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Beefscouts

Der Fleischblog

Flat Iron Steak vom australischen Black Angus

Alex geschrieben am 07.03.2018
  • Flat Iron Steak vom Black Angus Rind aus Australien
  • Flat Iron (engl., Bügeleisen)
  • auch Top Blade Roast, Butlers´Steak, Oyster Blade Steak oder Schaufelstück genannt
  • flacher, kurzfaseriger Cut aus der Schulter
  • dry-aged gereift

Wer kennt dieses Gefühl nicht? Du siehst etwas was dir gefällt und musst es unbedingt haben. Genau so erging es mir auch bei diesem Flat Iron Steak. Als ich dieses in der Auslage des Filetshop Essen hab liegen sehen, da musste ich einfach zugreifen. Deswegen freue ich mich nun sehr, dass ich Euch diese Schönheit nun vorstellen darf.  

Die Schönheit heißt übrigens Flat Iron und stammt von einem Black Angus Rind aus dem sonnigen Australien. Schon von Jungrind auf hatte dieses Flat Iron Steak also gute Gene und noch bessere Voraussetzungen zu dieser Schönheit heranzureifen.

Bereits in den ersten Lebensmonaten durfte das Rind dort freilaufend auf den grünen und saftigen Wiesen grasen bevor es anschließend mindestens 150 Tage lang mit Getreidefutter sein herrliches intramuskuläres Fett aufbauen durfte. Natürlich garantiert frei von genetisch behandelten Organismen, ohne jegliche wachstumsfördernde Futterzusätze und selbstverständlich ohne Hormon-Beimischung.

Diese großartigen Haltungsbedingungen sorgten für ein ausgewogenes und gutes Leben und damit für hochwertiges, gesundes Fleisch mit einer schönen Marmorierung.  

Zum Cut selbst: Das Flat Iron Steak ist ein recht flaches, kurzfaseriges Stück Fleisch aus dem oberen Teil der Rinderschulter, dem sogenannten Top Blade Roast. Es ist das parierte Schulterscherzel dem die Sehne, welche längst durch den Muskel verläuft, entfernt wurde. Dieser Muskel, der in Deutschland auch Schaufelstück genannt wird, liegt zwischen der dicken Schulter und dem mageren Meisel, also dem „Flaschen Filet“ oder „Schulterfilet“.

Seinen Namen verdankt es der Tatsache, dass es nach dem Entfernen der Sehne optisch in etwa an ein altmodisches Bügeleisen erinnert. Daher auch die Übersetzung vom Flat Iron (engl. Bügeleisen).

Will man es im englischen Raum allerdings bestellen, so ordert man in Großbritannien zum Beispiel ein "Butlers´Steak", in Australien ein "Oyster Blade Steak" und in Amerika ein "Top Blade Roast".

Nun zur Optik: Wie bereits oben kurz angerissen war dieser Kauf liebe auf dem ersten Blick. Diese herrlich-intensive und stark ausgeprägte Marmorierung hat mich von Anfang an angesprochen. Dazu dieser auffällige Kontrast zwischen dem weißlichen intramuskulären Fettgewebe und diesem dunkel roten Fleisch. Der Cut so sauber und geradlinig. Das war einfach eine Augenweide. Echt beeindruckend und einfach nur wunderschön.

Die Zubereitung: Hier haben wir wieder mal nach der „Jack O´Shea Methode“ gegrillt. Sein Trick bei der Zubereitung von Steaks! Immer in Bewegung bleiben. Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, ein Steak soll nur einmal gewendet werden, hält es Jack O´Shea ständig in Bewegung, wendet es immer wieder aufs Neue. Zitat von Ihm dazu: „So sammelt sich der Saft nicht auf einer Seite des Stücks, sondern bleibt schön in der Mitte und hält das Steak saftig.

Sicherlich kann man sich über diese Aussage nun streiten, doch ich persönlich bin der Meinung, dass es letzten Endes nur auf das Ergebnis ankommt. Wie der Weg dort hin begangen wurde ist wohl mehr oder weniger egal. Ich kann an dieser Stelle jedenfalls sagen, dass es für mich nicht „Die Eine“ perfekte Zubereitungsmethode gibt. Das Gleiche denke ich übrigens auch über „Den“ Garpunkt. Hier sollte wohl jeder für sich selbst entscheiden, welcher „Der“ perfekte Garpunkt ist.

Bei diesem Tasting viel dieser Garpunkt allerdings sehr unterschiedlich aus. Während das Fleisch gerade in den dünneren Lagen „gut“ durch war, war der Garpunkt in den dickeren Lagen hingegen eher in Richtung „medium rare“.

Das machte in der Tat auch geschmacklich einen Unterschied. Während die Teilstücke die „gut“ durch waren eher etwas bitterer im Geschmack waren und klare Tendenzen in Richtung trockenen Biss vermittelten, waren die Teilstücke die „medium rare“ waren deutlich saftiger und auch angenehmer im Geschmack. Insgesamt hatte das Fleisch aber eine ausgeprägte und gut wahrnehmbare Rindfleischnote.

Was uns allerdings etwas fehlte, war der Eigengeschmack vom Fett. Die ausgeprägte intramuskuläre Marmorierung trug sicherlich dazu bei dass Das Fleisch super saftig war, jedoch vermittelte es keinerlei Eigengeschmack. Da hätten wir uns doch etwas mehr von erwartet. Ansonsten war das aber ein sehr solides Stück Fleisch mit dem wir zufrieden waren.

UNSER FAZIT:

Nach dem vorangegangenen Text bleibt uns da gar nicht mehr viel zu sagen. Die Optik war echt beeindruckend und wusste durch aus zu überzeugen. Der Geschmack war durch aus solide. Nicht hochgradig überwältigend, aber auch nicht schlecht. Bei einem Preis von 39,90€ das Kilo kann man da echt kein schlechtes Wort verlieren.   

 

„Zu Informationszwecken führe ich die Links der Firmen, die in diesem Beitrag genannt wurden, im Anschluss an diesen Text unten auf“

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

9/10

Geschmack:

7/10

Preis/Leistung:

7/10

Gesamtwertung:

8,7/10

+1 für Ökologische Haltung

Preis pro KG

39,90 €

Herkunft

Australien

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