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Beefscouts

Der Fleischblog

Zu Besuch im Beefshop Bielefeld

Alex geschrieben am 11.05.2017
  • Beefshop Bielefeld
  • eröffnet im November 2016
  • zwei weitere Shops in Paderborn und Versmold
  • Savanna Beef aus Uruguay
  • Jiménez Iberico Schweinefleisch aus Spanien

Auf meiner Suche nach dem besten Fleisch der Welt habe ich heute mal Halt in Bielefeld gemacht. Mit meinem Besuch im dortigen Beefshop Bielefeld bin ich damit der Einladung von Lars Eickmeyer gefolgt, zuständiger Bereichsleiter für die Shops in Bielefeld, Paderborn und Versmold. Vielen Dank dafür.

Der Beefshop in Bielefeld ist noch ein sehr junger Shop, der erst im November 2016 eröffnet hat, dennoch reicht seine Geschichte bereits bis ins Jahr 2012 zurück. Zu diesem Zeitpunkt war es Peter Whitaker, der im April 2012 in Versmold den Savanna Beef Shop gründete, einen Abholmarkt für Gastronomen und Privatverbraucher. Damals wie heute steht das Label „Savanna“ für hochwertiges Weidefleisch aus Uruguay. Dieses wird direkt und ohne Zwischenhandel importiert und gelangt dann in die Shops. Anfang 2016 übernahm dann die Firma Valio, ein Familienunternehmen aus Hamburg, den Savanna Beef Shop. Weil die Eigentümerfamilie von dem Konzept und dem Sortiment so überzeugt war, modernisierten Sie den Laden in Versmold und suchten gleichzeitig nach Räumlichkeiten für einen zweiten Shop. Fündig wurden Sie dabei an der Gütersloher Str. 178 in Bielefeld. Dort eröffneten dann, damals noch unter der Führung von Lars Eickmeyer, der Beefshop Bielefeld. Mittlerweile gibt es bereits einen dritten Shop in Paderborn. Das Konzept scheint also aufzugehen.   

Kommen wir nun aber mal zu meinem eigentlichen Besuch im Beefshop Bielefeld. Der Beefshop hat einen sehr kurzen Anfahrtsweg von der Autobahn und liegt relativ verkehrsgünstig an einer viel befahrenden Straße. Vor dem Laden selbst gibt es lediglich fünf Parkplätze, doch direkt gegenüber befindet sich ein großer Discounter, der genügend Parkraum bietet. Von Parkplatzmangel würde ich hier also nicht sprechen. Wenn Ihr den Shop dann betretet, befindet Ihr Euch erst mal in so einer Art Vorraum. Hier befindet sich zum einen die Kasse und zum anderen gibt es hier alles was benötigt wird, rund um das Thema Fleisch. Salz, Pfeffer, Gewürze, Olivenöl, teilweise sogar aus eigener Herstellung. Die Auswahl war auch gar nicht mal so klein und überraschte mich doch ein wenig. Wenn Ihr den Vorraum dann aber durchschreitet, dann kommt Ihr in einen großen Verkaufsraum. Was mir hier gleich auffiel, war die tolle Charakteristik des Raumes. Das hatte so eine Mischung aus altem Industriescharm und moderner Kunst. Das war überhaupt nicht flippig, sondern machte auf mich einen sehr guten Eindruck. Rechts ein kleines Gewürzregal aus alten Industriebohlen, über der Kühltheke alte Industrielampen, am Boden verschiedenste Fliesenspiegel und Dekors und die Wand teilweise im Ziegelsteinlook. Das ganze wurde dann durch bunte Bilder eines befreundeten Künstlers aufgehübscht und modernisiert. Für mich ein sehr stimmiger Eindruck. Die Bilder werden Euch das sicherlich vermitteln können. Wenn nicht, empfehle ich jedem einmal einen Besuch dort. Mich hat das jeden Falls sehr beeindruckt.

Dennoch möchte ich an dieser Stelle etwas vom Shop abschweifen und Euch gerne noch was zum Fleisch erzählen, denn deswegen bin ich ja hier. Ich bin auf der Suche nach dem besten Fleisch. Wie ich bereits am Anfang erwähnt habe, kommt der Großteil des hier angebotenen Rindfleisches aus Uruguay. Wichtig war Lars hierbei, dass ich erwähne, das sämtliche Tiere aus Weidehaltung stammen und ohne Zugabe von Zusatzstoffen und ohne Medikamente aufwachsen. Sollte ein Tier mal erkranken, wird es aus der Herde rausgenommen und anschließend mit Medikamenten versorgt. