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Beefscouts

Der Fleischblog

Solomillo Ibérico Filet

Alex geschrieben am 28.10.2015

Um mal wieder ein wenig Abwechslung ins Spiel zu bringen, haben wir heute mal wieder Schweinefleisch getestet. Wir haben uns diesmal für ein Filet vom spanischen Ibérico Schwein entschieden. Das spanische Ibérico Schwein ernährt sich hauptsächlich von Eicheln und frischem Gras. Das wirkt sich positiv auf den intensiven Fleischgeschmack dieses Schweines aus. Das Filet ist ein länglicher Muskelstrang aus dem Lendenbereich vom Schwein und gilt als sehr zart und mager. Unser Fleisch hatte eine eher ungewöhnliche dunkelrote Färbung, welche eigentlich eher untypisch ist für Schweinefleisch.  Auch eher untypisch war die sehr ausgeprägte intensive Fettmarmorierung für Filetfleisch. Normalerweise ist ein Filet ja eher mager. Nachdem späteren Anschnitt zeigte sich allerdings, dass das Filet nur äußerlich so stark Fett marmoriert war, innerlich war es Filet typisch mager und mit nur sehr geringem Fettanteil.

Da wir beim "Ibérico Presa Belotta" bereits gute Erfahrungen mit der Zubereitung auf einer extra angerichteten indirekten Zone hatten, entschieden wir uns, diesen Aufbau auch für das heutige Fleisch nachzubauen. Dazu haben wir eine geschlossene Aluschale mit Wasser befüllt und mit einem Edelstahlrost abgedeckt. Auf diesem sollte das Fleisch dann später indirekt garen. Dies hat zum einen den Vorteil, dass das Fleisch nicht direkt auf der Grillfläche liegt, sondern schön indirekt garen kann, zum anderen trägt das verdampfende Wasser dazu bei, dass das Fleisch schön saftig bleibt und nicht austrocknet. Bevor wir das Fleisch zubereitet haben, haben wir es natürlich erst einmal wieder auf Zimmertemperatur gebracht. Den Gasgrill haben wir auf volle Pulle vorgeheizt. Die Grillfläche vom Grill sollte mindestens 220°C heiß sein. Nur dann können sich die Fasern schnell schließen. Da das Filet sehr fettig war, war keine weitere Vorbereitung nötig. Als der Grill dann die gewünschte Temperatur erreicht hatte, haben wir das Filet von allen Seiten kräftig auf dem Grillrost angebraten. Nach dem Anbraten haben wir die Brenner vom Grill herab gedreht und unseren Aufbau mit Aluschale und zweitem Grillrost auf den Grill gebracht. Der Grill hatte nun noch eine Temperatur von 120°C. Das Filet haben wir dann auf den Rost auf der Aluschale gelegt und mit einem Fleischthermometer versehen. Unsere Zieltemperatur war 55°C. Da das Filet nur sehr dünn war, war die Kerntemperatur von 55°C bereits nach ca. 40 Minuten erreicht und wir konnten das Filet vom Grill nehmen. Danach haben wir das Filet dann mit Alufolie abgedeckt, um es nochmals für fünf Minuten ruhen zu lassen. Dadurch kann die Kerntemperatur noch etwas ansteigen.

Äußerlich war das Filet sehr gut angebraten und hatte ein schönes Rautenmuster durch den Grill bekommen. Innerlich präsentierte sich uns nach dem ersten Anschnitt eine angenehme rosa Färbung. Auch zeigte sich, das die intensive Fettmarmorierung nur äußerlich war. Innerlich war das Filet absolut mager uns sehr feinfaserig. Der Geschmack war typisch eines Filets mit einem dezent-kernigem Geschmack. Sehr zart. Das Fett war relativ geschmacksneutral und kaum zu schmecken.

Unser Fazit

Dafür das unser Filet äußerlich sehr fett wirkte, hatte es einen zarten buttrigen Filetcharakter. Ein gutes Stück Schweinefilet ohne den erhofften WOW-Effekt. Die tolle Optik und der Name Ibérico haben einfach mehr erwarten lassen.        

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

7/10

Geschmack:

6/10

Preis/Leistung:

7/10

Gesamtwertung:

6,7/10

Gekauft bei

Laden im Kölner Süden

Preis pro KG

23,90 €

Herkunft

Spanien

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