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Beefscouts

Der Fleischblog

Kumpel und Keule meets Goldhorn Beefclub

Alex geschrieben am 15.06.2017

Tag 10 meiner Reise quer durch Deutschland auf der Suche nach dem besten Fleisch. Heute war ich dazu in Berlin unterwegs, einer Stadt, die Europaweit die höchste Gastrodichte hat. Hier reiht sich ein Restaurant an das andere und jedes hat sein ganz eigenes Konzept. Ob ich hier bei meiner Suche fündig geworden bin fragt Ihr? Meine Antwort: Ja, aber sowas von, definitiv.

Aufmerksame Leser meines Blogs wissen natürlich bereits, warum ich heute in Berlin unterwegs war. Geplant war ein Besuch im Goldhorn Beefclub, dem Fleischkompetenzzentrum in Berlin schlecht hin. Getreu dem Motto:" Die älteste Garmethode der Welt und die hochwertigsten Produkte auf höchstem Niveau zum Gast" werden die Mitglieder dieses exklusiven Clubs hier mit den fleischigsten Gaumenfreuden der Welt bewirtet. Hier sollte ich ab 16 Uhr auf Hartmut "Josh" Jabs treffen. Dazu komme ich aber gleich.

Denn vorher möchte ich Euch noch von meinem Besuch in der Markhalle 9 in Berlin erzählen. Die Markthalle 9 ist einer der vielen Lebensmittel-Punkte in Berlin, die sich das Ziel gesetzt haben, die Esskultur in Deutschland wieder zu wandeln. "Im respektvollen Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt, regional- und saisonal-betont, verbunden mit lokaler Wertschöpfung, transparent und vertrauensvoll". Das ist der Slogan, mit dem die Markthalle 9 sich selbst auf Ihrer Homepage beschreibt. Davon wollte ich mir selbst ein Bild machen und habe den freien Mittag dazu genutzt, mir selbst ein Bild davon zu machen. Klar habe ich dabei mein Ziel nicht aus den Augen verloren, das ich immer auf der Suche nach dem besten Fleisch bin. So natürlich auch hier in der Markthalle und ich kann Euch sagen, ich bin auch fündig geworden. Am Stand von Kumpel & Keule habe ich exakt das gefunden, womit die Markthalle 9 selbst für sich wirbt. Sehr nette Menschen, die den Respekt dem Menschen und dem Tier gegenüber leben und transparent und vertrauensvoll arbeiten. An einem offenen, gläsernen Stand in der Markthalle betreibt Kumpel & Keule eine Metzgerei, die schon sehr Einzigartig ist. Wie dieses Konzept genau funktioniert und was dahintersteckt, das erzähle ich Euch dann in der Nachbereitung. Ich möchte an dieser Stelle nur so viel sagen, die Auslage an Fleischwaren war so einladend für mich, dass ich nicht drum rumgekommen bin, mir dort ein Stück Schweinekotelett vom bunten Bentheimer zu gönnen. Das war zwar geschmacklich nicht ganz so mein Fall, aber für 15€ war das schon in Ordnung. Das nächste Mal würde ich sicherlich auf was Anderes zurückgreifen. Wie gesagt, weitere Details folgen in der Nachbereitung.

Jetzt möchte ich dann doch gerne zu meinem Besuch im Goldhorn Beefclub kommen. Ich muss ja sagen, das mir dieser Besuch doch fast noch wichtiger war, denn heute sollte ich nicht nur zu Gast im Goldhorn Beefclub sein, sondern durfte auch Josh Jabs persönlich kennen lernen. Mit Ihm hatte ich Mitte März telefonieren dürfen und war von seinen Ansichten wirklich begeistert. Auch wenn ich erst noch ganz am Anfang bin und nicht annähernd an seine Erfahrung rankomme, so sind unsere Ansichten meiner Meinung nach doch sehr ähnlich. Josh möchte seinen Gästen die hochwertigsten Fleischwaren aus aller Welt anbieten. Ich bin auf meinen Reisen und in meinen Tastings immer auf der Suche nach diesen. Josh ist es dabei wichtig, dass das Tierwohl immer an erster Stelle steht, da bin ich ebenfalls ganz seiner Meinung und, Josh und sein Team vom Goldhorn Beefclub sind ebenfalls zu 100% Fleischverrückt. Auch damit kann ich mich ebenfalls identifizieren. Das waren doch gute Voraussetzungen für dieses Treffen. Nein, Spaß bei Seite. Ein wenig Ehrfürchtig war ich ja schon, Josh kennen zu lernen. Immerhin ist er in der Szene ja eine echte Berühmtheit. Doch Gott sei Dank stellte sich relativ schnell heraus, dass Josh ein ganz bodenständiger Typ ist, der mich offen und ehrlich empfangen hat. Das hat mir schnell geholfen, meine Ehrfurcht abzubauen. 

