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Beefscouts

Der Fleischblog

Höhere Mehrwertsteuer auf Tierprodukte?

Alex geschrieben am 17.02.2017

Ihr habt doch sicherlich die Diskussion unserer Bundesregierung über das Thema „Höhere Mehrwertsteuer auf Tierprodukte“ mitbekommen, oder? Was ging Euch dabei durch den Kopf, als unsere Regierung mal wieder eine solche bahnbrechende Idee hervorgebracht hat? Wir würden Eure Meinung dazu gerne wissen, aber schildern Euch auch gerne die unsere.

Anfang des Jahres kam die Chefin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, in einer Ihrer aufregenden und so wichtigen Kabinettssitzungen auf das Thema „Tierprodukte“ zu sprechen und kam mit der Idee heraus, man solle doch eine höhere Mehrwertsteuer auf Tierprodukte erheben. Immerhin seien Tierprodukte wie Milch und Fleisch klimaschädlicher als Obst und Gemüse. Daher forderte Sie, die Mehrwertsteuer auf diese Lebensmittel anzuheben. Im Gegenzug könnten pflanzliche Produkte günstiger werden. Immerhin beweisen wissenschaftliche Studien seit Jahren, dass Tiere ein hohes Maß an Treibhausgasen ausstoßen und somit einen erheblichen Anteil zur Umweltverschmutzung beitragen.

Diese Umweltverschmutzung sollte unsere Meinung nach sofort unterbunden werden. Es reicht doch nicht, einfach eine höhere Mehrwertsteuer zu erheben. Hat das bei den Zigaretten funktioniert? Nein. Die Menschen rauchen weiterhin. Hat das beim Benzin funktioniert? Nein. Die Menschen betanken weiterhin Ihre Autos mit Benzin. Wie soll die Regierung diese Klimaverschmutzung also unterbinden? Natürlich. Sie setzen die Mehrwertsteuer für Tierprodukte herauf und hoffen damit, dass der Verbraucher sein Konsumverhalten ändert. Hier wird also bewusst versucht, den Verbraucher in seiner Meinungsfreiheit zu beschränken und zu bestrafen.   

Aber keine Sorge. Der Verbraucher erhält dafür eine Gegenleistung. Im Gegenzug sei zum Beispiel denkbar, dass der Staat die zusätzlich entstehenden Steuereinnahmen von rund 5,2 Milliarden Euro verwendet, um den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von derzeit sieben Prozent noch weiter zu senken. Frau Krautzberger schlug vor, mit den freiwerdenden Mitteln zum Beispiel pflanzliche Lebensmittel und öffentliche Verkehrsmittel billiger zu machen. Dies schone das Klima und komme den Steuerzahlern unmittelbar zugute“ sagte Sie.

Pflanzliche Lebensmittel billiger machen!!!! Das klingt doch nach einer guten Idee. Aber, stellt Euch doch mal die Frage oder schaut mal in den nächsten Werbeflyer, wo kommen die pflanzlichen Lebensmittel den alle her? Wir schlagen mal kurz unseren wöchentlichen Flyer auf und sehen mal nach. Im Angebot stehen folgende Lebensmittel: Mango aus Peru, marokkanische oder spanische Tomaten, italienische Tafeläpfel, bulgarische Bio-Gurken, französisches Stilmus, niederländische Speisezwiebeln, Oh, rote Beete aus dem Münsterland, chinesischer Ingwer und, und, und. Wir könnten diese Liste beliebig erweitern. Was wir aber zum Ausdruck bringen möchten ist, dass der Einzelhandel heute jedes Lebensmittel zu jeder Jahreszeit anbieten kann. Um dem Verbraucher diese Auswahl ganzjährig aber bieten zu können, ist ein enormer logistischer Aufwand von Nöten.

Unsere Frage daher: Wie hoch ist der CO2-Ausstos für ein Kilo Ingwer aus China, der mir ganzjährig in meinem Supermarkt angeboten wird, im Gegensatz zu einem Kilo Fleisch von einer deutschen Färse? Kann unsere Regierung das mal bitte gegen rechnen? Haben wir Follower, die das mal gegen rechnen können? Wir sind keine Mathematiker und auch Physiker. Wir stellen nur die Frage, ist eine höhere Mehrwertsteuer für Tierprodukte wirklich gerechtfertigt?

Über Eure Meinung oder ein kurzes Standing würden wir uns wirklich freuen. Schreibt uns! Kommentiert unseren Beitrag. Wir freuen uns auf Euer Feedback.


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