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Beefscouts

Der Fleischblog

Zertifiziertes argentinisches Ribeye

Alex geschrieben am 21.03.2018
  • Ribeye, Entrecote, Hochrippe 
  • Cut aus dem voderen Rücken
  • bio-zertifiziertes Angus Beef
  • aus artgerechter, argentinischer Weidehaltung
  • nur natürliche Weidefütterung
  • ohne Gabe von präventivem Antibiotika

Nachdem ich Euch in der letzten Woche vom Bio-zertifizierten argentinischem Roastbeef berichtet habe, möchte ich Euch heute nun das Ribeye vorstellen. Ob dieses an den Erfolg der letzten Woche anknüpfen kann? Das erfahrt Ihr nun im Folgenden:  

Vorab aber nochmals eine Zusammenfassung zum Bericht der letzten Woche. In dem ging es unter anderem um die Missstände in vielen argentinischen Rinderzuchten. Ein Großteil dieses populären und intensiv vermarkteten Fleisches wird mittlerweile unter Umständen produziert, die sich nach Meinung von Martin Hesterberg nicht mit dem nachhaltigen Konzept und den Qualitätsansprüchen vom  Filetshop vereinbaren lassen.

In vielen Fällen wird aufgrund des vorherrschenden Preiskampfes leider ohne Rücksicht auf Tier und Umwelt gehalten und gezüchtet, gemästet und geschlachtet. Dieser Entwicklung wollte Martin Hesterberg nicht unterstützen und hat sich deshalb auf die Suche nach geeigneten Zuchtbetrieben gemacht.

Nach langer Suche, vielen Gesprächen und persönlichen Besuchen bei den Ranches und der Zerlegung in Argentinien bietet der Filetshop nun endlich wieder argentinisches Fleisch aus dem Land der Gauchos an. Hierbei handelt es sich um zertifiziertes Angus-Beef aus wirklich artgerechter, argentinischer Weidehaltung. Ochsen und Färsen dürfen hier langsam und natürlich unter freiem Himmel aus- und auswachsen.

Einen ersten Qualitätstest von diesem Fleisch gab es bereits letzte Woche. Mit dem zertifizierten argentinischen Roastbeef stand ein erster Testkandidat zur Verfügung und ich muss sagen, dieser machte einen sehr guten Eindruck. Optisch schon ein Leckerbissen, konnte dieses Roastbeef auch geschmacklich und preislich überzeugen. Das war ein sehr solides Stück Fleisch. (Im folgenden nochmals ein Bild vom Roastbeef angefügt)

Nun stand das Ribeye auf dem Prüfstand und unsere Hoffnungen gingen natürlich dahin, dass auch dieses unsere Erwartungen erfüllen würden. Immerhin gehört das Ribeye mit zu den populärsten Cuts der mittlerweile langen Beefscouts Geschichte. Ich habe das mal recherchiert. Sage und schreibe 13 Mal war ein Cut Namens Ribeye/Entrecote schon hier im Beefscouts Testlabor. Kein anderes Stück war hier häufiger zugegen.

Wir kennen uns mit diesem Cut also ganz gut aus und wissen mittlerweile deutlich, welchen Anspruch wir an Diesen haben. Dennoch wollen wir versuchen, auch dieses Tasting vollkommen neutral anzugehen und die Bewertung rein subjektiv zu erstellen. Eben nach eigenem Empfinden und wie wir es für richtig halten.

Lasst uns also mit der Bewertung der Optik beginnen. Hierbei können wir auch wieder viele Dinge aus dem Tasting mit dem Roastbeef auffassen, den das Rumpsteak und dieses Ribeye waren sich optisch gesehen schon sehr ähnlich. Natürlich nicht was den Cut selbst angeht. Das Roastbeef ist ein Cut aus dem hinterem Rücken, das Ribeye eher aus dem vorderen Rücken. Wir sprechen hier also schon von einem anderen Muskel. Dennoch war die Optik auffällig ähnlich.

