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Beefscouts

Der Fleischblog

Rehrücken

Alex geschrieben am 25.11.2015

In diesem Tasting wollten wir uns mal mit dem Thema "Wildfleisch" beschäftigen. Nachdem wir ja nun schon beobachten durften, wie unser Freund Marc Podubrin vom SoJos Schwelm ein Reh zerwirkt hatte, wollten wir dieses Fleisch nun natürlich auch einmal probieren. Es sollte das erste mal in unserem beider Leben sein, das wir Wildfleisch essen würden. Dazu haben wir uns diesmal Filetsücke aus dem Rehrücken besorgt. Zu dem Fleisch kann ich euch gar nicht viel Informationen geben. Das Tier wurde regional in freier Wildbahn von unserem Händler geschossen und zerwirkt. Also kein typisches Gatterwild welches eingezäunt gehalten wurde, sondern ein reines Naturprodukt aus freier Wildbahn. Die Filets waren dünn und hatten eine sehr dunkle Fleischfarbe, typische Kennzeichnung für Wildfleisch. Das Fleisch wies weder einen Fettdeckel noch eine Fettmaserung im inneren auf. Ein absolut zartes Stück Fleisch.

Auf Anraten unseres Händlers haben wir uns für die indirekte Zubereitung entschieden. Dazu haben wir die Filets auf einem Gasgrill heiß in der direkten Grillzone von allen Seiten scharf angebraten. Anschließend haben wir die Filetstück in die indirekte Zone des Grills gegeben und die Temperatur des Grills insgesamt reduziert. Eines der Filetstücke haben wir dann mit einem Fleischthermometer versehen und eine Zieltemperatur von 70°C anvisiert. Das Fleisch konnte in der indirekten Zone also langsam vor sich hin garen. Als die gewünschte Temperatur dann erreicht war, haben wir die Stücke nochmals kurz auf der direkten Zone angebraten, um dem Fleisch weitere Röstaromen zu verleihen.

Der erste Anschnitt ließ gleich Gutes erahnen und wir hatten das Gefühl, das diese Filets perfekt gelungen waren. Das Fleisch ließ sich butterweich schneiden. Mit einem Happs waren die Stücke dann auch gleich im Mund verschwunden. Auch wenn wir den Geschmack vorher nicht kannten, so schmeckte es nach einem natürlichen Wildgeschmack. Das Fleisch war absolut zart und saftig. Perfekt gelungen, optisch wie geschmacklich.

Unser Fazit

Natürlich ist Wild erst einmal nicht jedermanns Geschmack. Ich hatte bevor ich dieses Fleisch probiert habe auch erstmals immer eine Ablehnung gegenüber Wild, aber ich kann sagen: Dieses Stück Wild hat uns beide überzeugt. Ein absolut zartes, geschmacklich gutes Stück Fleisch. Dafür wird allerdings auch ein Preis von 39€ / KG fällig. Dafür beruhigt es das Gewissen, ein rein biologisches, örtliches Naturprodukt zu bekommen. Also probiert es aus, wir haben es getan und sind begeistert.

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

7/10

Geschmack:

7/10

Preis/Leistung:

9/10

Gesamtwertung:

8,7/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Sojos Feinkost

Preis pro KG

39,00 €

Herkunft

Deutschland

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