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Beefscouts

Der Fleischblog

US Outside Skirtsteak GOP

Alex geschrieben am 29.03.2017

Das Outside Skirtsteak zählt ganz sicher noch nicht zu den Klassikern sondern gilt immer noch als Exot, doch ich finde, dass es seine Berechtigung durch aus verdient hat und man Ihm mehr Aufmerksamkeit schenken sollte. Denn dieses Fleisch ist einfach ein Hit. Warum? Das erkläre ich Euch gerne hier.

Das Skirtsteak oder auch Saumfleisch oder Kronfleisch genannt, ist ein Cut aus dem Rippenbogen. Es verläuft schräg entlang der 6. Und 12. Rippe zwischen Brust und Flanke und liegt praktisch oberhalb und damit auf dem Rippenbogen entlang der Brustwand. Deswegen wird es auch Outside-Skirtsteak genannt. Als Pendant dazu gibt es noch das Inside-Skirtsteak welches innerhalb des Rippenbogens verläuft. Früher wurden diese Cuts hauptsächlich als Suppeneinlage oder Gulasch verwendet. Nach neusten Methoden bei der Schnittführung und immer größerer Beliebtheit bei Steakcuts entwickelt sich das aber allmählich in eine andere Richtung und die Skirtsteaks erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Ich meine, gucken wir uns das Skirtseak doch mal an. Dieses dünne, 60cm lange Stück Fleisch voller Charakter. Dieses stark beanspruchte Muskelfleisch mit seinem groben Faserverlauf und einer festen Fleischstruktur. Durchzogen von feinem intramuskulärem Fettadern und mit einem hohen Anteil an extramuskulären Fettgewebe. Das dunkel rote Fleisch mit diesem herrlich gelblichen Fett obendrauf. Wer würde dazu denn „nein“ sagen? In unserer Testrunde jedenfalls keiner. Das ist doch der Partykracher schlecht hin. Damit beeindruckt Ihr doch jeden auf Eurer Grillparty. Das macht doch einfach nur Appetit. Ich für meinen Teil steh auf jeden Fall total auf solche Charakterstücke.

Die machen es einem bei der Zubereitung auch sehr einfach. Einfach kurz auf den heißen Grill schmeißen, ein Paar mal wenden, kurz ruhen lassen, aufschneiden und genießen. Fertig!!!! Ok! Die Länge dieses Cuts macht die Handhabung auf dem Grill natürlich etwas schwieriger. Gerade bei meinem kleinen Napoleon Travel Q hätte dieser Fleischlappen niemals am Stück auf den Grill gepasst. Deswegen haben wir aus diesem langen Lappen einfach zwei schöne, handlichere Stücke geschnitten. Man kann diesen Lappen aber auch prima als Steaks aufschneiden. Haben wir auch schon mal gemacht. Dann ist die Zubereitung aber wirklich simpel. Ihr braucht auch kein Öl oder Fett oder der Gleichen. Durch den hohen Fettanteil im Fleisch und dessen niedrigem Schmelzpunkt war nichts dergleichen nötig.  Auflegen, ein Paar mal wenden und dann genießen.

Bei diesem dünnen Lappen war es für uns echt schwierig, den geeigneten Garpunkt zu finden. Als wir das Fleisch das erste Mal aufgeschnitten hatten, war es noch wirklich gut rosa, fast noch dunkel rosa. Dennoch waren wir überzeugt, davon probieren zu wollen und wurden auch nicht enttäuscht. Wie die Optik bereits vermuten ließ, war das Mundgefühl wirklich fettig. Der hohe Fettanteil im und am Fleisch machte das Fleisch sowas von buttrig und fettig, das sich sogar so ein leichter Belag auf den Lippen und der Zunge ablegte. Man konnte das Fett praktisch von den Lippen lecken. Daran war gut zu erkennen, wie niedrig der Schmelzpunkt vom Fett war. Es ist förmlich im Mund zerlaufen. Das war für mich persönlich natürlich genau richtig und genau mein Fall, doch merkte Christopher schnell an, das doch irgendwie der Fleischgeschmack ein wenig fehlte. Der Fettgeschmack war doch sehr dominant und vielleicht ein wenig „too much“! Deswegen sind wir hier mal einen ungewöhnlichen Weg gegangen und haben nicht gleich alles verputz, wie wir das sonst so üblich machen, sondern haben das zweite Stück nochmals auf den Grill gelegt und nochmals nachgegart. Nur ein paar Minuten länger. Dann wieder kurz ruhen lassen und erneut aufgeschnitten. Das Fleisch war nun nur noch leicht rosa und die vorher klar erkennbaren Fettadern im Fleisch waren nun leicht karamellisiert. Das Fleisch hatte nun einen festeren Biss, war aber auch wesentlich süßlicher vom Geschmack. Auch der Eigengeschmack vom Fleisch war nun deutlicher zu schmecken. Das Fett dominierte nicht mehr so stark, sondern bildete gemeinsam mit dem Fleisch eine gute Harmonie. Für uns ein sehr interessantes Ergebnis. Zwei Garpunkte mit unterschiedlichem Ausgang und unterschiedlichen Eindrücken. Das hatten wir so zuvor auch noch nicht gemacht und waren vom Ergebnis daher beeindruckt.

UNSER FAZIT:

Unser Fazit fällt deswegen zweigeteilt aus. Für mich persönlich hätte es auch der erste Gargrad getan. Ich mag es gerne etwas buttriger und fettiger. Dieses Gefühl, dieses süßlich-buttrige Fett von den Lippen lecken zu können finde ich persönlich einfach unbeschreiblich und löst ein Kribbeln in mir aus. Aber, ich gebe auch Christopher Recht. Der zweite Gargrad hat den Eigengeschmack des Fleisches selbst besser heraus gekitzelt. Das Fett überwiegte hier nun nicht mehr so dominant. Überzeugt hat der Cut aber auf jeden Fall. Dieses Charakterstück würden wir immer wieder probieren.

Leider gibt es dieses Stück offiziell aber noch nicht im Shop von Don Carne weshalb ich auch noch keinen Preis nennen kann. Ich habe es nur zu Testzwecken mitbekommen um meine Meinung dazu abzugeben. An dieser Stelle möchte ich aber dringends darum bitten, dieses Outside Skirtsteak ins Sortiment auf zu nehmen. Für mich und meine Mittester war dieses ein tolles Erlebnis an dem wir einen großen Spaß hatten. Wir denken, das würde sicherlich auch anderen so ergehen.      

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

10/10

Geschmack:

8/10

Preis/Leistung:

0/10

Gesamtwertung:

7,0/10

+1 für Ökologische Haltung

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