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Beefscouts

Der Fleischblog

Internorga Hamburg 2017

Alex geschrieben am 17.03.2017

Die Internorga Hamburg ist die internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien. Daher habe ich mir selbst noch vor Reisebeginn die Frage gestellt, ob das der richtige Ort für mich auf der Suche nach „gutem Fleisch“ ist und ob es sich für mich überhaupt lohnt dort hin zu fahren. Nun kann ich Euch auf diese Frage eine Antwort geben. „Ja, diese Messe war definitiv einen Besuch wert!“ Sicherlich musste ich bei meiner Suche nach gutem Fleisch auf dem riesigen Messegelände schon etwas genauer hinsehen und dann und wann auch mal was länger suchen, doch am Ende habe ich Sie gefunden. Menschen und Produkte, die mit gutem Fleisch zu tun haben.

Bereits in der ersten Halle nach betreten, habe ich am Stand von Pier 7 Foods Hamburg einen Kühlschrank entdeckt, der meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Natürlich habe ich davon gleich ein Foto gemacht um Euch dieses zu zeigen, doch kurze Zeit darauf untersagte man mir das fotografieren und hinterfragte, wofür ich diese Fotos den verwenden wollte. Als ich Ihnen dann erklärte, dass ich Blogger sei, verwies mich der gute Herr darauf, dass ich hier doch nix verloren hätte. Immerhin sei dies eine Messe für die Gastronomie. Meine Suche würde hier auf jeden Fall nicht erfolgreich verlaufen. Daraufhin war ich echt einen Augenblick lang irritiert. Aber ich wollte mich nicht entmutigen lassen und wurde eine Halle weiter erneut fündig.

Leicht versteckt in einer Ecke eines Anbieters für Grillzubehör erblickte ich irisches Rindfleisch von Funder´s Finest. In einer kleinen Theke wurden dort verschiedene Cuts angeboten, die meine Aufmerksamkeit erregten. Das Fleisch war zwar nicht so stark marmoriert, dennoch irgendwie interessant. Nach ein bisschen oberflächlichen Talk durfte ich dann ein Stück vom kalten, aufgeschnittenem Roastbeef probieren. Besitzer Marc Funder bot mir dann an, wenn ich später nochmals vorbeikommen sollte, würde er mir gerne auch ein Roastbeef zubereiten. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt. Also verabschiedete ich mich fürs erste und zog weiter meine Runde.

Über Halle A1 und Halle A2 ging es dann rüber in Halle A3 und auch dort bin ich gleich wieder fündig geworden und entdeckte den Stand von True Wilderness. Wieder war es ein kleiner Kühlschrank gefüllt mit Fleisch der meine Aufmerksamkeit erregte. In Ihm drin wirklich wunderschön marmorierte Stücke von deutschen Färsen. Tomahawk, Roastbeef und Cote de Boeuf in wunderschöner Qualität. Auch hier sind wir natürlich schnell ins Gespräch gekommen und haben Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht. Details dazu folgen in ausführlicher Form in der Nachbereitung, wenn ich wieder zu Hause bin. Es sei aber so viel vorweg schon mal gesagt, dass ich dort bereits kleine Probestücke verkosten durfte und mir dort demnächst definitiv was bestellen werde. Das Fleisch wird auf jeden Fall getestet.

Praktisch am Nachbarstand, drei Fußmeter weiter, befand sich der Stand von Christian Landig. Ihr wisst nicht wer das ist? Vielleicht kennt Ihr nicht unbedingt Ihn persönlich, aber ich denke ein jeder kennt seine Reifeschränke., die Dry-Ager. Die findet Ihr mittlerweile auf jeder Messe und bei jedem, der mit gutem Fleisch arbeitet. Der Dry-Ager veredelt Fleisch durch eine Trockenreifung. So einen wollte ich schon immer mal zu Hause haben. Doch so ein Schrank bewegt sich in einer anderen Preisklasse wie ich Sie mir nicht leisten kann. Dennoch habe ich die Möglichkeit genutzt etwas mit Christian zu quatschen. So ein Austausch ist immer was wert.

Danach wurde es dann lange Zeit schwer mit der Suche und ich war fast schon ein wenig genervt. Viel mehr gab es da nicht mehr. Da war noch ein kleiner Stand von Block House. Auch mit sehr interessantem Fleisch jedoch auch hier für mich nicht erreichbar. Die Stücke die dort ausgestellt waren, sind nur als Gastronom oder im Cash & Carry erhältlich. Natürlich aber nicht unbedingt bei mir um die Ecke. Also habe ich mich damit auch nicht weiter beschäftigt.

Es fehlte jedoch ein Stand, den ich unbedingt aufsuchen wollte. Der Stand von Luma-Delikatessen. Ich wusste das Sie irgendwo einen Stand auf der Messe hatten, habe Ihn aber einfach nicht gefunden. Erst durch einen Tipp eines anderen Besuchers bin ich dann endlich doch noch fündig gefunden. Hier habe ich mich dann wirklich sehr ausgiebig, fast eine Stunde lang mit Nils Jorra unterhalten, Geschäftsführer für Luma-Delikatessen Europa. Da ich ja bereits im letzten Jahr schon mal von seinem Fleisch probieren durfte, wusste ich bereits im Vorfeld, welche Qualität dieses Fleisch hatte. Schön das Nils dieses positive Geschmackserlebnis wieder in Erinnerung gerufen hat und mich sowohl vom Luma-Rind als auch vom Luma-Schwein probieren lassen hat. Vielen Dank dafür. Details zu meinem Treffen mit Nils gibt es dann auch wieder in der Nachbereitung.

Eigentlich war mein Messerundgang damit fast schon erledigt, wäre mir nicht wieder eingefallen, das mich Marc Funder von Funder´s Finest doch noch zu einem Steak eingeladen hatte. Also bin ich zum Abschluss noch mal zurück zum Anfang und habe nochmals den Stand von Marc aufgesucht. Das war den wirklich der krönende Abschluss dieses Messetages. Ich habe mich wirklich ausgiebig mit Marc unterhalten und wir werden da in nächster Zeit definitiv nochmals zusammenkommen. Ein sehr sympathischer Ire der ein tolles Produkt präsentiert. Details dazu dann auch wieder im Nachgang.

Was ist also mein Fazit von der Messe? Für die anderen Besucher war es bestimmt die Fachmesse für Gastronomie, Hotellerie, Bäckerei usw. usw. Für mich war es aber eine Fachmesse für richtig gutes Fleisch. Ich habe gezielt nur nach Fleisch Ausschau gehalten und habe auch genau das gefunden. Die Anzahl der Treffer war zwar im Verhältnis zu Größe der Messe und Aussteller gering, dafür waren diese vier-fünf Kontakte aber sehr ergiebig und fruchtbar. Ich meine ich habe 7 Stunden auf der Messe verbracht und habe dabei lediglich nur vier Stände aufgesucht, aber das zeigt doch auch wie intensiv sich diese Begegnungen gestaltet haben. Ich habe tolle Menschen kennen gelernt, die alle samt „gutes Fleisch“ anbieten. Damit ist mein Reiseziel zu 100% erfüllt worden. Also, alles gut. Die Internorga war definitiv einen Besuch wert.

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