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Beefscouts

Der Fleischblog

Irisches Beef Flank Steak

Alex geschrieben am 16.08.2017
  • Flanksteak, Bavette, 
  • Fleisch vom irischen Angus Rind
  • flacher, langfaseriger Cut aus dem Bauchlappen
  • 3 Wochen trocken gereift

Zur Gründung der Beefscouts im Jahre 2015 war das Flanksteak noch ein Nobody und nur sehr wenigen Menschen bekannt. Heute, fast zwei Jahre später, ist dieser Cut aus der Fleischkultur eigentlich nicht mehr wegzudenken und erfreut sich immer großer Beliebtheit. Auch hier im Beefscouts-Testlabor hat dieser Cut sich bereits einige Male beweisen müssen. So wie auch heute wieder.

Das heutige Flanksteak stammt von den Gourmet Experts. Ich hatte Euch bereits in unserem ersten Test vom Irischen Beef Strip Loin von Marc Funder und seiner Philosophie erzählt. Marc importiert Fleisch- und Feinkostwaren direkt aus Irland von Betrieben, die unmittelbar zu seiner Verwandtschaft bzw. Bekanntschaft gehören. Alle Höfe sind Familienbetriebe, die bei der Aufzucht von Ihren Tieren größten Wert auf das Wohlbefinden und die artgerechte Haltung der Tiere legen. Nachhaltigkeit und Transparent stehen hier getreu dem Motto „From Farm to Fork“ im Vordergrund, also der Direktvertrieb von der Farm in Irland auf die Gabel bei uns Zuhause. Marc ist es einfach wichtig, dass der Weg, den eines der Produkte geht, nachvollziehbar ist. Das beginnt bereits bei der Aussaat der Kleesorten auf den Weiden in Irland und endet mit dem fertigen Stück Fleisch auf unseren Tellern. Eine Philosophie, die bei mir einen sehr großen Anklang findet. Marc hat mir sogar versprochen, dass ich mich irgendwann mal davon selbst überzeugen kann und Ihn auf seinen Reisen nach Irland irgendwann mal auch begleiten darf. Da freu ich mich jetzt schon drauf. Freuen tue ich mich gerade eben aber auch über das Flanksteak, welches wir zum Testen erhalten haben. Dazu möchte ich im Folgenden nun gerne Stellung nehmen und Euch beschreiben.

Da das Flanksteak zu Zeiten der Gründung der Beefscouts eines der Stücke war, was und damals sehr stark polarisiert hatte und mit einer der Beweggründe war, warum Chris und ich damals überhaupt auf die Idee kamen, den Blog zu gründen, ist dieser Cut immer wieder ein sehr gesehener Gast. Deswegen war auch diesmal die Freude wieder groß, dieses Flanksteak im Testlabor begrüßen zu dürfen. Auch wenn der erste optische Eindruck hier etwas zu wünschen übrigließ, denn dieses Flanksteak gehörte definitiv zu den magersten Stücken Flanksteak, das wir bisher im Test hatten. Ich meine klar hatte mir Marc Funder in unseren ersten Gesprächen erklärt, dass er eigentlich nicht über einen Marmorierungsgrad von MS4 hinaus möchte. Doch dieses Stück war alles andere als MS4, das war nicht mal MS2. Da war überhaupt nix an Marmorierung zu erkennen. Das Fleisch war farblich einfach nur blass und mager. Klar, das Flanksteak war definitiv als solches zu erkennen, das lässt sich nicht beschreiten, aber so mager? Da muss ich gestehen, war die Skepsis natürlich groß. Aber, wir haben uns beim Fleisch von Marc Funder schon mal täuschen lassen. Auch das Strip Loin aus unserem Test war absolut mager und optisch überhaupt nicht ansprechend. Dennoch war dieses Roastbeef voller Geschmack. Ob das im Fall vom Flanksteak auch zutreffen würde? Die Hoffnung blieb, die Spannung ebenfalls.