Natürlich möchtet Ihr jetzt gerne wissen, was ich da im Goldhorn Beefclub so erlebt habe. Ich möchte aber noch nicht zu sehr ins Detail gehen, denn die Details möchte ich mir gerne für meine Nachbereitung aufbewahren. Ich kann Euch nur versprechen, die Details werden Euch beeindrucken, das haben Sie mich auch. Doch hier möchte ich einfach nur kurz die Erlebnisse des gestrigen Tages zusammenfassen. Was habe ich also alles gesehen? Ich habe zum Beispiel die Reifekammer vom Goldhorn Beefclub gesehen. Davon habt Ihr doch bestimmt auch schon mal Bilder im Internet gesehen. Ich auf jeden Fall eine ganze Menge zuvor, doch ich verspreche Euch wenn Ihr die Möglichkeit habt, einmal hautnah selbst davor zu stehen, dann macht das noch mal einen ganz anderen Eindruck auf Euch. So was Tolles habe ich noch nie zu gesehen. Ich dachte ja schon, die Carnothek bei Dirk Ludwig wäre echt beeindruckend gewesen, aber dieser Anblick hier hat echt nochmal einen draufgesetzt. Hier würde ich von einer echten Superlative sprechen. Der Reifeschrank selbst war an sich auf den ersten Blick gar nicht mal so besonders, aber der Inhalt!!!!! Der Inhalt meine Freund war es, der was ganz, ganz, ganz Besonderes war. Hier lagert Fleisch für mehrere 10-tausende Euro ein. Fleisch aus Japan, Afrika, Amerika, Australien, Deutschland, Irland und Gott wer weiß wo her. Ich kann mich da gar nicht auf einen bestimmten Cut beschränken, denn in diesem Reifeschrank wurde wirklich alles gereift. Tomahawks, T-Bones, Porterhouse-Steaks, Roastbeef, Schinken und und und. Einfach unglaublich. Die Bilder in der Galerie werden Euch nur annähernd einen Eindruck davon vermitteln können, was in diesem Reifeschrank alles so drin ist und was das für einen Eindruck macht. Das Fleisch in diesem Reifeschrank wird übrigens auf eine Art gereift, wie ich Sie zuvor auch noch nicht gesehen habe. Das Geheimnis dazu erzähle ich Euch aber auch erst in der Nachbereitung. Ihr dürft gespannt sein.

Ach ja. Ich habe auch einen Einblick in die Küche bekommen und durfte mal hinter die Kulissen blicken. Das Spektakulärste hier, ganz klar der Hajatec Holzkohlegrill. Das Gerät auf dem sämtliche Speisen zubereitet werden. Auch der gehört zu den Geheimnissen im Goldhorn Beefclub, auch dazu werde ich in meiner Nachbereitung detaillierter eingehen. Wie dieser Grill in Kombination mit dem Reifeschrank funktioniert und was beide Komponenten aus einem normalen Stück Fleisch machen, das durfte ich dann auch selbst erfahren. Zu meiner Überraschung gab es für mich eine kleine Kostprobe dessen. Ich durfte ein Stück von einem 1 Jahr gereiftem Bone-In-Ribeye probieren. Ja, Ihr habt richtig gehört, das Fleisch war ein Jahr lang im Reifeschrank. Wie krass ist das denn? Ich bin fast ausgeflippt, durfte mir jedoch nix anmerken lassen. Ok, ich komm wieder auf den Boden der Tatsachen und versuche wieder sachlich zu werden. Also, ich durfte ein Bone-In-Ribeye probieren, welches 1 Jahr lang gereift wurde. Meine Meinung dazu: Das war schon was ganz Besonderes. Das war ein Geschmack, den ich so noch nicht kannte. Auch dazu komme ich in der Nachbereitung gerne nochmals detailliert drauf zurück. Ich durfte auch noch Tatar probieren und einen Schinken vom Zwerg-Zebu. Noch nie was davon gehört? Ich auch nicht, aber am Sonntag lerne ich diese Tiere kennen. Dann bin ich zu Besuch bei einer Zwerg-Zebu-Zucht im Emsland. Dazu erfahrt Ihr am Sonntag dann mehr. 

Wenn du nun denkst, besser geht´s nicht mehr, dann kommt von Irgendwo ein Lichtlein her. So oder so ähnlich geht doch das Gedicht. Was ich damit sagen möchte ist, dass Josh an dieser Stelle noch eine Überraschung für mich hatte. Erst vor ein paar Tagen veröffentlichte Josh sein Buch "Feuer und Flamme - 100 Gerichte vom Holzkohlegrill". Ich darf mich glücklich schätzen, mich nun als Besitzer eines solchen Buches zu bezeichnen. Höchstpersönlich von Josh unterschrieben und mit einer persönlichen Widmung. Wow, vielen Dank dafür Josh. Damit hast du mich wirklich überrascht. Was da so drin steht? Auch das erfahrt Ihr in der Nachbereitung.

Eigentlich hast du mich in jeder Minute meines Besuches bei dir überrascht. Dein Goldhorn Beefclub ist wirklich einmalig und ich werde diese Eindrücke sicherlich lange in Erinnerung behalten. Die Reifekammer, das Fleisch, das Konzept, die Küche und auch deine Mitarbeiter, alle haben mich beeindruckt. Ich bin sehr offen und zuvorkommend behandelt worden und durfte sogar ein Stück deiner Köstlichkeiten probieren und obendrauf hast du noch das handsignierte Buch gesetzt.

Ich kann einfach nur vielen, vielen Dank dafür sagen. Ich komme bestimmt wieder. Ganz bestimmt.  

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