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Beefscouts

Der Fleischblog

Jiménez Schweinekarree

Alex geschrieben am 21.02.2018
  • 100% reinrassige Pata Negra Iberico Schweine
  • aus den Extremaduras Spaniens
  • 100% Freilandhaltung
  • ernähren sich von Eicheln, Kräutern und Gräsern
  • Chuletero, French Rack, Schweinekarree
  • Cut aus dem Rücken vom Schwein

Freunde, als ich angefangen habe diesen Bericht zu schreiben, musste ich vorab weit in die Archive des Blogs zurückblicken, um mich an das letzte Tasting mit Schweinefleisch zu erinnern. Tatsächlich liegt dieses schon mehr als vier Monate zurück. Zeit, dieses Thema endlich mal wieder aufzugreifen und mal wieder einen Bericht über „Schweinefleisch“ zu bringen. Deshalb an dieser Stelle der Bericht zum Jiménez Schweinekarree von „Der Fleischboutique Dortmund“!

Dort war ich unter anderem Anfang November zu Besuch (Mein Bericht dazu: Die Fleischboutique Dortmund) und hatte damals wieder mal voll zugeschlagen. Fast sieben Kilo Fleisch hatte ich damals mit nach Hause gebracht. SIEBEN KILO FLEISCH!!!! Eine irrwitzige Menge für mich. Schon in dem damaligen Bericht hatte ich mir selbst eine kleine Therapie vorgeschlagen, weil ich so „Kaufsüchtig nach Fleisch“ bin. Bei der tollen Auswahl konnte ich damals aber einfach nicht widerstehen.

Und hey Leute, bei der Optik von diesem Karree konnte ich einfach nicht „nein“ sagen. Ich denke doch, dass das an dieser Stelle gut nachvollziehbar ist. Oder?

Bevor ich aber weiter auf die Optik eingehe, möchte ich gerne noch ein wenig was zur Rasse und Aufzucht erklären. Diesbezüglich kam ich nämlich im Oktober letzten Jahres auf der Albers Excellence 2017 unter anderem in den Genuss, die Inhaberin und Namensgeberin dieses Produktes, Rocio Jiménez, kennen zu lernen bzw. auf der Bühne zu erleben. Dort gab Rocio Jiménez einen kleinen Einblick in die Aufzucht und Haltung der Tiere und beantwortete dazu auch zahlreiche Fragen. Näher dran an den Produzenten konnte ich damals kaum sein.

Jiménez züchtet seine zu 100% reinrassigen Pata Negra Ibérico Schweine in den Extremaduras und Salamancas Spaniens. Die mittlerweile fast 5000 Tiere verbleiben bis zu einem Schlachtalter von 24 Monaten frei und wild auf den Dehasas, den natürlichen Eichenwäldern der Extremadura und ernähren sich dort ausschließlich von Eicheln („belotta“), Kräutern und Gräsern der Natur des südspanischen Andalusiens. Das hier ganz und gar auf Gentechnik verzichtet, das brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Für Rocia Jiménez ist das eine Selbstverständlichkeit. Bei Ihr stehen Nachhaltigkeit, Authentizität und Qualität ganz klar an erster Stelle.

Das Ergebnis dieser Bemühungen sollte sich jedenfalls in diesem Tasting heute wiederspiegeln. 100% genetische Reinheit der iberischen Rasse bedeuten nämlich die höchste Qualitätsstufe, die sich hier erreichen lässt. Der Anteil am Ibérico Markt weltweit beschränkt sich bei der 100% reinen Rasse auf weniger als 3%. Alleine deshalb gilt dieses Fleisch dieser raren Rasse einfach als Gaumenerlebnis für Gourmets.

Optisch war dieses Karree auf jeden Fall schon mal ein Gaumenschmaus. Ich meine alleine schon wegen des Cuts selbst, ohne jetzt weiter auf die Details der Optik einzugehen, hätte dieses Karree meiner Meinung nach 10 Punkte verdient. Das seht Ihr doch bestimmt auch so oder?

