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Beefscouts

Der Fleischblog

Zertifiziertes argentinisches Roastbeef

Alex geschrieben am 14.03.2018
  • Roastbeef, Rumpsteak, Strip Loin, 
  • Cut aus dem hinterem Rücken
  • bio-zertifiziertes Angus Beef
  • aus artgerechter, argentinischer Weidehaltung
  • nur natürliche Weidefütterung
  • ohne Gabe von präventivem Antibiotika

„Endlich wieder richtig gutes Fleisch aus Argentinien!“ Mit dieser Überschrift betitelte Martin Hesterberg vom Filetshop im Dezember letzten Jahres einen Beitrag auf seiner Homepage der meine Aufmerksamkeit erregte. Sollte das wirklich wahr sein? Davon wollte ich mich selbst überzeugen und habe bei einem Besuch im Filetshop in Essen zwei Stücke aus Argentinien mit nach Hause genommen.

Bei meinem Besuch entschied ich mich zum einen für ein Roastbeef und zum anderem für ein Entrecote. Hier und heute folgt nun der Bericht über das Roastbeef. Der Bericht über das Entrecote folgt dann nächste Woche.

„Wir haben die letzten Jahre aus gutem Grund auf den Verkauf von südamerikanischem Fleisch verzichtet: Ein Großteil dieses populären und seit den 50er Jahren intensiv vermarkteten Fleisches wird mittlerweile unter Umständen produziert, die sich unserer Meinung nach nicht mit dem nachhaltigen Konzept und den Qualitätsansprüchen von Der Filetshop vereinbaren lassen.“ So schrieb es Martin Hesterberg damals in seinem Bericht.

In der Tat bin auch ich in der Vergangenheit immer wieder mit dieser Thematik im Zusammenhang mit argentinischem Fleisch konfrontiert worden. Dazu kommen mir unzählige Bilder in den Kopf von den riesigen Rinderfarmen, wo die Tiere dicht an dicht gedrängt auf staubigen Flächen stehen und kaum Bewegung haben. Ich habe mir zwar niemals selbst ein Bild live vor Ort davon machen können, doch mir haben Leute davon erzählt, die dann und wann schon mal dort rum gekommen sind. Verlässliche Quellen auf deren Aussage ich vertraue.

Aussagen, auf deren Grund ich mich eine Zeit lang auch vom argentinischen Fleisch distanziert habe. Nun freue ich mich aber, dass ich endlich wieder eine Quelle für argentinisches Fleisch aus nachhaltiger und artgerechter Haltung gefunden habe. Ebenso ergeht es natürlich auch Martin Hesterberg, der nach langer Suche, vielen Gesprächen und persönlichen Besuchen bei den Ranches in Argentinien nun voller stolz exklusiv wieder hochwertiges Fleisch aus dem Land der Gauchos präsentieren kann.  

Zertifiziertes Angus-Beef aus wirklich artgerechter, argentinischer Weidehaltung, wie vor 200 Jahren. Hier dürfen die Ochsen und Färsen langsam und natürlich unter freiem Himmel auf- und auswachsen, ohne Zugabe von präventiven Antibiotika.

Klingt doch super oder? Für mich jedenfalls genug gute Gründe endlich mal wieder einen Versuch zu wagen. Nachdem nun die Herkunft und die Aufzucht geklärt sind und für „ok“ empfunden wurden, können wir nun mit dem eigentlichem Tasting beginnen.

Angefangen natürlich mit der Bewertung der Optik. Diese war verhältnismäßig absolut in Ordnung. Zieht man in Betracht das die Tiere sich nur vom natürlichen Weidefutter ernähren, so macht die Optik einen sehr guten Eindruck. Das Fleisch hatte eine tolle, dunkelrote Farbe und war relativ grob marmoriert. Der Cut insgesamt wirkte sehr sauber und machte mit seinem leicht gelblichen Fettdeckel einen ordentlichen Eindruck. Optisch würde ich es zwar eher schlicht nennen, gleichzeitig aber auch sehr solide. 7 von 10 möglichen Punkten in Sachen „Optik“!

Bei der Zubereitung haben wir uns heute mal für die Pfanne entschieden. Wenn man schon eine „so tolle“ Grillpfanne hat, dann sollte man die auch nutzen. So meinte es Chris jedenfalls zu mir. Worauf er hinaus wollte? Es muss keine „Grillpfanne“ sein. Eine handelsübliche Pfanne hätte es auch getan. Dennoch stand die Grillpfanne gerade griffbereit und wurde also auch benutzt. Einfach nach der „Jack O´Shea Methode“! Bedeutet, wir haben das Steak unter mehrmaligen wenden in der Pfanne streng nach Gefühl zubereitet. Da das Roastbeef nicht so sehr dick war, haben hier gerade mal sieben Minuten gereicht. Danach dann noch drei Minuten ruhenlassen und dann aufgeschnitten. Fertig!!!

Das optische Ergebnis nach dem Anschneiden?? Unserer Meinung nach perfekt. Der Fettdeckel war leicht kross, das Fleisch hatte äußerlich schöne Röstaromen und im Kern war es auf den Punkt noch schön rosa. So mögen die Beefscouts Ihr Fleisch am liebsten.

Und der Geschmack? Ähnlich wie bei der Optik war dieser sehr solide. Das Fleisch hatte eine milde Rindfleischnote mit einer leichten würze. Das Fett hingegen war richtig kräftig im Geschmack. Dieses hatte eine ausgeprägte buttrige und zugleich leicht süßliche Note, was das Gesamterlebnis sehr abrundete. Ich kann an dieser Stelle sagen, dass die milde Rindfleischnote in Kombination mit dem buttrigen Fett ein sehr harmonisches Mundgefühl ergab. Da können wir wirklich nix dran aussetzen.

UNSER FAZIT:

Vielen Dank Martin Hesterberg, dass du auf deiner langen Suche nach zertifiziertem Rindfleisch aus artgerechter und nachhaltiger argentinischer Haltung endlich fündig geworden bist. Dieser Hintergrund alleine, ein nachhaltiges Produkt gekauft zu haben, hat diesem Tasting schon ein gutes Gefühl vermittelt. Der optische Eindruck und das geschmackliche Erlebnis haben dies zusätzlich verstärkt und bestätigt. Mit einem Preis von gerade mal 39,90€ das Kilo ist dieses Produkt zudem zu einem  fairen Preis zu erwerben. Chapeau!!!     

 

„Zu Informationszwecken führe ich die Links der Firmen, die in diesem Beitrag genannt wurden, im Anschluss an diesen Text unten auf“

Unsere Wertung *

Erscheinungsbild:

7/10

Geschmack:

7/10

Preis/Leistung:

7/10

Gesamtwertung:

8,0/10

+1 für Ökologische Haltung

Gekauft bei

Der Filetshop Essen

Preis pro KG

39,90 €

Herkunft

Argentinien

Weitere Fotos


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