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Beefscouts

Der Fleischblog

Wildschwein-Lachs

Alex geschrieben am 22.11.2017
  • Wildschwein-Lachs
  • beschreibt den langen Rückenstrecker-Muskel
  • aus freier Wildbahn aus Mecklenburg-Vorpommern
  • gilt als sehr würzig und intensiv im Geschmack

Der Winter naht und damit endlich auch wieder die Zeit für ein tolles Stück Wildfleisch. Deswegen fand ich diesen Wildschwein-Lachs von Eatventure zu einem angesagtem Tastings im Hause der Beefscouts genau passend. Dieses Stück Fleisch hatte genau die richtige Größe, um als Appetizer vorne weg serviert zu werden. Ob es denn auch geschmeckt hat? Das erfahrt Ihr nun im nachfolgenden Bericht. 

Wie ich bereits oben kurz angerissen habe, stand am heutigen Tag ein kleines Tasting unter Freunden an. Gemeinsam mit Christopher, Ihn brauche ich Euch ja nicht vorzustellen, und meinem Nachbarn Felix, ebenfalls einem ständigen Begleiter bei den Tastings der Beefscouts, wollten wir heute einfach mal einen etwas größeren Tasting-Abend einlegen und mehr als nur ein Stück Fleisch testen. Da meine Kühltruhe im Moment randvoll mit Fleisch gefüllt ist und ich mal wieder ein wenig Platz schaffen muss, durfte sich jeder ein Stück Fleisch aus der Kühltruhe zum heutigen Tasting aussuchen. In diesem Fall war es Felix zu verdanken, dass ich nun im Nachfolgenden über den Wildschwein-Lachs von Eatventure berichte.

Was aber, ist eigentlich ein Wildschweinlachs und warum wird Er so genannt? Der Begriff „Lachs“ beschreibt den langen Rückenstrecker Muskel. Er ist einer der klassischen Edelcuts beim Wildschwein und ist gleichzusetzen wie beim Rind zum Beispiel das Roastbeef. Der „Lachs“ verläuft direkt am Rückenknochen entlang und wird vom Knochen ausgelöst. Bildlich gesehen, ähnelt Er dem Filet. Auf die Frage hin, warum Er so genannt wird, möchte ich gerne Teile aus der Artikelbeschreibung von Eatventure zitieren: „Der Name „Lachs“ ... wurde durch den … Koch Richard Herings geprägt. Er nannte erstmals … den ausgelösten Schweinerücken ohne Silberhaut „Schweinelachs“, da dieser durch sein rosafarbenes Fleisch optisch an einen Lachs erinnerte.“

Noch eine kleine Information am Rande. Das Wildfleisch stammt übrigens aus Mecklenburg-Vorpommern aus freier Wildbahn. Die großen Wald- und Wiesenreviere, wo das Tier geschossen wurde, liegen zwischen der Ostsee und Berlin. Schwerpunkt Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide, im westlichen Raum der Mecklenburgischen Seenplatte. Auf meiner Reise quer durch Deutschland im Juni habe ich dieses Gebiet um die Seenplatten übrigens durchfahren. Ich kann nur sagen, die wenigen Eindrücke von dort waren echt beeindruckend. Hier würde ich mein Leben als Wildtier auch gerne verbringen wollen. Wenn ich eines wäre!!! Obwohl??? Wenn man der Artikelbeschreibung von Eatventure an dieser Stelle glaubt, vielleicht dann doch nicht so gerne. Denn, laut der Beschreibung dort könnte es dann durch aus mein Schicksal sein, das ich dort höchst persönlich von David Schrand geschossen werden könnte und das meine Freunde, würde ich mir dann doch nicht wünschen, denn ich habe David kennen gelernt und weiß, wie ehrgeizig er ist. Als Wildtier hätte ich da wohl wenig meine Ruhe. :-) :-) :-)  Kleiner Spaß bei Seite. David, bist ein klasse Typ.

