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Beefscouts

Der Fleischblog

Produkttest: Clatronic Fleischwolf

Alex geschrieben am 17.02.2016

In diesem Bericht sind die Beefscouts nicht als Fleischverkoster unterwegs, sondern als Produkttester. Wir haben heute den elektronischen Fleischwolf FW 3151 der Firma Clatronic getestet. Ob dieser für einen Preis von 33,99€ sein Geld wert war?

Auf den ersten Eindruck nach dem auspacken wirkte das Gerät erst einmal relativ einfach. Ein großer grauer Plastikkasten mit einer verchromten Abdeckung.  Ein verchromter Metallhals, das verchromte Metall-Einfülltablett und die verchromte Metall-Schnecke werteten diesen grauen Kasten jedoch optisch etwas auf. Zum Lieferumfang des Gerätes gehörten dazu noch 3 Stahl-Lochscheiben, ein Edelstahlmesser, ein Gebäckaufsatz, ein Wurstfüller-Aufsatz und ein Kebbe-Aufsatz jeweils aus Plastik. Sicherlich einiges an Zubehör, jedoch auch wieder optisch mit nicht so gutem Eindruck. Auch der Geruch dieses Gerätes fiel negativ auf.  „Habt ihr schon mal so richtig billiges Plastik aus Fernost in der Hand gehabt und dran gerochen? Ein wenig so roch auch das Gerät.“  Aber wie auch bei unseren Fleischtastings gilt hier, Optik ist schön und gut, entscheidend ist aber die Leistung. Also lasset uns mit dem Aufbau und dem Testen beginnen.

Der Aufbau dieses Gerätes war wirklich simpel und einfach. Dieser war sogar ohne einen Blick in die Bedienungsanleitung zu schaffen. Als erstes muss der Metallhals auf das Gerät aufgesetzt werden. Er wird mittels einer Schraube im Gerät fixiert. Anschließend wird die Metall-Schnecke in den Metallhals eingesetzt. Auch sie wird wieder mittels Sechskant-Verschluss in der Schnecke fixiert, sodass hier eine feste Verbindung entsteht. Nun wird das Edelstahl-Messer aufgesetzt. Im nächsten Schritt müsst Ihr nun entscheiden, welchen Aufsatz ihr verwenden wollt, natürlich abhängig von dem was Ihr machen möchtet. Wir haben uns für die mittlere der drei Lochscheiben entschieden. Die Lochscheibe wir vor das Messer gesetzt und durch den Drehverschluss gesichert. Dann noch das Fülltablett oben drauf, FERTIG! Und schon kann es mit der Fleischverarbeitung losgehen.

Stück für Stück zusammengesetzt

Für unseren ersten Test haben wir entschieden, Burger-Patties zu machen. Bei der Bedienung des Gerätes konnten wir auch nicht viel falsch machen. Lediglich ein Vorwärts- und ein Rückwärtsgang machten die Bedienung wirklich simpel. Doch beim Einschalten des Gerätes erst einmal ein kurzes Zucken. Wow, ist das laut, laut wie ein Staubsauger. Ein Blick in die Bedienungsanleitung: 70 db ! 70 Dezibel ! Die 550 Watt Leistung machten hier schon ziemlich lärm. Jetzt wollten wir natürlich wissen, ob der Fleischwolf die Leistung „auch auf die Straße bringen kann!“, also rein mit dem Fleisch. Und ja, dieser Fleischwolf hat seine Leistung gebracht. Das hat uns jetzt wirklich positiv überrascht. Innerhalb von wenigen Minuten waren 1 Kilo Fleisch verarbeitet. Ohne mit der Wimper zu zucken, ohne zu stocken und ohne Leistungsschwankungen hat der Fleischwolf das Fleisch mühelos verarbeitet. Das ging sehr einfach. Diesen Test hat der Fleischwolf mit Bravur bestanden. Jetzt kommt aber das große ABER. Die Leistung sollte hier nicht länger wie 10 Minuten am Stück abgerufen werden. So steht es in der Bedienungsanleitung und daran sollte man sich auch halten. Der Motor wurde während der Nutzung definitiv warm und wieder kam ein, doch sehr eigenartiger, Geruch auf.

Unser Fazit

Das Gerät macht optisch jetzt sicherlich keinen hochwertigen Eindruck, das muss es auch nicht, aber technisch funktioniert dieses einwandfrei und wirklich tadellos. Wir sind von der Funktion des Gerätes überzeugt worden, denn es hat seinen Zweck, Fleisch zu zerkleinern, zu 100% erfüllt. Und genau darum geht es auch bei diesem Gerät. Wer sich an die Bedienungsanleitung hält, und das Gerät nicht länger als 10 Minuten am Stück nutzt, der macht hier wirklich einen guten Deal. Für 33,99€ kann man sicherlich nichts falsch machen. 

 Nachtrag vom 11.03.2016:

Leider müssen wir heute unsere Aussage zu dem positiven Fazit des Gerätes revidieren. Bereits nach 3 Wochen regelmäßigem Gebrauchs, weist das Gerät erste Mangelerscheinungen auf. Die anfangs vorhandene Euphorie ist deutlich verflogen und das Gerät ist bereits nach der dritten Woche im Gebrauch durch Uns entsorgt worden. Eine weitere Arbeit mit diesem Gerät war für uns nicht mehr tragbar. Warum? Dies hatte zwei Gründe:

Zum einen: Irgendwie hat die Schnecke vom Fleischwolf nicht richtig funktioniert. Es wurde immer ein winzig kleiner Teil des Fleisches in das Gerät gefördert. Das ist schwer zu erklären, dennoch versuchen wir es. Normalerweise sollte die Schnecke das Fleisch nach draußen befördern, zum Beispiel Richtung Wurstfüller etc. Irgendwie, wir können uns nicht erklären wie, wurde aber immer ein Teil des Fleisches in das Geräte-innere befördert. Dies ist uns allerdings erst nach der dritten Nutzung aufgefallen. Nicht gerade hygenisch. Dies ist uns nur durch Zufall aufgefallen. Das Innere war schon leicht mit Schimmel befallen. Keine hygienisch einwandfreie Sache.

Fleisch-Reste im Gerät

Zum zweiten: Haben sich die Lochscheiben durch das Messer abgerieben. Durch die Bauweise hat das Messer an den Lochscheiben einen Abrieb produziert. Dieser Abrieb hat sich dann in unserem Hack wieder gefunden. Die Spuren des Abriebs waren deutlich auf der Scheibe zu sehen.    

Abrieb an der Scheibe. Die Überreste fanden sich im Gehackten wieder.

Irgendwo mussten sich bei dem Preis ja qualitative Mängel auftun. Schade drum. Die guten ersten Eindrück wurden voll und ganz zerstört. Dieses Gerät war unserer Meinung nach nicht mehr tragbar und hatte nur noch die Entsorgung verdient. Damit wollten wir keine weiteren Experimente mehr durch führen. 

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