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Beefscouts

Der Fleischblog

Skirtsteak vom Duroc Schwein

Alex geschrieben am 25.04.2018
  • Skirt Steak oder auch Kronfleisch genannt
  • Cut aus dem Zwerchfell vom Schwein
  • stark belasteter Muskel
  • Fleisch vom Duroc Schwein aus eigener Zucht
  • 4 Wochen wet aged

Alleine wenn ich schon diese Überschrift lese fangen meine Augen an zu funkeln. Der Cut an sich schon, also das Skirtsteak, gehört auf jeden Fall in meine persönliche „Top 5 Liste meiner Lieblingscuts“. Nun darf ich diesen Cut endlich auch mal vom Schwein probieren. Ich freu mich bis über beide Ohren. Auch, dass ich Euch davon erzählen darf.

Irgendwie kann ich es immer noch nicht so recht glauben, dass ich Euch von einem Skirtsteak von einem Duroc Schwein berichten darf. Auch nicht nach dem Bericht letzte Woche über das Flanksteak vom Duroc Schwein. Ich muss mir da wirklich immer noch verwundert die Augen reiben und möchte das eigentlich auch nur sehr ungerne nochmals wiederholen, aber bis vor einigen Wochen waren mir diese Cuts wirklich noch unbekannt. Nicht weil ich mir nicht denken konnte, dass es solche Cuts auch vom Schwein gibt, sondern einfach, weil ich solchen Cuts vom Schwein vorher noch nie begegnet war.

Erst das „Unboxing der Lieferung von der Metzgerei Gränitz“ Ende Februar hat mich darauf aufmerksam gemacht, das es Cuts wie das Flanksteak, dieses Skirtsteak oder auch das Flat Iron Steak vom Schwein gibt. Ich betrete mit diesen Berichten also mir total unbekanntes Terrain und das bereitet mir einen riesen Freude. Wirklich, ich freue mich richtig auf diese neuen Cuts. Nachdem Bericht letzte Woche vom Flanksteak vom Duroc Schwein, hoffe ich aber, dass hier nochmals eine Steigerung drin ist. Das Flanksteak war für den Anfang schon ganz ok, doch vom Skirtsteak erwarte ich mir einfach noch ein bisschen mehr.

Ich liebe diesen Cut einfach. Das ist so ein richtiges Charakterstück. Wild, ungezähmt und so fern ab der sonst so aalglatten Cuts. Das hebt sich einfach von allem ab und sticht in der Masse einfach hervor. Ich denke, dass ich das zurecht auch von diesen drei Stücken hier behaupten kann. Alleine die Form von diesem ellenlangen und schmalen Cut. Vom Faserverlauf her so grob und irgendwie auch so unverarbeitet und damit einfach nur naturbelassen. Ich merkt schon, da flippe ich einfach aus. Für mich gibt es hier in Sachen Optik dafür tolle acht Punkte.

Natürlich interpretiert das jeder anders, auf seine Art. Das war tatsächlich auch bei uns mal wieder der Fall. Für Felix zum Beispiel, war das auf den ersten Blick unverarbeitetes Hack. Ich meine, mit dieser Aussage hat er ja gar nicht so Unrecht. Immerhin wurden solche Cuts früher tatsächlich nur zu Hack verarbeitet und fanden keinerlei Beachtung. Dennoch war auch Er bereit, sieben Punkte dafür zu geben.

Und Chris. Der hat das auch wieder anders interpretiert. Für Ihn war dieses Skirtsteak sehr unruhig, grob marmoriert und nicht gerade ansehnlich. Deshalb gab es für Ihn in Sachen „Optik“ tatsächlich nur sechs Punkte.

So unterschiedlich fallen unsere Meinungen manchmal aus. Dennoch ergibt sich daraus eine solide Punktzahl von sieben Punkten im Schnitt für die Bewertung der Optik. Für mich persönlich dennoch ein sehr gutes Ergebnis. Auf jeden Fall eines, mit dem ich Leben kann. Ich respektiere die Meinung meiner beiden Mittester natürlich und bin immer froh, wenn Sie mir bei den Tastings mit Rat und Tat zur Seite stehen. Bei der Bewertung und bei der Zubereitung sind Chris und Felix immer ein Teil der Beefscouts.

