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Beefscouts

Der Fleischblog

Hanging Tender

Chris geschrieben am 06.01.2016

Bei diesem Tasting haben wir uns ein außergewöhnliches Stück Fleisch vorgenommen, das Hanging Tender. Hanging was? Ja richtig, ein Fleischcut den nicht jeder kennt. Ein Stück Fleisch was auch für uns was besonderes war. Früher zählte das Hanging Tender zu den Innereien daher ist es als zartes Rindfleisch in letzter Zeit in Vergessenheit geraten. Das Hanging Tender hat über die Grenzen hinaus viele Namen, Nierenzapfen, Kronfleisch oder auch Herzzapfen. In Frankreich nennt man es Onglet. Dieser Cut sitzt am Zwerchfell des Rindes quasi als Stützmuskel für das Zwerchfell wie der Hersteller das richtig formuliert hat. Das Fleisch zeichnet sich durch Zartheit und seinen charakteristischen Rindergeschmack aus. 

Wir haben das Hanging Tender beim Onlineshop der Metzgerei Ludwig aus Schlüchtern bestellt. Die Bestellung war super einfach. Angekommen ist das Hanging Tender als undefinierbares mit Fett überzogenes Stück Fleisch, da es auch unpariert bestellt wurde. Nach dem Auspacken fiel sofort der intensive Fleischgeruch auf, muss man mögen. Also das Hanging Tender gewinnt garantiert keinen Schönheitspreis aber wie bei vielen Tastings zuvor hat die Optik nicht immer was mit dem Geschmack und der Qualität zu tun. Da keiner von uns gelernter Metzger oder ähnliches ist, war das parieren etwas umständlicher als erwartet, aber wir haben es geschafft.  Nach dem parieren und dem zerteilen des kompletten Stückes war es deutlich schöner anzusehen. Wichtig zu erwähnen ist das in der Mitte des Hanging Tender eine "Mittelsehne" lang geht, die unbedingt entfernt werden muss, wie auf den Bilder zu erkennen. Ansonsten stört diese Sehne den unglaublichen zarten Eindruck den das Hanging Tender verspricht nicht, aber dazu später mehr. 

 

Wir haben uns für ein Rückwärts Garverfahren entschieden. Das Hanging Tender haben wir bei 100 Grad etwa 1 std. im Backofen garen lassen bis wir eine Kerntemperatur von 50 Grad hatten, diese haben wir wie gewohnt mit einem Fleischthermometer überwacht. Danach haben wir es aus dem Ofen genommen und in einer Grillpfanne scharf von allen Seiten angebraten. Nach dem Anbraten haben wir das Hanging Tender Ruhen lassen, in dieser Zeit steigt die Kerntemperatur nochmal an. Kurz vor dem Anschnitt hatten wir im dünneren Teil des Hanging Tender ca. 57 Grad. Leicht über der empfohlenen Kerntemperatur von 55 Grad.

 

Es ist vollbracht, wir haben das Hanging Tender gebraten, nun liegt es vor uns und wir freuen uns auf den ersten Anschnitt. ZURECHT . Beim anschneiden gleitet das Messer durch das Fleisch wie Butter. Es ist zart und noch leicht rosa von innen, im dickeren Teil sogar perfekt rosa. Man sieht klar das es grobfaserig ist. Geschmacklich ist es schwer zu beschreiben, es ist buttrig und wirklich unglaublich zart und saftig. Es hat einen völlig eigenständigen Geschmack, sowas hat man wirklich nicht alle Tage. Sicherlich gibt es auch Menschen denen das zuviel "Rindergeschmack" ist, aber für uns ist es genau richtig. Stück für Stück wird es besser und besser.

Unser Fazit

Fällt diesmal etwas kürzer aus. Man muss es probieren, für 29,92€ das Kilo ist es eine super Alternative zu der sonst eher gradlinigen Struktur der verschiedensten Steak Varianten.Das Hanging Tender zeichnet sich durch einen kräftigen Rindgeschmack aus. Klare Kaufempfehlung von uns!!

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

7/10

Geschmack:

8/10

Preis/Leistung:

8/10

Gesamtwertung:

8,7/10

+1 für Ökologische Haltung

Preis pro KG

29,90 €

Herkunft

Amerika

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