Der Cut war, genau wie beim Roastbeef, sehr sauber geschnitten und wirklich schön anzusehen. Auch war das Fleisch hier beim Ribeye, ähnlich wie beim Roastbeef, kräftig dunkelrot und sehr grob marmoriert. Auch die zurückhaltende intramuskuläre Marmorierung war ähnlich auffallend. Würde ich jetzt sehr oberflächlich denken, würde ich sagen das beim Ribeye im Vergleich zum Roastbeef lediglich der Fettdeckel ins Fleisch hinein gewandert ist. Wie gesagt, sehr oberflächlich gesehen.

Wir konnten hier jedenfalls sehr viele Gemeinsamkeiten erkennen und können deswegen auch nicht anders, als auch dem Ribeye 7 von 10 möglichen Punkten in Sachen Optik zu geben. Das war einfach ebenfalls ein sehr schönes Stück Fleisch.

Nach den vielen Gemeinsamkeiten in Sachen Optik wollten wir diese nun auch bei der Zubereitung erzielen. Deswegen haben wir dieses Ribeye genau wie auch das Roastbeef nach der „Jack O´Shea Methode“ in der Pfanne zubereitet. Sprich, wir haben das Fleisch unter mehrmaligem Wenden scharf angebraten und dann nach Gefühl zubereitet.

Auch hier war das Gefühl wieder sehr gut und das optische Ergebnis nach dem ersten Anschnitt ein kleines Träumchen. Äußerlich mit schönen Röstaromen versehen war das Fleisch im Kern noch wunderschön rosa. Auch hier würden wir sagen, dass wir den Garpunkt ganz gut getroffen haben. Der optische Eindruck konnte sich jedenfalls sehen lassen.

„Und? Gab es diese Gemeinsamkeiten dann auch im Geschmack?Wie gerne hätte ich darauf eine positive Antwort gegeben. Wäre dem so gewesen, wären wir mit dem Tasting sehr zufrieden gewesen. Doch anders als beim Roastbeef wurde unser Geschmack diesmal nicht getroffen. Irgendwie kam da geschmacklich nämlich leider nicht sehr viel von diesem Ribeye. Nicht das, was wir erwartet hätten.

Keine Rindfleischnote, kein Geschmack vom Fett. Lediglich eine leicht säuerliche Note. Das war wirklich sehr enttäuschend und geschmacklich einfach nur schwach. Keine Ahnung woran das lag. Laut Etikett auf dem Fleisch war das Fleisch auf jeden Fall noch haltbar und die Kühlkette wurde auch nicht unterbrochen. Doch irgendwie kam das geschmacklich einfach nicht an das Rumpsteak dran.

UNSER FAZIT:

Unser Fazit fällt deswegen enttäuschen aus. Ich persönlich glaube kaum das ich das sage, aber aus diesen beiden Tastings geht für mich das Rumpsteak klar als Sieger hervor. Ich bin zwar nicht so der Fan von Roastbeef, sondern ganz klar eher vom Ribeye, doch diesmal fällt meine Entscheidung zu Gunsten des Roastbeef. Da hilft nicht mal die Tatsache drüber hinweg, dass das Ribeye mit einem Preis von 39,90€ relativ günstig war. In diesem Fall würden wir es trotzdem nicht wiederkaufen. Schade eigentlich.   

Dennoch bin ich abschließend sehr froh, dass ich zwei erste Test von dem argentinischen Fleisch aus artgerechter, nachhaltiger Aufzucht probieren durfte. Diese Tatsache alleine stimmt mich sehr zuversichtlich, dass ich in Zukunft weitere Versuche mit diesem Fleisch unternehmen werde. Ich denke einfach das es sich evtl. lohnen könnte !!! Die Hoffnung stirbt schließlich zu letzt.

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

7/10

Geschmack:

5/10

Preis/Leistung:

5/10

Gesamtwertung:

6,7/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Der Filetshop Essen

Preis pro KG

39,90 €

Herkunft

Argentinien

Weitere Fotos


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