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Beefscouts

Der Fleischblog

Lammkarree von Scotch Lamb

Alex geschrieben am 11.01.2017

Der heutige Testtag steht ganz im Zeichen des Lamms und wird sich in drei Berichte staffeln. Den Anfang macht heute das Lammkarree von Scotch Lamb g.g.A. Später werden weitere Bericht über Lammlachse und ein Stück Nackenfleisch, ebenfalls von Scotch Lamb g.g.A folgen. Alles drei Mitbringsel von unserem Besuch bei der Firma Albert Rauch GmbH. Dort waren wir im September zu einer Hausmesse geladen und durften vor Ort bereits einiges an Leckereien probieren. Wie berichtet, haben wir damals auch Fleisch mit nach Hause genommen um es unserem Testprogramm zu unterziehen. Unter anderem auch Lammfleisch von Scotch Lamb g.g.A. Den Anfang macht heute das Lammkarree.

Die Abkürzung oder das Label „g.g.A“ steht für geschützte geografische Angabe. Dieses Label garantiert hochwertiges Qualitätsfleisch von Tieren, die in Schottland geboren, aufgezogen und geschlachtet wurden. Die hohen Qualitätsstandards garantieren unteranderem, das zu jeder Zeit, von der Geburt des Tieres bis zur Weiterverarbeitung nach der Schlachtung, die artgerechte Haltung des Tieres, der Bauernhof, auf dem es lebt, sein Futter, sein Transport, seine Schlachtung sowie die Weiterverarbeitung regelmäßig und unabhängig nach den schottischen Qualitätsstandards für Fleisch geprüft wird. Kurzum eine Garantie für Herkunft und Qualität. Das ging es, nun zu überprüfen. Diesem Versprechen wollten wir mit dem heutigen Test nachkommen und uns selbst von der Qualität und dem Geschmack überzeugen. Klar hatten wir beim Messebesuch bereits kleinere Kostproben probieren dürfen, doch heute wollten wir das nach unserem Schema und unter unseren Testbedingungen nochmals nachhalten. Ohne Schnickschnack, ganz nüchtern, ganz pur.

Optisch betrachtet waren dieses Stücke Karree schon eine kleine Augenweide. Fleisch am Knochen macht optisch einfach immer was her. Ob das nun sinnig ist oder nicht, dazu nehmen wir später nochmals Stellung. Auf jeden Fall waren die Stücke sehr sauber zugeschnitten und haben nur kleinere weitere arbeiten unsererseits nötig gemacht. Das Fleisch hatte eine dunkelrote Farbe und war nur wenig intramuskulär marmoriert. Der Gesamteindruck war hier überzeugend und uns 9 von 10 möglichen Punkten bei der Optik wert.

Das Karree ist ein Cut aus dem Rücken. Durch einen relativ hohen Bindegewebsanteil gilt dieser Cut als besonders saftig. Schneidet man diesen in Scheiben, so erhält man die bekannten Koteletts und kann diese schön kurz braten. Wir haben uns aber dazu entschieden, die Karrees am Stück zu lassen und indirekt zu garen und erst danach auf zu schneiden. Dazu haben wir die Karrees bei ca. 90°C Umluft, auf mittlerer Schiene auf einen Grillrost, bis zu einer Kerntemperatur von 52°C ziehen lassen. Anschließend kamen diese dann nochmals kurz auf den Grill, um dem Fleisch ein paar Röstaromen zu verpassen. Das allerdings, gestaltete sich dann etwas schwieriger und zeigte einen klaren Nachteil der Knochen auf. Denn, durch die Knochen gab es kaum Kontaktfläche vom Fleisch zum Grill und wir mussten etwas hantieren, um das Fleisch ringsum mit Röstaromen zu versehen. Mit etwas Geduld hat aber auch das im Nachhinein ganz gut geklappt und unser Ergebnis war zufrieden stellend.

Wie bereits oben kurz angerissen, haben wir das Fleisch nach dem Grillen entlang der Knochen in mundgerechte Stücke aufgeschnitten. Und genau hier, zeigte sich ein Vorteil der Zubereitung am Knochen. Das war ein absolut geiles Handgefühl, dieses Fleisch als Häppchen am Knochen in den Mund zu führen und abzuknabbern. Das hat das Mundgefühl zusätzlich nochmals bestärkt. Der Geschmack war da fast etwas hintergründig, dennoch möchten wir wenigstens kurz drauf eingehen. Das Fleisch war, wie versprochen, zart und saftig. Es hatte einen sehr angenehmen Eigengeschmack mit einer leicht buttrigen Note. Klingt vielleicht etwas überdreht, aber wir würden sagen, hier konnte man die saftigen Wiesen Schottlands schmecken. Hier geben wir ebenfalls 9 von 10 möglichen Punkten in Sachen Geschmack.

UNSER FAZIT

Optik und Geschmack konnten uns auf jeden Fall schon mal überzeugen und regen definitiv zum Wiederholen an. In beiden Fällen geben wir 9 von 10 möglichen Punkten. Einen Punkt zusätzlich gibt es für die Aufzucht und Haltung der Tiere. Was bleibt, ist also nur noch der Preis. 49,90€ pro Kilo für ein tolles Produkt aus Schottland, ist das viel oder wenig? Im ersten Moment würden wir sicherlich kurz zusammen zucken und kurz schlucken, im zweiten dann aber damit übereinstimmen und den Preis bezahlen. Das ist ein Preis, den man für dieses Produkt aufrufen kann. Alles in allem sind wir sehr zufrieden und werden sicherlich zu Wiederholungstätern. 

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

9/10

Geschmack:

9/10

Preis/Leistung:

8/10

Gesamtwertung:

9,7/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Albert Rauch GmbH

Preis pro KG

49,90 €

Herkunft

Schottland

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