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Beefscouts

Der Fleischblog

Scotch Beef Bavette

Alex geschrieben am 02.11.2016

Unseren ersten Kontakt mit Scotch Beef g.g.A. hatten wir auf dem Grillcamp 2016 in Hamburg. So begeistert von dem Fleisch damals, wollten wir dieses unbedingt auch zu Hause in einem "Beefscouts Tasting" probieren und bewerten. Heute war es dann so weit. Wir präsentieren Euch hier ein Stück Bavette vom Schottischen Weideochsen.

Da dieses Fleisch im Moment noch nicht so ganz einfach zu bekommen ist, haben wir unseren Kontakt vom Grillcamp 2016 in Hamburg genutzt, Peter Toholt. Diesen haben wir angeschrieben und um eine Lösung gebeten, wo wir dieses Fleisch den herbekommen. Peter hat uns diesbezüglich die Daten von „Dirk Bußmann“ von der Firma „Albert Rauch GmbH“ übermittelt. Nach einer kurzen E-Mail und unserer Interessenbekundung an diesem Fleisch, bekamen wir dann auch relativ schnell Antwort und eine Einladung zu Dirk Bußmann nach Hause.

Bei diesem Besuch bei Ihm zu Hause in Bochum hat er uns dann zur Probe ein Stück Bavette vom Scotch Beef mitgegeben. Dieses Stück Bavette haben wir heute dann endlich getestet. Nach unseren doch wirklich „sehr positiven“ Erfahrungen aus dem Grillcamp mit Fleisch von "Scotch Beef g.g.A", waren wir wirklich gespannt ob das Fleisch auch heute das halten würde, was wir damals auch nur ansatzweise schon schmecken konnten. Unsere Vorfreude und unsere Erwartungen beruhten hier bereits auf unseren Erfahrungen aus dem Grillcamp 2016 in Hamburg und sollten hier unserem Wunsch zu folge, mindestens erfüllt werden. Bei dem was uns Dirk allerdings mit nach Hause gegeben hatte, traten bereits die ersten Fragen nach dem auspacken des Fleisches auf. Auf einem Etikett an der Seite war nur noch so ganz leicht zu erkennen, das dort Bavette gedruckt stand. Laut Aussage von Dirk, sollte es sich eigentlich um ein Flanksteak handeln. Guckt euch aber mal die Fotos im gefrorenen Zustand an. Hier hat es sich einfach um einen riesigen gefrorenen Klumpen gehandelt. Hier hätten wir und sicherlich auch Ihr niemals erraten, um was für einen Cut es sich gehandelt hat. Auch nach dem auspacken und dem ausbreiten auf der Arbeitsfläche, war im ersten Augenblick nicht zu erahnen, um was für einen Cut es sich gehandelt hat.

Was uns hier vorlag, war ein 50cm langer Lappen. Ästhetisch gesehen überhaupt nicht ansprechend. Lange, grobe, dünn-verlaufende Fleischfasern, flach, mit relativ vielen Fetteinschlüssen. Hier war gar nicht so genau zu erkennen, ob es ich hier um intra- oder extramuskuläres Fett gehandelt hat. Die Fleischfasern waren einfach so grobfaserig, dass es einfach nicht klar zu erkennen war. Aber genau diese unruhige, ungleichmäßige, kantige und zugleich charismatische Form machte dieses Stück Fleisch so sehr interessant. Dieses Stück Fleisch war entgegen den handelsüblichen Cuts so gar nicht aalglatt sondern eher total chaotisch und unstrukturiert. Ein tolles Stück Fleisch und wirklich toll anzusehen. Das Fleisch hatte optisch gesehen einen tollen Charakter und damit zu Recht 8 von 10 Punkten erreicht.

Natürlich war die Zubereitung hier nicht ganz so leicht und klar und auch wir mussten hier so einige Überlegungen zur Zubereitung treffen. Das Fleisch war so ruppig und so voller Charakter, das hier unserer Meinung nach keine allgemein-lösliche Zubereitungsmethode passte. Letzten Endes sind wir dann aber zu dem Entschluss gekommen, das Fleisch scharf an zu braten und dann immer wieder auf der Grillfläche zu wenden. Das haben wir 10 Minuten lang dann wiederholt, bis wir das Fleisch dann in die Ruhephase gegeben haben. Hier sollte das Fleisch nach der Zubereitung dann nochmals für mindestens 5 Minuten ruhen und erst danach dann zugeschnitten werden. Das Fleisch sollte dann entgegen dem Faserverlauf aufgeschnitten werden. Durch diese Schnitttechnik verbleiben die Fleischfasern immer kurz und das Fleisch somit zart und saftig. Kürzere Fleischfasern bedeuten auch immer einen feineren Biss. "Also denkt dran, das Fleisch immer entgegen der Fasern auf zu schneiden."

„Aber, wie war es denn jetzt geschmacklich?“ fragt Ihr euch jetzt sicherlich. Wir hatten ja bereits unsere ersten Erfahrungen mit "Scotch Beef g.g.A" auf dem Grillcamp in Hamburg gemacht. Eine leise Vorahnung was uns erwarten sollte, hatten wir also ja. Aber dieser Geschmack von diesem Cut war mit dem von damals nicht zu vergleichen. Während die Stücke vom Grillcamp zumeist eher aus dem Rückenbereich stammten, war dieser Cut, die Bavette, eher aus dem Bauchbereich. Das Fleisch hier hatte einen ganz anderen Geschmack als wir Ihn in Erinnerung hatten. Das Fleisch vom Grillcamp war unserer Erinnerung nach eher intensiv im Geschmack. In diesem Test war das ganz anders und das Fleisch hatte eine eher milde Rindfleischnote. Diese war auf jeden Fall kernig aber zugleich auch sehr süßlich im Abgang. Ein krasser Kontrast zu den Stücken aus dem Grillcamp. Das war doch sehr überraschend. Das Fleisch selbst hatte einen festen Biss, dennoch auch irgendwie eine weiche Konsistenz. Auf jeden Fall war es insgesamt aber sehr, sehr saftig und das auf dem gesamten Stück. Wir hatten zwar unterschiedliche Garstufen, im flacher Teil war das Fleisch eher durch, im dicken Teil eher leicht rosa, dennoch war da Fleisch durchgehend super saftig. Der Garpunkt kann hier also vernachlässigt werden.

UNSER FAZIT

Sowohl der Cut, als auch der Geschmack vom Fleisch waren definitiv überraschend. Eine echte Wundertüte. Optisch im rohen Zustand rabiat, kein ästhetisch schöner Cut, aber mit sehr viel Charisma. Geschmacklich definitiv ´ne Wucht und klar zu empfehlen. Dazu kommt ein uns genannter Preis von 15,90€ je KG. Das ist der Hammer. Davon wollen wir auf jeden Fall mehr haben, definitiv.

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

8/10

Geschmack:

8/10

Preis/Leistung:

10/10

Gesamtwertung:

9,7/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Albert Rauch GmbH

Preis pro KG

15,90 €

Herkunft

Schottland

Weitere Fotos


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