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Beefscouts

Der Fleischblog

Limousin Jungbullen Entrecote

Alex geschrieben am 01.05.2016

Wie wir ja bereits kurz berichtet hatten, haben wir ein 4-Kilo schweres Paket Rindfleisch von „geteiltes Fleisch“ erhalten. Darin enthalten war, unter anderem, dieses Jungbullen Entrecote von einem Limousin-Rind. Dieses, auch Ribeye genannte Stück Fleisch, haben wir nun getestet.

Geteiltes Fleisch ist eine Online Crowdbutchering Plattform. Das Prinzip dieser Plattform ist einfach erklärt. Beim Crowdbutchering schließen sich mehrere Personen zusammen, um sich das Fleisch eines Tieres zu teilen. Ist eine ausreichend große Menge an Teilnehmers erreicht, beginnen die Verantwortlichen mit der Auswahl eines geeigneten Tieres. Diese Auswahl erfolgt nach sehr strengen Auflagen und nur rund 5% des in Deutschland vertriebenen Rindfleisches kann den Qualitätsanforderungen von „geteiltes Fleisch“ gerecht werden. Dennoch gibt es bereits ein kleineres Netzwerk aus Züchtern und Höfen. Im Vordergrund steht immer der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen. Die Rinder stammen alle aus Mutterkuh- und Weidehaltung und werden ausschließlich aus Fleischtieren ausgewählt und nicht wie im Supermarkt oder Discounter aus Milchtieren. Nach der Schlachtung wird das Fleisch durch eine zwei- bis dreiwöchige Trockenreifung nochmals veredelt. Durch die dadurch entstehenden Enzyme lösen sich die Proteine und die Zellstruktur im Fleisch aus und machen es somit zart und einzigartig im Geschmack. Erst danach geht das Fleisch in den Versand. All das geschieht übrigens absolut transparent und 100% nach- und rückvollziehbar. Unser Fleisch zum Beispiel stammt von einem Limousin-Rind von einem landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Stelzel aus Mörsfeld.

Optisch machte dieses 225-g- leichte Stück auf jeden Fall schon mal ordentlich was her. Sicherlich war der Cut keine Schönheit, wie man sie üblicherweise kennt, dennoch ganz nett anzuschauen. Das Fleisch hatte eine sehr dunkle Farbe und war intensiv intramuskulär Fettmarmoriert. In der Mitte, eingeschlossen vom bindegewebsreichen Rippendeckel lag ein schöner, ausgeprägter Rib-Eye-Kern. Der Fettkern war farblich leicht gelblich und hatte eine weiche, leicht wabbelige Konsistenz.

Da das Fleisch relativ klein und dünn war, fiel die Wahl der Zubereitung relativ einfach aus. Das Fleisch wollten wir direkt und kurz grillen. 10 Minuten vor der Zubereitung hatten wir das Fleisch noch mit Flur de Sel gewürzt und leicht eingeölt. Dann ging es für 10 Minuten, unter ständigem drehen, auf den heißen Grill.  Das optische Ergebnis konnte sich doch schon sehen lassen.

Geschmacklich war dieses Fleisch für uns sehr überraschend. Wir hatten sicherlich schon schlechte Erfahrungen mit Jungbullen-Fleisch. In so jungen Jahren ist der Geschmack normalerweise noch nicht so ausgeprägt. Dieses Fleisch bewies aber genau das Gegenteil. Das Fleisch hatte bereits einen leicht ausgeprägten Rindgeschmack und war leicht buttrig. Der Biss war leicht fest, aber nicht zäh. Das Fett gab dem Ganzen eine leichte Süße hinzu. Wirklich schon sehr geschmackvoll.

Unser Fazit

Wir sind von diesem Fleisch heute sehr überrascht worden. Optisch war dieses schon sehr ansehnlich, aber geschmacklich wirklich noch mal mehr als von uns erwartet. Für Jungbullenfleisch schon äußerst ausgeprägt im Geschmack und mit toller intramuskulärer Marmorierung. Der Cut hatte sicherlich Luft nach oben und hätte etwas sauberer geschnitten sein können. Ansonsten können wir dem Fleisch aber nichts Negatives abgewinnen und nur positives berichten. Das Konzept und das Fleisch haben hier definitiv überzeugt.

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

7/10

Geschmack:

8/10

Preis/Leistung:

9/10

Gesamtwertung:

9,0/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Geteiltes Fleisch

Preis pro KG

21,25 €

Herkunft

Deutschland

Weitere Fotos


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