und liegt mit seinem Gefühl mehr oder weniger daneben. Bei uns war das Gefühl heute nicht ganz so gut und das Fleisch war etwas über dem gewünschten Garpunkt. Optisch gesehen war das Fleisch schon „durch“ gebraten und leider nicht mehr rosa. Machte aber geschmacklich überhaupt nix. Das Fleisch war trotzdem zart im Biss und hatte ein gutes Mundgefühl. Es war, auch wenn leicht „durch“ gegart, immer noch saftig. Also vom Garpunkt her gar kein Problem. Was heute allerdings nicht so toll war, war der Geschmack. Der war heute eher relativ mild und weniger ausgeprägt. Das hatten wir von vorherigen Probestücken doch etwas anders in Erinnerung und überraschte uns doch etwas. Dennoch bekommt dieses Entrecote in Sachen Geschmack 7 von 10 möglichen Sternen.

UNSER FAZIT

Bereits zu Anfang unseres Tasting hatten wir hinterfragt, wie man gewährleisten möchte, dass das Fleisch immer denselben oder wenigstens einen ähnlichen Geschmack hat, wenn das Fleisch von unterschiedlichen Rinderrassen abstammt. Nach unserem Test müssen wir das nun wieder hinterfragen, denn geschmacklich war das heute schon was Anderes, als wie wir es zuvor schon mal probieren durften. Das ging heute mal in eine andere geschmackliche Richtung. Natürlich war das Fleisch trotzdem noch hervorragend im Geschmack und auch empfehlenswert.

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

8/10

Geschmack:

7/10

Preis/Leistung:

7/10

Gesamtwertung:

8,3/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Albert Rauch GmbH

Preis pro KG

49,90 €

Herkunft

Schottland

Weitere Fotos


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