× Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung der Seite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Einzelheiten entnehmen Sie bitte den Datenschutzbestimmungen.

Beefscouts

Der Fleischblog

Outside Skirt-Steak

Alex geschrieben am 02.03.2016

Das Skirt-Steak oder auch Saumfleisch oder Kronfleisch genannt, ist heute immer noch eines der unbekannteren Cuts und wurde früher hauptsächlich als Suppeneinlage oder Gulasch verwendet. Erst ganz allmählich wird dieser Zuschnitt (Cut) populärer. Es ist ein stark beanspruchtes Muskelfleisch aus dem inneren Rippenbogen und daher sehr Geschmacks-intensiv. Es ist grobfasrig und hat eine feste Fleischstruktur. In unserem Fall hat es sich um ein deutsches Simmentaler Rind gehandelt.

Gefunden haben wir das Skirt-Steak auf der Seite von Sippel-Beef, einem Online-fleischversand aus dem Hesse-Land. Auf unserer Suche nach dem besten Fleisch sind wir nur durch Zufall auf der Seite gelandet, aber das dort abgebildete Bild des Cuts hat uns gleich angesprochen und neugierig gemacht. Deswegen haben wir auch nicht lange diskutiert, sondern gleich mal bestellt. Die Bestellung hier war total unkompliziert. Einfach kurz namentlich registrieren und schon ging es los mit der Bestellung. Die dort angebotenen Stücke sind vor konfektioniert und können einfach nach Wunsch ausgewählt werden. Wir haben uns hier für ein Skirt Steak mit einem Gewicht von 900 Gramm entschieden. Nach dem Abschluss der Bestellung erfolgt ein kurzer Anruf von Sippel-Beef, in dem wir einen frei wählbaren Lieferwunsch äußern konnten. Das Fleisch kam, wie verabredet, am gewünschten Tag. Gut gekühlt und frisch in einer Styroporbox an.

Auf den dargestellten Bildern im Onlineshop war gar nicht so richtig zu erkennen, wie das Fleisch optisch wohl aussehen würde. Aber genau das hat uns so neugierig gemacht und mit einem Preis von gerade mal 16,50€ pro Kilo war es uns ein Versuch wert, dieses Fleisch zu probieren. Und dann kam auch der Hammer. Wir haben die Verpackung aufgeschnitten und dachten anfangs, wir hätten es mit einem kleinen Lappen zu tun, ähnlich wie dem des Flank-Steaks. Was wir da aber aus der Tüte gezogen haben, war der Hammer.

Stolze 80cm 

Damit hatten wir nicht gerechnet. Wir waren ja sowas von beeindruckt, von dem was wir da in der Hand hatten. Das war ein, sage und schreibe, 80cm langer Lappen.  Der war fast halb so lang, wie ich und Chris groß. Der Knaller. Was ein Lappen. Hier konnten wir gar nicht anders, und mussten die Optik mit neun Sternen bewerten. Ein toller erster Eindruck. Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass das Fleisch zwar wirklich eine beachtliche Länge hatte, dafür aber auch nur sehr dünn war. Das Licht schimmerte hier an der einen oder anderen Stelle durch. Das Fleisch hatte eine dunkel rote Farbe und eine durchgehende und intensive intramuskuläre Fettmarmorierung. Dazu kam ein auffällig intensiver Geruch, der uns ein wenig an Bacon erinnerte.

Auch von der Seite ein schönes Stück 

Über die Garmethode brauchten wir uns hier nicht viel Gedanken zu machen. Das Fleisch war so dünn, das für uns nur eine Garmethode in Frage kam, Kurzbraten. Natürlich haben wir auch das Fleisch vor Zubereitung erst einmal auf Raumtemperatur gebracht und nicht gleich nach Entnahme des Kühlschranks in die Pfanne gehauen. Nur haben wir hier natürlich nicht so lange warten müssen, da das Fleisch ja nur sehr dünn war. Nach ca. 1 Stunde hatte das Fleisch ausreichend Raumtemperatur angenommen und war fertig zur Zubereitung. Das dünne Fleisch hat die Zubereitung wirklich vereinfacht. Hier gab es keinen Fettdeckel und kein rechts oder links. Auch ein Thermometer war hier zum Messen der Kerntemperatur nicht von Nöten. Einfach kurz, aber scharf von beiden Seiten anbraten. Auch nicht zu lange. Wir haben es maximal 70 Sekunden von beiden Seiten angebraten. Danach das Fleisch noch kurz ruhen lassen, fertig. Viel Spaß beim Genießen!

Kommen wir also zum Geschmack und zum genussvollen Teil unseres Tastings. Nachdem wir ja bereits einen leichten, Bacon-ähnlichen Geruch vor der Zubereitung feststellen konnten, können wir sagen, dass sich dieser Geruch auch in dem Geschmack wieder spiegelte. Das Fleisch hatte einen süßlichen Geschmack mit einer dezenten Rindfleischnote. Der süßliche Part ging hier sicherlich vom intramuskulären Fettanteil aus. Ähnlich wie Bacon schmeckten wir hier aber auch eine leicht salzige Note. Die Konsistenz war leicht festlich. Geschmacklich auf jeden Fall eine super Kombination.

Unser Fazit

Fällt hier kurz aber knackig aus. Bei diesem Fleisch passten Optik, Haptik, Geruch und Geschmack einfach hervorragend zusammen. Dieses Fleisch wäre auf jeder Grillparty ein echter "Eyecatcher". Obendrauf kommt ein Preis von 16,50€ pro Kilo. Leider geil.

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

9/10

Geschmack:

8/10

Preis/Leistung:

9/10

Gesamtwertung:

8,7/10

Gekauft bei

Sippel-Beef

Preis pro KG

16,50 €

Herkunft

Deutschland

Weitere Fotos


Das könnte Sie auch interessieren