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Beefscouts

Der Fleischblog

Nackensteaks vom US Black Angus Rind

Alex geschrieben am 15.11.2017
  • US Black Angus Nackensteaks
  • von der Greater Omaha Packers Company
  • Cut aus dem Nackenbereich vom Rind
  • ausgeprägte Marmorierung durch Maisfütterung
  • gilt als ausgesprochen zart und saftig

Ich muss ja zugeben, dass ich in meinem Leben schon sehr, sehr viele Nackensteaks verputzt habe. Es gab in den letzten Jahren eigentlich keine Grillparty an die ich mich erinnern kann, auf der es keine Schweinenackensteaks gab. Auch zum heutigen Tasting gibt es wieder mal Nackensteaks. Doch dieses Mal sind die Umstände etwas anders, denn in diesem Tasting geht es nicht um den Klassiker des Schweinenackensteaks, sondern um Nackensteaks vom US Black Angus Rind. Das ist für mich immer noch was Neues. Deswegen bin ich auch schon sehr auf dieses Tasting gespannt. 

Ich meine, betrachten wir diese Nackensteaks mal ganz nüchtern, so bleiben es auf den ersten Blick erst einmal nur Nackensteaks wie Sie jeder halt kennt. Im ersten Moment erkennt man vielleicht auch kaum einen Unterschied zwischen Schweinenacken- und Rindernackensteaks. In beiden Fällen handelt es sich um einen dick und fett marmorierten Cut mit ausgeprägten intra- und extramuskulären Fettgewebe aus dem Nackenbereich des Tieres. Doch betrachtet man sich diese Rindernackensteaks mal genauer, lassen sich doch einige Unterschiede zum Schweinenackensteak ausmachen. Zum einen ist da natürlich die Größe vom Steak. Die Nackensteaks vom Rind sind natürlich wesentlich größer als die vom Schwein. Auch farblich ist ein Unterschied festzumachen. Während Schweinenackensteaks farblich eine eher hellere Fleischfarbe haben, so ist das Fleisch beim Rindernackensteak wesentlich dunkler. Das soll den optischen Eindruck keinesfalls schmälern, ganz im Gegenteil. Ich finde den Kontrast vom dunklen Fleisch und dem hellen Fettgewebe sogar sehr aufregend. Überhaupt muss ich sagen, dass diese Nackensteaks sehr aufregend waren und förmlich dazu animierten, gegrillt zu werden. Diese Steaks waren förmlich eine Augenweide und bekommen dafür zu Recht 9 von 10 möglichen Punkten in Sachen Optik. Hier gab es nix zu bemängeln. Das sah auch mein Mittester Felix so, obwohl das Fleisch seiner Meinung nach schon (fast) zu fett war. Deswegen gab es hier von Ihm einen Punkt Abzug bei der Optik.  

Bei der Zubereitung der Nackensteaks wollten wir heute mal einen etwas anderen Weg gehen als den sonst üblichen. Klar macht man Nackensteaks üblicherweise eigentlich auf dem Grill und nur auf dem Grill, doch wir wollten es heute einfach mal anders machen. Wir haben die Steaks erst Sous-Vide gegart und erst dann zum finishen auf den Grill gegeben. Durch das Sous-Vide-Garverfahren wollten wir versuchen, das Fleisch maximal zart zu bekommen. Ob uns das gelungen ist? Das erfahrt Ihr gleich im Anschluss. Doch zuvor möchte ich noch kurz auf die genaue Zubereitung eingehen. Nachdem wir das Fleisch vakuumiert hatten, haben wir es für 2,5 Stunden bei 52°C ins Wasserbad gegeben. Hier sollte das Fleisch schonend auf die gewünschte Kerntemperatur ziehen. Warum aber 52°C? Ganz einfach erklärt. Ihr müsst bedenken, dass das Fleisch beim anschließenden grillen noch etwas an Temperatur zunimmt und somit auch die Kerntemperatur noch steigt. Da wir ein Ziel von 54°C im Kern angepeilt hatten, haben wir die Steaks im Wasserbad halt nur auf 52°C Kerntemperatur ziehen lassen. So hatten wir bei der Zubereitung auf dem Grill noch etwas Spiel nach oben und das Fleisch sollte nach dem Grillen eigentlich auf dem Punkt sein. 

Jetzt also wieder zurück auf die Frage, ob unsere Vorhaben gelungen sind. Waren die Steaks wirklich zart und wie sah es mit der Kerntemperatur aus? Wir können Euch jetzt nicht sagen, wie die Temperatur im Kern zum Schluss genau war da wir sie nicht gemessen haben, aber wir können sagen, dass das optische Ergebnis genau unsere Erwartungen erfüllt hatte. Das Fleisch war nach dem ersten Anschnitt noch schön rosa im Kern, so wie die Beefscouts das mögen. Also zur zweiten Frage und die Antwort auf die Frage, ob dieses Fleisch zart war. An dieser Stelle ein ganz klares und aussagekräftiges "JA". Das Fleisch war echt Mega zart und saftig. Ob das nun am Sous-Vide-Garverfahren lag sei mal dahingestellt, aber es hat diese Tatsache sicherlich unterstützt. Wo das Sous-Vide-Garverfahren auf der einen Seite sehr unterstützend war, so war es auf der anderen Seite vielleicht auch etwas schädlich für den Geschmack. Im Detail meine ich damit den Geschmack vom Fett. Das Fleisch war wirklich super im Geschmack und hatte eine tolle Rindfleischnote, doch das Fett war geschmacklich eher flach. Das extramuskuläre Fettgewebe war irgendwie einfach nur wabbelig und hatte praktisch keinerlei Geschmack. Hier ist der Eigengeschmack vom Fett durch das Sous-Vide-Garverfahren sicherlich verloren gegangen. Ich bin mir da nicht ganz sicher, aber beim Fett hätten wir in Sachen Geschmack bei der reinen Zubereitung auf dem Grill sicherlich mehr rauskitzeln können. Davon bin ich überzeugt. Dennoch kommen wir in Sachen Geschmack auf ein gutes und solides Ergebnis von 8 von 10 möglichen Punkten. Das geht so vollkommen in Ordnung.

UNSER FAZIT:

Ein Nackensteak ist nicht gleich ein Nackensteak. Hier gibt es sicherlich große Unterschiede in Sachen Rasse und Herkunft. Über das heute getestete US Black Angus Rindernackensteak gibt es von unserer Seite aus aber nix zu bemängeln. Klar bleibt es in erster Linie einfach "nur ein Nackensteak", doch manchmal können auch so einfache Dinge wie ein Nackensteak überzeugen und beeindrucken. So war das auch heute der Fall. Hier passte sowohl das optische Erlebnis, als auch das geschmackliche Erlebnis. Auch wenn wir bei der Zubereitung vielleicht noch mehr an Potenzial hätten rauskitzeln können, so sind wir mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden. Mit einem Preis von 26,90€ das Kilo finden wir es zudem auch sehr erschwinglich. So ein Rindernackensteak, unserer Meinung nach das perfekte Steak für jede gemütliche Männerrunde und jeden Grillabend.   

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

9/10

Geschmack:

8/10

Preis/Leistung:

7/10

Gesamtwertung:

9,0/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Der Filetshop

Preis pro KG

26,90 €

Herkunft

Amerika

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