Apropos Zubereitung. Wie auch schon bei dem Tasting des Flanksteaks letzte Woche, haben wir das Skirtsteak in der Pfanne zubereitet. Hier mussten wir leider nämlich improvisieren. Da wir das Tasting des Flanksteaks, des Skirtsteaks und des Flat Iron Steaks vom Duroc Schwein alle an einem Tag gemacht haben und mir das Gas ausgegangen war, blieb uns hier leider nichts anderes übrig.

Warum schreibe ich leider? Einfach weil ich diese Skirtsteaks sehr gerne auf dem Grill zubereitet hätte. Schon alleine wegen Ihrer Länge von fast 50 cm das Stück. Wäre optisch einfach schöner gewesen, sie am Stück zuzubereiten. So mussten wir wie gesagt umdisponieren und die Stücke in der Pfanne zubereiten und um das zu ermöglichen, musste ich die Stücke leider in pfannengerechte Steaks portionieren. Somit ging der imposante Eindruck der Länge natürlich verloren.

Die Zubereitung selbst war dann aber wieder ein Kinderspiel. Dadurch das die Cuts so sehr dünn waren, reichte es einfach die Steaks scharf anzubraten, zwei, drei Mal zu wenden und dann kurz ruhen zu lassen.

Da die Qualität hier die Gleiche war wie beim Flanksteak scheue ich mich auch nicht davor zu sagen, dass dieses Schweinefleisch hier auch gerne wieder rosa serviert werden darf. Bei der hochwertigen Qualität ist das kein Problem.

Nun zur Bewertung des Geschmacks. Hier freue ich mich ganz persönlich doll sagen zu dürfen, dass diese Skirtsteaks unseren Geschmack voll getroffen haben. Im Gegensatz zum Flanksteak von letzter Woche war der Geschmack hier deutlich ausgeprägter. Wir wollen jetzt keinen Vergleich zwischen beiden Cuts ziehen, doch das viel einfach direkt nach dem ersten Biss auf. Diese Skirtsteaks hatten einfach viel mehr Power und einen deutlich ausgeprägten Schweinegeschmack. Auch das Fett war hier deutlich wahrnehmbarer. Das war einfach viel süßlicher und wirklich wunderbar buttrig weich. Die dicken Fettabdeckungen hatten zudem eine wirklich tolle Konsistenz und genau den richtigen Geschmack.

Von mir und Felix gab es dafür in Sachen „Geschmack“ acht von zehn möglichen Punkten. Chris legte sogar noch einen drauf und vergab für den Geschmack sogar neun Punkte.

Erfreulich auch, dass dieses Skirtsteak sogar günstiger ist als das Flanksteak. Während das Flanksteak 30€ das Kilo kostet, liegt das Skirt bei nur 23,90€. Ein Preis, der schon deutlich versöhnlicher ist. Auch, weil das Fleisch hier viel intensiver war.

UNSER FAZIT:

Mit diesem Skirtsteak vom Duroc Schwein sind wir sehr zufrieden. Optisch hat es in unserem Tasting nicht unbedingt jedem gefallen. Das respektiere ich, empfinde es aber auch als nicht ganz so wichtig. Wir alle mögen es, wenn ein Stück Fleisch gut aussieht. Das Auge ist ja schließlich mit. Doch entscheidender ist der Geschmack und in diesem Punkt waren wir uns wieder alle drei einig. Der war wirklich sehr hervorragend. Das würden wir auf jeden Fall wieder essen.

 

„Zu Informationszwecken führe ich die Links der Firmen, die in diesem Beitrag genannt wurden, im Anschluss an diesen Text unten auf“

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

7/10

Geschmack:

8/10

Preis/Leistung:

7/10

Gesamtwertung:

8,3/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Metzgerei Gränitz

Preis pro KG

23,90 €

Herkunft

Deutschland

Weitere Fotos


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