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Beefscouts

Der Fleischblog

Hüfte vom argentinischen Wasserbüffel

Alex geschrieben am 05.10.2016

Wir haben nun ja schon eine ganze Menge an Fleisch vom Wasserbüffel probieren dürfen. Doch wissen wir immer noch nicht so Recht, wo wir diesbezüglich stehen. Deshalb haben wir nun nochmals Fleisch vom Wasserbüffel probiert. Diesmal mit dem Vorsatz, bei der Zubereitung alles korrekt zu machen. Dafür haben wir heute Hüfte vom argentinischen Wasserbüffel zubereitet. Mal sehen, wie das heute werden würde.

Anfangs, als wir die Chance bekommen haben Büffelfleisch zu probieren, waren wir echt happy und wirklich gespannt was uns erwarten würde. Schließlich hatten wir noch niemals zuvor Fleisch von einem Wasserbüffel probiert. Nach unseren ersten beiden Tastings, dem Filet vom italienischen Wasserbüffel und dem Ribeye vom italienischen Wasserbüffel, waren wir jedoch etwas verunsichert. Das Fleisch vom Wasserbüffel ließ sich geschmacklich mit keinem anderen Fleisch vergleichen. Es war außergewöhnlich, zugleich aber auch sehr eigen im Geschmack. Wir konnten daher auch nicht so recht sagen, es schmeckt so oder so. Nach jedem Tasting stand die Frage im Raum, haben wir das Fleisch wirklich richtig zubereitet oder ist das geschmacklich nicht so unser Fall. Beim Filet und auch beim Entrecote vom italienischen Wasserbüffel, hatten wir da so unsere Zweifel. Beim Brisket vom italienischen Wasserbüffel waren wir uns dann aber einig. Das hatten wir bei der Zubereitung versaut. Da wir aber nicht aufgeben wollten, haben wir heute einen letzten verzweifelten Versuch gestartet. Diesmal gab es Hüfte vom argentinischen Wasserbüffel. Wir waren gespannt, was uns heute erwarten würde.

Nach dem Auftauen im Kühlschrank und nachdem wir das Stück auf Zimmertemperatur gebracht hatten, kam mal wieder die Frage der Zubereitung auf. Anfangs waren wir uns da absolut unsicher. Geplant war, aus dem Hüftstück mehrere kleinere Steaks zu machen, praktisch Hüftsteaks. Dann überkamen uns aber doch wieder kleinere Zweifel. Sollten wir es nochmals „Sous-Vide“ probieren? Sollten wir es doch lieber als ganzes Stück zubereiten? Hier gab es leider auch im Internet noch nicht so viele Erfahrungen zu diesem Thema. Letzten Endes haben wir uns dann aber dazu durch gerungen, das Fleisch als Ganzes, indirekt auf dem Grill zu zubereiten. Keine Experimente mehr, sondern ganz klassisch. Zu der Optik können wir an dieser Stelle gar nicht so viel sagen. Der Cut war sehr sauber geschnitten und sehr geradlinig, dadurch aber gleichzeitig auch irgendwie langweilig. So nichtssagend. Das Fleisch war relativ dunkel und wirkte sehr mager. Hier waren nur wenige, dafür sehr grobe Fetteinschlüsse zu erkennen. Am Fleisch selbst mussten wir auch nichts parieren oder dergleichen. Insgesamt war es genau das, was man vom Wasserbüffel und diesem Cut erwartet. Ein sehr mageres Hüftsteak. Dafür bekommt es von uns wohlwollende 7 von 10 Punkten. Hier hatten wir wenig auszusetzen.

Wir bereits oben kurz angerissen, wollten wir bei der Zubereitung keine Risiken mehr eingehen und haben das Fleisch deshalb auch ganz klassisch zubereitet. Zwei Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank genommen und auf Zimmertemperatur gebracht, haben wir es, bevor wir es auf den Grill gelegt haben, mit etwas Öl eingerieben. Das Öl diente hier lediglich als Trennmittel und sollte verhindern, dass das Fleisch am Rost kleben bleibt. Da das Fleisch so mager war, bestand diesbezüglich etwas Gefahr. Der Grill war befeuert und auf Anschlag und das Fleisch vorbereitet. Also ab damit auf den Grill und schön scharf anbraten. Das ist nicht nur dem Grillmuster dienlich, sondern dient auch dazu, dass sich die Fleischfasern schließen und somit kein weiterer Fleischsaft austreten kann. Danach kam das Fleisch für ca. 20 Minuten in die indirekte Zone vom Grill. Ziel war hier eine Kerntemperatur von 52°C. Anschließend kurz ruhen gelassen und dann fertig zum Verzehr.  

Was würde uns diesmal geschmacklich erwarten? Das war unsere große Frage. Unsere Antwort darauf: Leider wieder enttäuschend für uns. Das Fleisch war sehr wässrig und hatte einen leicht bitteren Geschmack, fast schon säuerlich. Geschmacklich überhaupt nicht unser Ding. Das Fleisch war auch sehr feste im Biss, was das Mundgefühl zusätzlich trübte. Leider, leider alles negativ. Wieder einmal.

 

UNSER FAZIT

An dieser Stelle möchten wir gerne mal abschließend ein allgemeines Fazit zu all unseren Test mit Fleisch vom Wasserbüffel niederschreiben. Egal welches Fleisch wir vom Wasserbüffel probiert haben, ob aus Italien oder aus Argentinien, ob Filet, Brisket oder Ribeye/Entrecote, irgendwie war keines geschmacklich so wirklich unser Fall. Wir gestehen uns sicherlich auch Fehler bei der Zubereitung ein. Das Brisket haben wir wirklich versaut. Alles im allem gesehen waren wir mit dem Geschmack und unseren Ergebnissen alles andere als zufrieden. Ein Preis von, in diesem Fall 70€/kg, ist unserer Meinung nach alles andere als gerechtfertigt. Wir werden an dieser Stelle erst einmal sämtliche weiteren Versuche zum Thema Wasserbüffel einstellen. Die Ergebnisse waren einfach nicht überzeugend. Macht eure eigenen Erfahrungen mit dem Wasserbüffel und schreibt uns eure Erfahrungen, wir sind gespannt. 

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

7/10

Geschmack:

5/10

Preis/Leistung:

4/10

Gesamtwertung:

6,3/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Büffelbill

Preis pro KG

67,00 €

Herkunft

Argentinien

Weitere Fotos


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