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Beefscouts

Der Fleischblog

US Black Angus Picanha

Alex geschrieben am 10.05.2017
  • Picanha, Tafelspitz, Hüftdeckel, 
  • Cut aus dem Hüftdeckel
  • von der Creekstone Farm
  • USDA zertifiziert
  • 140 Tage Maisfütterung
  • dicker Fettdeckel

Als ich neulich zum Relaunch bei Don Carne zu Besuch war, fiel mir dieses Picanha gleich ins Auge. Nach meinem letzten Fehlversuch beim Tafelspitz vom deutschen Galloway, hatte ich mal wieder richtigen Bock auf ein Picanha. Deswegen kam mir dieses genau Recht. Der erste optische Eindruck hatte mir einfach so einen Bock gemacht, dass ich dieses Stück bei meinem Besuch einfach mitnehmen musste. Noch am selben Tag, nach meinem Besuch bei Don Carne, musste dieses noch an Ort und Stelle verarbeitet werden. Also gar nicht lange schnacken, sondern Kopf in den Nacken und testen.

Soll ich jetzt lange ausschweifen? Soll ich Euch sagen, dass dieser Cut als Picanha, Tafelspitz oder Hüftdeckel bekannt ist? Wollt Ihr weitere Details? Ich denke doch nicht, dass das bei diesem Cut noch nötig ist denn exakt den selben Cut hatten wir bereits am 27.01.2016 im Beefscouts-Testlabor. Unter der Überschrift (USDA Black Angus Master Chef Prime Picanha) haben wir Euch bereits damals alle Infos rund um den Cut geschildert. Wenn Ihr also doch noch weitere Infos benötigt, dann sucht doch nochmals den Bericht von damals auf. Dort gibt es dann alle wissenswerten Infos zum Cut und dem seiner Herkunft.

Im Gegensatz zu damals wendeten wir bei diesem Tasting aber eine andere Zubereitungsmethode an. Damals hatten wir das Picanha vorab in Steaks aufgeschnitten und dann zubereitet. Heute sind wir einen anderen Weg gegangen. Diesmal haben wir das Picanha als ganzes Stück, also als Bratenstück zubereitet. Dafür haben wir das Fleisch erst scharf von allen Seiten auf dem Grill angebraten und anschließend dann in eine indirekte Zone zum nachgaren gegeben. Unser Ziel hier war 54°C im Kern. Zur Kontrolle haben wir an dieser Stelle ein Thermometer verwendet. Nachdem die gewünschte Kerntemperatur dann erreicht war, haben wir das Fleisch äußerlich nochmals ganz kurz unter Feuer gehalten. Einfach um nochmals Hitze ans Fleisch zu bekommen. Das optische Finish war unserer Meinung nach jedenfalls der Hammer. Röstaromen waren hier jedenfalls dicke vorhanden. Optisch passte das Ergebnis nun also. Blieb nur die Frage nach dem Geschmack offen.

Fangen wir da mit dem Geschmacksträger Nummer 1 an, dem Fett. Dieses war definitiv kräftig im Geschmack und überwiegte mit jedem Biss. Obwohl das Fett vom Fettdeckel durch das scharfe anbraten und dem niedrigen Schmelzpunkt etwas ausgedünnt war, war der Geschmack dennoch ausgeprägt. Das freute mich natürlich, denn schließlich war es dieser ausgeprägte gelbliche Fettdeckel, der mich zum Kauf animiert hatte. Der Fettgeschmack war absolut buttrig und saftig, so wie ich das mag. Also kommen wir zum Geschmacksträger Nummer 2, dem Fleisch. Hier sind wir einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, das dieses in Sachen Geschmack leider so gar nicht mithalten konnte. Der erste optische Eindruck, dass dieses Fleisch insgesamt relativ mager wirkte, bestätigte sich in diesem Tasting total. Im Querschnitt zeigte sich ganz klar, dass dieses Fleisch nur sehr wenig intramuskulär marmoriert war. Das hatte in Sachen Fleischgeschmack praktisch null Richtung und war fast etwas fad. Deshalb können wir an dieser Stelle in Sachen Geschmack auch nur 6 von 10 möglichen Punkten geben.

UNSER FAZIT:

Nach dem letzten enttäuschenden Test vom Tafelspitz vom deutschen Galloway wollte ich uns allen mit dem US Black Angus Picanha mal wieder eine Freude bereiten und eine richtige Geschmacksbombe ins Haus holen. Sicherlich erweckte dieser Umstand wesentlich bessere Hoffnungen in uns und auch die optischen ersten Eindrücke machten echt Bock auf das Tasting und versprachen durchaus positives. Doch was soll ich an dieser Stelle anderes erzählen, als die Wahrheit. Die Wahrheit des heutigen Tests in Sachen Geschmack entspricht 6 von 10 möglichen Punkten. Nicht gerade ein Traumergebnis. Auch wenn es die Optik anfangs erhoffen lassen hat, so konnte es der Geschmack letzten Endes nicht liefern. Schade drum. Vielleicht gelingt es uns in der nächsten Runde, wenn mal wieder ein Tafelspitz/Picanha/Hüftdeckel auf dem Tisch liegt, endlich mal wieder ein positives Ergebnis zu erzielen.

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

7/10

Geschmack:

6/10

Preis/Leistung:

6/10

Gesamtwertung:

7,3/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Don Carne

Preis pro KG

31,90 €

Herkunft

Amerika

Weitere Fotos


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