Nach dem langen Vorgeplänkel wird es jetzt aber mal höchste Zeit, mit dem eigentlichen Tasting zu beginnen. Ihr habt vorweg nun alle wichtigen Infos bekommen, die Ihr und auch wir benötigen, um das Fleisch zu bewerten. Beginnen möchten wir das Tasting wie immer natürlich mit der Optik. So wie Ihr das gewohnt seid. Doch um an dieser Stelle die Stimmung gleich mal wieder zu bremsen, muss ich sagen, dass es zur Optik eigentlich am wenigsten zu sagen gab. Wie bereits oben beschrieben, hat es sich bei diesem Wildschwein-Lachs um genau das gehandelt, als das er beschrieben wird. Einem Filetähnlichem Cut mit einer dünnen Silberhaut. Das Fleisch war hell rot bis rosafarben, mit einer dünnen Silberhaut überzogen und praktisch keinerlei Marmorierung oder intramuskulärem Fettgewebe. Optisch gesehen war Das ein ganz mageres Stück Fleisch.

Auch bei der Zubereitung gibt es eigentlich nichts Aufregendes zu erzählen. Klar muss ich an dieser Stelle sagen, dass die Zubereitung sicherlich nicht einfach ist. Dadurch dass das Fleisch so mager ist, kann man es schnell übergaren und dann wird das Fleisch sicherlich sehr schnell trocken. Das ist sicherlich auch kein Kinderspiel. Doch was soll ich an dieser Stelle sagen? Wir haben es einfach ganz nach Gefühl zubereitet. Gerade bei Wildfleisch geht es einfach nur um Gefühl. Entweder Ihr trefft den Punkt oder Ihr seid drüber. Wer sich da unsicher ist, der nimmt lieber ein Thermometer zur Hilfe. Ich habe es einfach scharf von beiden Seiten angebraten und dann kurz in die indirekte Zone vom Grill gegeben und kurz ziehen lassen. Ich kann Euch nicht mal Angaben zu der Zeit oder Kerntemperatur machen, denn wie gesagt, ich habe hier einfach nach Gefühl agiert.

Dennoch war das optische Ergebnis nach dem ersten Anschnitt perfekt. Das Fleisch war im Kern noch leicht rosa und war auch noch richtig schön am saften! Ein erstes Anzeichen dafür, dass dieses Fleisch ganz sicherlich auf den Punkt gegart wurde. Dass sich dieser erste optische Eindruck nach dem ersten Bissen dann auch geschmacklich bestätigte, brachte auch mir etwas Ruhe ein. Auch für mich ist es keine Leichtigkeit, Wildfleisch auf den Punkt zu servieren, doch dieses war mir wirklich perfekt gelungen. Und der Geschmack? Meine lieben Freunde. Gleich der erste Bissen brachte jedem der drei anwesenden Personen ein Lächeln aufs Gesicht. Das Fleisch hat exakt das geliefert, was es optisch hat erhoffen lassen. Auf der einen Seite hatte es eine typische, leicht tranige Note die ganz leicht säuerlich war, auf der anderen Seite war es gleichzeitig aber auch sehr erfrischend und vollmundig im Geschmack. Es war nicht penetrant, doch es hatte definitiv ein ganz typisches Wildfleischaroma und das Fleisch war definitiv super saftig. Hier mal ein Schulterklopfer an eigener Stelle. Der Garpunkt macht echt den Geschmack und hier war Er auf den Punkt. Die Qualität des Fleisches hat dabei sicherlich unterstützend geholfen, denn das meine Freunde war ganz tolle Qualität.

UNSER FAZIT:

Dieser Wildschwein-Lachs ist definitiv ein sehr zu empfehlendes Produkt. Optisch nicht sonderlich aufregen, ist es dennoch Das, was einen Wildschwein-Lachs auszeichnet. Passt bei der Zubereitung alles und das Fleisch wird auf den Punkt serviert, wie hier der Fall, so ist dieses Produkt ein ganz klar zu empfehlendes Stück Fleisch, was sicherlich allen schmeckt. Egal zu welcher Jahreszeit. Mir und meinen Gästen hat dieses Stück Fleisch jedenfalls riesigen Spaß gemacht und einstimmig kommen wir deshalb an dieser Stelle zu dem Ergebnis, dass die Qualität und der Geschmack wirklich „TOP“ waren. Lediglich über den Preis gab es Unstimmigkeiten. Diesen hätten wir eher 10€ tiefer angesetzt, aber darüber kann man sicherlich streiten. Das war an dieser Stelle auch nicht ausschlaggebend. 

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

8/10

Geschmack:

8/10

Preis/Leistung:

7/10

Gesamtwertung:

8,7/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Eatventure

Preis pro KG

47,54 €

Herkunft

Deutschland

Weitere Fotos


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