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Beefscouts

Der Fleischblog

T-Bone Steak von Oberlecker

Alex geschrieben am 04.10.2017
  • Rasse: Rind, Limousin Kreuzung 
  • Färse, 2 Jahre
  • Extensive Weidehaltung: 2 Jahre ganzjährig auf der Insel Görmitz
  • geschlachtet per Weidetötung
  • T-Bone Steak
  • 29 Tage Dry am Knochen

Wisst Ihr, dieses T-Bone Steak hier von Oberlecker, habe ich doch tatsächlich bereits über ein halbes Jahr in meiner Tiefkühltruhe. Genau genommen, befindet sich dieses T-Bone Steak bereits seit dem 29.03.2017 in meinem Besitz. Doch ich habe es erst heute geschafft, das Stück endlich mal ins Tasting aufzunehmen. Was in der Zwischenzeit schon so alles passiert ist und wie das Tasting verlaufen ist, das erfahrt Ihr im nachfolgendem Bericht.

Wer meinen Blog regelmäßig verfolgt, der hat sicherlich mitbekommen, dass ich im Juni eine lange Rundreise durch Deutschland gemacht, natürlich getreu meinem Motto „Immer auf der Suche nach dem besten Fleisch!“ Auf meiner Reise durch Deutschland habe ich unterwegs auch Halt in Rostock gemacht und dabei Laura Gertenbach von Oberlecker besucht. Unter dem Bericht „Zu Besuch bei Oberlecker“ findet Ihr alle wichtigen Infos zu meinem Besuch. Diese möchte ich Euch an dieser Stelle nicht noch einmal aufzählen. Deswegen möchte ich noch weiter vorweggreifen und Euch nochmals vom ersten Kontakt mit Laura erzählen. Laura ist auf mich über diverse Plattformen aufmerksam geworden und hatte meinen Blog schon lange Zeit zuvor auf dem Schirm. Deshalb erhielt ich bereits Ende 2016 eine E-Mail von Ihr mit einer Anfrage, ob ich nicht Lust hätte, Fleisch von Oberlecker zu probieren. Nach einigen folgenden Telefonaten und Mails waren Laura und Ihr Projekt von „Oberlecker“ mir wirklich schnell ans Herz gewachsen. Was mich an diesem Projekt besonders interessierte war, dass die Tiere bei Oberlecker als Wildtiere gehalten werden, also praktisch 365 Tage im Jahr draußen auf der Weide stehen. Die Tiere gelten dadurch als Wildtiere und dürfen somit per Weideschuss getötet werden. Das heißt, die Tiere werden von einem Jäger auf der örtlichen Weide per Jagdschuss getötet. Diese beiden Tatsachen machten mich natürlich Feuer und Flamme und Laura hatte meine Aufmerksamkeit ganz auf Ihrer Seite. Weite Details dazu findet Ihr ausführlich auf der Seite von Oberlecker. Darauf möchte ich jetzt nicht noch mal eingehen. Ansonsten schaut Euch nochmals den Bericht zum Besuch an. Dort gibt es auch noch mehr Infos dazu. Naja, kurz um, schickte mir Laura daraufhin dann im März dieses Jahres dieses T-Bone Steak zu. Dass es dann aber so lange im Tiefkühlfach liegen würde und ich zwischenzeitlich bereits zu Besuch bei Oberlecker war, das war so sicherlich nicht geplant. Doch wie das manchmal so ist im Leben: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Deswegen verläuft diese Geschichte heute mal so rum.

Kommen wir also mal zum Tasting und beginnen dabei wie immer mit der Optik. Ich muss sagen, bereits als ich das Fleisch im März erhalten hatte, war dieses optisch in einem bescheidenen Zustand. Schon damals war mir sofort aufgefallen, dass der Cut ja sowas von unsauber geschnitten war. Optisch war dass alles andere als schön. Der Anblick erinnerte mehr an ein richtig schlechtes Kotelett als an ein T-Bone Steak. Das Fleisch war unsauber dem Knochen entlang geschnitten und ein Filetanteil war auch nicht vorhanden. Nett umschrieben, war dieses T-Bone Steak nicht die beste Arbeit vom Metzger. Dass hatte ich Laura auch bereits im persönlichen Gespräch bei meinem Besuch mitgeteilt und Sie gab mir da auch vollkommen Recht. Da gab es auch von Ihrer Seite aus keine zwei Meinungen. Wir konnten an dieser Stelle einfach nicht anders und mussten den dünnen Fleischanteil vom Knochen trennen. Plump gesagt, erinnerte es so wenigstens etwas mehr an ein besseres Schnitzel. Weitere Details zur Optik sparen wir uns an dieser Stelle und gehen damit weiter zur Zubereitung.

Auch hier werde ich jetzt keine großen Worte schwingen. Was sollte ich Euch schon großartig zur Zubereitung eines Schnitzels auf dem Grill erzählen. Wirklich nur kurz und scharf angebraten, kurz ruhen lassen und dann aufgeschnitten. Fertig!!! Dass einzig Positive was ich hier behaupten kann ist, dass das Schnitzel auf den Punkt gegart war. Ok, niemand würde ein Schnitzel rosa essen, doch ein „T-Bone Steak“, welches sich dieses Stück hier nannte, konnte man dann doch schon mal schön rosa servieren.

Jetzt wollt Ihr natürlich wissen, wie das „T-Bone Steak“ so geschmeckt hat. Das denke ich mir, aber an dieser Stelle waren alle drei Tester der gleichen Meinung. Das T-Bone Steak war nicht nur optisch eine Enttäuschung, sondern leider auch geschmacklich. Das Fleisch war säuerlich, feste im Biss und ohne jegliche Rindfleischnote. Vielleicht war das Fleisch schon ein wenig zu lange im Tiefkühler Ich meine, immerhin war es über ein halbes Jahr in der Tiefkühltruhe. Letzten Endes muss ich also sagen, war dieses Stück Fleisch auf ganzer Linie eine Enttäuschung. Dieses Tasting müssen wir unter anderen Vorraussetzungen nochmals wiederholen, denn unter den gegebenen Vorraussetzungen war eine positive Bewertung einfach nicht möglich.

MEIN FAZIT:

Deshalb fällt das Fazit auch wie folgt aus. Ich habe für mich entschieden, dass ich dieses Stück Fleisch aus der Bewertung rausnehmen werde. Ich meine, dass dieses sicherlich nicht das Meisterstück von Oberlecker war, darüber habe ich mich mit Laura bei meinem Besuch ausgiebig unterhalten und Sie hat sich auch vielmals dafür entschuldigt. Ich habe das Fleisch als Teststück ohne Bezahlung erhalten, aus der Anfangszeit von Oberlecker und das Fleisch lag jetzt über ein halbes Jahr im Tiefkühler. Laura hat mir versprochen, dass sich seitdem viel getan hat und ein solches Stück nie wieder den Hof verlassen würde. Das glaube ich Ihr nach meinen persönlichen Gesprächen mit Ihr und nach meinem Besuch auch zu 100%, weshalb ich es auch nicht als tragisch empfinde, dieses Tasting nicht zu bewerten. Ich sehe dieses einfach als Testlauf an und freue mich schon auf die nächste Lieferung von Oberlecker. Vom Konzept bin ich weiterhin überzeugt. Beim Fleisch werde ich mich noch überzeugen lassen müssen, aber das werde ich nachholen und Euch beim nächsten Test hoffentlich ein besseres Ergebnis liefern können.     

Gekauft bei

Oberlecker

Preis pro KG

42€ €

Herkunft

Deutschland

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