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Beefscouts

Der Fleischblog

Hohoffs 800 The Golden Cage

Alex geschrieben am 19.08.2016

 

Heute waren wir zu Gast auf einer Pressekonferenz, zur Neueröffnung des Golden Cage in Hagen. Was das Ganze ist und welche Idee dahintersteckt, das erklären wir euch.

Michael und Stefanie Hohoff und ihr Team werden dem einem oder anderen schon bekannt sein. Mit ihren visionären Konzepten unter anderem mit „The Farmhouse“, dem Konzept „Altes Fährhaus“ oder dem „The Grand Central Bar“ haben sie neue Maßstäbe in der kulinarischen Restaurantszene gesetzt. Traumhafte Konzepte, umgesetzt in alten historischen Gebäuden und so mit neuem Leben gefüllt. Dabei erzählt jedes Konzept eine andere Geschichte und entspricht einer anderen Epoche. Diese Geschichten werden dann mit dem Scharm und Charisma der Gebäude vereint und ergeben so eine vollkommen neue Symbiose. So sollte es auch diesmal wieder sein, weshalb das Konzept „The Golden Cage“ seinen Vorgängern in nichts nachstehen sollte.  Wir waren sehr gespannt, was uns hier erwarten würde.

 

The Golden Cage

Ein altes Kesselhaus, erbaut um 1930 rum, Zeitzeuge einer anderen Welt, über Jahrzehnte hinweg dem Verfall und sich selbst überlassen war heute Austragungspunkt dieser Pressekonferenz. 2014 von der Familie Hohoff erworben und seitdem wieder mit neuem, aber vor allem auch mit sehr viel altem Glanz und Scharm aufpoliert, sollte uns dieses Kesselhaus eine Geschichte aus New York um 1920/30 erzählen. Dort entstehen zu der Zeit etliche Wolkenkratzer, darunter viele Art déco Meisterwerke, die heute noch Teil der imposanten Skyline sind. Man schreitet geschäftig über hochglänzende Marmorböden, das widerscheinende Licht wertvollster Materialien wie Gold, Kristall und Edelhölzer hüllt einen ein. Direkt neben dieser makellos schimmernden Welt: der „Meatpacking District“. Hier im Zentrum der Schlachthöfe und Fleischereien herrscht reges Treiben, die Fabrikhäuser und Industriebauten mit staubigen Klinkern reihen sich schwer atmend aneinander, Metzger verrichten schweißtreibende Arbeit in ihren riesigen Schlachtbetrieben, um die halbe Stadt mit Fleisch zu versorgen. Genau das sind die Gegensätze, die das HOHOFFS 800° „The Golden Cage“ vereinen soll. Sie merken, die Hohoffs lieben es, Geschichten zu erzählen, Zeitreisen zu machen und genau diese dann auch im imposanten Style um zu setzen und zu präsentieren. Bereits unsere Ankunft an diesem Ort ließ uns fast vor Ehrfurcht erstarren. Dieses alte, aber heute mehr denn je, imposante Industriegebäude in mitten der großen Elbershallen, erstrahlt im neuen Glanz. Dieser Anblick war schon von außen sehr puristisch und so voller Scharm. Was natürlich direkt ins Auge fiel, war dieser riesig-hohe Schornstein vom alten Kesselhaus der über alles hinausragte. Dieser wirkte praktisch wie ein Leuchtturm, der hier den Weg weisen sollte. Den Weg zum guten Geschmack. Gleich daneben, der neue Anbau zum Kesselhaus, welcher unter anderem die Bar des Hauses beherbergt. Toll an die alte Architektur angepasst und überhaupt nicht unpassend. Direkt daneben, ein kleines Theater, welches früher als Pumpenhäuschen für das alte Kesselhaus diente. Eine wirklich malerisch tolle Kulisse die sich prima in die Gesamtheit des Geländes einschmiegte. Dementgegen eher minimal, wirkte der doch sehr unauffällige Eingang zum „Golden Cage“. Ein kleines goldenes Dach, zwei Schwingtüren Gold verziert und rechts und links zwei goldene Buchstaben.  Wir waren gespannt, was uns drinnen erwarten würde.