Dazu kommt dieser wunderschöne fast reinweiße Fettdeckel. So rein und unschuldig. Und dann noch diese feine, intramuskuläre Marmorierung im Kontrast zu diesem strahlend roten Fleisch. Da gerate ich doch glatt schon wieder ins Schwärmen. Für mich steckte da so viel Emotion drin. Dieses Karree muss ich sagen, hat mich von Anfang an gepackt. Auch meine beiden Mittester Chris und Felix.

Obwohl diese mich ein wenig bremsen mussten und nicht ganz meiner Meinung waren. Also in Sachen Punktevergabe meine ich. Das Erscheinungsbild haben wir fast alle drei identisch beschrieben. Doch bei der tatsächlichen Punktevergabe für die Optik lagen Ihre Emotionen etwas unterhalb meinen, weshalb es von Chris und Felix in Sachen Optik nur 8 Punkte gab. Zähle ich meine 10 Punkte aber mit dazu, kommen wir auf ein gutes Ergebnis von 9 Punkten in Sachen Optik.

Emotion beschreibt eben jeder anders und da die Bewertung immer ein Gesamtergebnis unserer drei Meinungen ist, denke ich ist das Ergebnis sehr zufriedenstellend.

Bei der Zubereitung sind wir den selben Weg gegangen, wie beim Tomahawk Steak von letzter Woche. Erst bei 110°C Oberhitze im Ofen auf eine Kerntemperatur von 52°C gezogen und dann im Anschluss daran zum finishen nochmals auf den Grill. Dann kurz ruhen lassen und dann schön zwischen den Knochen aufgeschnitten.

Dass der dann folgende Geschmackstest einfach nur ein bombastisches Erlebnis war, das brauche ich an dieser Stelle wohl kaum zu erwähnen.

Alleine diese Haptik. Ich meine dieses Gefühl, wenn du das Fleisch in die Hand nimmst und dann vom Knochen abkaust. Das alleine macht das Karree schon zu einem Knaller. Ich habe es bereits beim letzten Karree vom Damhirsch geschrieben. Ein besseres Fingerfood gibt es meiner Meinung nach doch kaum. Das alleine war emotional schon sehr ansprechend und hat uns auf ganzer Linie begeistert. Ohne dass ich überhaupt angefangen habe, auf den Geschmack einzugehen.

Doch auch hier war es ähnlich wie bei der Haptik. Das geschmackliche Erlebnis war einfach ein Knaller. Das war einfach zart, saftig, süßlich, buttrig schmelzend, leicht nussig und voller Power in Sachen Geschmack. Um nur ein paar Begriffe der Bewertungsbögen aufzugreifen. Das hier ganz knapp die 10 gewackelt hat, das zeigt die Punktevergabe von uns dreien. 8 Punkte von Felix, 9 Punkte von Chris und voll verdiente 10 Punkte von mir. Das macht im Schnitt 9 Punkte in Sachen „Geschmack“. Dazu bedarf es eigentlich keinerlei weiterer Worte.

UNSER FAZIT:

Dass das Fazit entsprechend ausfällt, überrascht da nicht. Dieses Karree hat einfach nur begeistert und uns emotional total angesprochen, von Anfang bis Ende. Hier passte einfach mal alles zusammen. Die Optik, die Haptik und natürlich auch der Geschmack. UND!!! Auch der Preis!! Mit 45€ das Kilo ist der Preis mehr als fair für dieses rundum zufrieden stellende Ergebnis. Das sehen auch meine beiden Mittester Chris und Felix so.

Vielen Dank dafür an Jan Michael Ullmann von Der Fleischboutique Dortmund. Das war ein ganz hervorragendes Stück Fleisch, welches du uns da verkauft hast. Da freue ich mich schon jetzt auf das Secreto und das Pluma von Jimenez, welches du hoffentlich bald wieder im Sortiment hast.       

 

„Zu Informationszwecken führe ich die Links der Firmen, die in diesem Beitrag genannt wurden, im Anschluss an diesen Text unten auf“

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

8/10

Geschmack:

9/10

Preis/Leistung:

8/10

Gesamtwertung:

9,3/10

+1 für Ökologische Haltung

Preis pro KG

44,90 €

Herkunft

Spanien

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