Da wir das Flanksteak gefühlt nun schon etliche Male im Test hatten, muss ich Euch zu der Zubereitung doch wohl nicht mehr viel sagen, oder? Schön scharf von beiden Seiten anbraten, ein paar Mal wenden und kurz ruhen lassen. Die Beschaffenheit des Flanksteak macht Euch die Zubereitung wirklich einfach. Da muss man nicht groß tricksen. Das bekommt Ihr auch ohne ausführliche Anleitung hin. Auch die Schnittführung beim aufschneiden des Flanksteak muss ich Euch sicherlich nicht mehr erklären. Immer gegen die Faser aufschneiden. Da dieser beim Flanksteak immer gleich ist unter immer entlang der Flanke verläuft, braucht Ihr hier nur gegen den Faserverlauf aufschneiden. Schön dünne Tranchen schneiden und genießen.

Genießen ist einfach, wenn das Produkt den Geschmack auch liefert. Ob das hier der Fall war? Konnte das Fleisch den Geschmack liefern, den unsere Erwartungen schürten? Nach den ersten optisch-ernüchternden Eindrücken, können wir an dieser Stelle nur ein ganz klares „Ja“ vermelden. Das Fleisch hat trotzt der ersten mageren optischen Eindrücke in Sachen Geschmack definitiv abgeliefert. Das Fleisch war, obwohl es so mager war, sehr saftig. Der Eigengeschmack vom Fleisch war hier besonders ausgeprägt und machte einen tollen Eindruck und ein tolles Mundgefühl. Im Nachhinein beweist dieses Fleisch wieder einmal, das die Optik eigentlich gar nichts über den Geschmack aussagt. Die Optik konnte hier nicht mal im Ansatz vermuten lassen, was das Fleisch geschmacklich draufhat. Dieser Test hat aber eines ganz klar bewiesen, den Aussagen von Marc Funder kann man ganz klar glauben schenken. Seiner Meinung nach braucht das Fleisch kein MS7, kein MS10 oder auch kein MS12. Denn Marc geht es nicht um die Marmorierung, die optisch sicherlich viel ausmacht, sondern Marc geht es um den Eigengeschmack vom Fleisch und da muss ich sagen, hat das Fleisch exakt das versprochen, was Marc mir auch zugesagt hat und wofür das Fleisch von den Gourmet Experts steht. Hier wird optisch nix aufgewertet. Was zählt ist lediglich der Geschmack vom Fleisch.

UNSER FAZIT:

Nach so einer langen Zusammenfassung fällt es mir natürlich schwer ein Fazit zu ziehen. Ich könnte jetzt wieder sagen das dieses Fleisch wieder einmal beweist, dass die Optik alleine überhaupt nix über den Geschmack vom Fleisch aussagt. Die Optik dieses Flank Steaks hat nicht annähernd das erahnen lassen, was dieses Fleisch geschmacklich ausgedrückt hat. Natürlich könnte ich Euch das jetzt erzählen, aber das wisst Ihr ja bereits. Als langfristige Leser dieses Blogs habt Ihr es ja nun schon etliche Male erlebt, das sich der Geschmack anhand der Optik einfach nicht messen lassen kann. Was soll ich im Fazit also schreiben? Ich kann nur sagen das hier alle Tester einer Meinung sind. Das war optisch zwar mager, aber dass, was das Fleisch in Sachen Optik verloren hat, das hat es geschmacklich locker wieder rausgeholt. Der absolute Knüller, den verraten wir Euch aber erst zum Schluss! Denn, der Knüller ist der Preis für dieses Flanksteak. Dieses Flansteak liegt preislich bei 19,90€.  Also ist das Fazit doch wohl klar, oder?. Hier kann es nix anderes geben, als eine klare Kaufempfehlung.  

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

7/10

Geschmack:

8/10

Preis/Leistung:

10/10

Gesamtwertung:

9,3/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Gourmet Experts

Preis pro KG

19,90 €

Herkunft

Irland

Weitere Fotos


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