Durch den Eingang in ein kleines dunkles Foyer, links eine alte Treppe hoch in den Speisesaal, ein Stück weiter links der Empfang. Ein kleiner, gemütlicher Empfangsbereich, in dem ein jeder Gast freundlich begrüßt wird. Dem Empfang gegenüber zwei Dry Ager, gefüllt mit vielen Leckereien. Aus diesem Foyer heraus können die Besucher dann entscheiden, ob Sie anschließend den „Golden Cage“ aufsuchen möchten oder ob sie sich lieber in die Grand Central Bar begeben möchten. Unser erster Weg führte vom Foyer direkt in den Golden Cage, dem Speisesaal. Wörtlich genommen bezeichnet „The Golden Cage“ einen goldenen Käfig, der einen gefangen nehmen soll und somit die Freiheit nimmt. Gefangen genommen wurden wir hier ganz sicherlich, aber unserer Freiheit beraubt fühlten wir uns zu keiner Zeit. Diese kathedralhafte Architektur des alten Kesselhauses, umhüllt von einem golden-schimmerndem Mantel in einer gemütlichen Atmosphäre war es, die uns hier gefangen genommen hat. Doch, die Türen und Wege, diesen Käfig zu verlassen wurden uns zu keiner Zeit verwehrt. Aber wer sollte das bei dieser Atmosphäre schon wirklich hier wegwollen. Ein wenig unpassend, unserer Meinung nach, war da die offene und helle Küche. Die fiel in dieser puristischen Atmosphäre doch sehr deutlich ins Auge und war unserer Meinung nach etwas unpassend. Sicherlich steht eine offene Küche immer für ein hohes Selbstvertrauen des Personals und eine Offenheit dem Kunden gegenüber.Es ist es auch toll mit anzusehen, wie sein Steak vor den Augen des Publikums zubereitet wird, aber wir finden, das entspricht auf dem ersten Blick nicht so ganz der verfolgten Philosophie. Immerhin soll hier ein Gefühl der alten 20er und 30er Jahre New Yorks vermittelt werden. Wenn wir uns also auf diese Reise einlassen sollten, wie passt dann diese offene, helle und moderne Küche in dieses Bild. Hier bleibt zu hoffen, dass dieses die Atmosphäre und das Flair nicht so stark beeinflussen wird. Das werden wir bei einem zukünftigen Besuch mal genauer beobachten.

The Grand Central Bar

Egal, von wo aus man seinen Weg in die „Grand Central Bar“ startet, dieser Raum ist wirklich überwältigend und passt zu 100% zu New York, wie wir uns das vorstellen würden. Egal ob man den Weg direkt aus dem Foyer findet oder nach dem Essen seinen Weg in die Grand Central Bar beschreitet, wer sich hier nicht in die Zeit der 20er/30er versetzt fühlt, der tut es hier in Deutschland sicherlich nirgendwo. Die Architektur dieses Raumes soll der, der „Grand Central Station“ in New York, in nichts nachstehen. An der Decke dieses Raumes wurde sogar die identische Farbe, wie in New York verwendet. Auch die zentral gelegene Bar und vor allem auch die imposante Beleuchtung sollen dem New York der 20er/30er Jahre entsprechen. Umringt auf der einen Seite, von einer Tischreihe, die dem legendärem Track 61 gewidmet ist (einer geheimen Bahnstrecke unterhalb New Yorks, die in einem Notfall den damaligen Präsidenten Roosevelt aus New York wegbringen sollte), auf der anderen Seite von kleineren gemütlichen Sitzgelegenheiten, bildet die Bar hier den zentralen Punkt des Geschehens. Hier werden dem Gast lecker Craftbeer, tolle Spirituosen und auf Wunsch auch die besten Hotdogs der Stadt oder auch andere kleinere Snacks serviert. Während im Golden Cage um spätestens 23:00Uhr die Küche schließt, gilt hier Open End. Hier werden die Feste gefeiert, wie Sie fallen. Ebenfalls eine sehr geile Lokation, die definitiv zum Verweilen einlädt. Auch dem werden wir gerne einmal in voller Atmosphäre einen Besuch abstatten. Doch zuvor und damit auch zum Abschluss unserer Rundführung, gab es hier noch kleinere Leckerei zur Verköstigung. Lecker Fleisch, lecker Thunfisch und auch lecker Beilagen, präsentiert nach Art des Hauses. Ein geschmackvoller Abschluss dieser Pressekonferenz.

 

Unser Fazit

Eine rundum gelungene Pressekonferenz. Es ist schön zu sehen, wie die Familie Hohoff Ihre Träume und Visionen in Ihren jeweiligen Konzepten umsetzt. Im „The Golden Cage“ soll dem Besucher das Flair New Yorks der 1920er und 30er Jahre vermitteln. Das ist hier, unserer Meinung nach, wirklich sehr gut gelungen. Der Scharm dieses alten Kesselhauses hilft hier ganz klar, dieses Flair zu vermitteln. Wir konnten einen guten ersten Einblick hinter die Kulissen dieses Konzepts werfen und uns auch schon ein wenig in die gewünschte Atmosphäre einleben. Das Ambiente ist wirklich toll und lädt definitiv zum Verweilen ein. Unsere Vorbehalte den Hohoffs und deren Konzept gegenüber, das hier nur die Oberschicht erwünscht sein wird, wurde total endkräftigt. Herr Hohoff hat explizit auch nochmals darauf hingewiesen, dass hier unter keinen Umständen ein Dresscode oder der Gleichen gilt. Hier ist ein Jeder ein gern gesehener Gast. Natürlich hat das Fleisch seinen Preis und wird von einigen sicherlich als überzogen angesehen, aber, das Hohoffs achtet auf gute Qualität der Speisen. Unserer Meinung nach bewegen sich die Preise, für ein wirklich gutes Produkt, in einem humanen Rahmen und sind nachvollziehbar. Wir sind auf jeden Fall dankbar für diese Einladung und die Einblicke hinter die Kulissen. Der Einladung von Herrn Hohoff, auch mal einen Blick in die Geschehnisse der Küche zu werfen, werden wir natürlich sehr gerne nachkommen. Aber auch privat werden wir das ein oder andere Mal unseren Weg in diese neuen Räumlichkeiten finden. Zum Essen im Golden Cage oder zum Trinken in der Grand-Central-Bar. Wir kommen sehr gerne wieder und werden die Atmosphäre gerne aufsaugen.

 Vielen Dank dafür.        

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