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Beefscouts

Der Fleischblog

Wagyu Maminha / Bürgermeisterstück (Australien)

Alex geschrieben am 21.10.2015

Um es vorweg zu nehmen und Euch als Leser nicht zu irritieren. Uns wurde leider schriftlich verboten, den Namen des Verkäufers und sämtliche seiner Erzeugnisse zu nennen. Eine Erklärung dafür wollte man uns leider nicht nennen. Deswegen verzichten wir bei diesem Artikel auf die Nennung von Namen. Wir bitten dies zu entschuldigen. Wem es trotzdem interessiert, wo wir dieses wunderbare Stück Fleisch her hatten, den bitten wir, uns eine kurze Anfrage per Mail zu zusenden. Wir werden den Namen dann gerne Preis geben.

Heute haben wir uns mal für ein Stück Fleisch der höheren Güteklassen entschieden. Das Fleisch dieser Rinder gehört zu den exklusivsten und teuersten weltweit. Die Rede ist natürlich von Wagyu. Unser heutiges Stück Fleisch ist ein australisches "Wagyu" Maminha, auch als Bürgermeisterstück bekannt. Wir haben es aus einem Laden im Kölner Süden bezogen, welcher sich auf argentinisches Fleisch spezialisiert hat. Aber man findet dort auch eine kleine Auswahl weiterer Fleischsorten. Unser heutiges Stück hat ein Gewicht von 1700 Gramm. Das Maminha (Bürgermeisterstück) liegt oberhalb der Kugel der Keule. Die Besonderheit von "Wagyu-Fleisch" gegenüber normalem Rindfleisch ist eine durchgängige sehr feine Fettmarmorierung. 

 Man sieht sofort die schöne Marmorierung und den schönen Fettdeckel

Der Fettanteil von "Wagyu-Rindern" liegt ca. 50% über dem eines normalen Rindes. Uns sollte also ein sprichwörtlich "fettes Stück" Fleisch erwarten.Und das war es auch. Das Fleisch hatte einen richtig kräftigen durchgehenden Fettdeckel. Das Fleisch war durch und durch fett durchzogen und hatte eine tolle Marmorierung. Wunderschön anzusehen.

 Wunderschönes Stück Fleisch 

Wie bereitet man so ein Stück Fleisch also zu? Wir haben uns für das indirekte Garen entschieden. Nachdem das Fleisch Zimmertemperatur erreicht hatte, haben wir als aller erstes den Fettdeckel etwas ausgedünnt. Danach haben wir den Fettdeckel rautenförmig mit einem scharfen Messer eingeschnitten. Dabei bitte aufpassen, dass nicht das darunterliegende Fleisch eingeschnitten wird. Es sollte nur der Fettdeckel eingeschnitten werden. Dies soll einfach nur vermeiden, dass sich das Fett beim erwärmen bzw. braten nicht zusammenzieht. Anschließend haben wir das Fleisch und den Fettdeckel dann mit Meersalz gewürzt. Während dessen konnte der Gasgrill bereits ordentlich Temperatur feuern. Nun haben wir das Fleisch von allen Seiten kräftig und scharf angebraten. Das ist wirklich wichtig, da sich so die Fasern vom Fleisch schließen und kein Saft mehr austreten sollte. Danach haben wir das Fleisch vom Grill genommen, die Temperatur vom Grill reduziert und eine indirekte Zone in der Grillmitte eingerichtet. Dazu haben wir zwei Aluschalen auf den Grill gelegt. Eine Aluschale umgedreht auf den Rost gelegt und die zweite oben drauf. Dort hinein haben wir dann das Maminha gelegt. Uns war wichtig, dass das Fleisch keinen direkten Kontakt zum Grill hatte. Dann haben wir es nur noch mit einem Grillthermometer versehen und gewartet, bis die gewünschte Kerntemperatur von 56°C erreicht war. Als dies dann endlich der Fall war, entschieden wir uns dazu, das Fleisch nochmals von der Fettseite kräftig anzubraten. Wir wollten den Fettdeckel richtig kross haben. Dies ist uns dann auch super gelungen.

Das optische Ergebnis nach dem Grillen war schon mal vielversprechend. Wir hatten auch keine Zeit mehr, das Fleisch ruhen zu lassen, sondern mussten dieses gleich anschneiden und probieren. Ein kurzer Moment der Stille, dann schmatzen und dann nur noch genüssliche Laute. Wow, was eine Wucht. Dieses Maminha war so zart, so saftig, so fett. Das Fett hatte so einen wunderbaren Geschmack, echt toll. Ein kurzer leichter Druck auf das Fleisch brachte es förmlich zum saften. Wir haben es einfach nicht mehr geschafft das Fleisch anzurichten. Wir haben es förmlich vom Küchenbrett verschlungen. Wir können euch sagen, ein echt tolles Erlebnis. Wir mussten uns echt zügeln und das solltet ihr auch. Denn, das Fleisch ist wirklich fettig und das kann nicht jeder Magen ab. Also in Maßen genießen, ca. 200g bis 300 g reichen völlig aus um einen gestandenen Mann satt zu kriegen. 

Unser Fazit

Wir sind echt beeindruckt gewesen von diesem tollen Stück Fleisch. So saftig, zart, geschmacklich einfach super. Und erst der Preis. 26,90€ / KG für ein so super Stück Fleisch machen es fast unschlagbar. Mit unserem 1700 Gramm Stück, ein wenig Brot und Salat hätte man locker eine 4-6-köpfige Familie satt kriegen können. Ganz klare Kaufempfehlung.

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

7/10

Geschmack:

8/10

Preis/Leistung:

8/10

Gesamtwertung:

8,7/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Laden im Kölner Süden

Preis pro KG

26,90 €

Herkunft

Australien


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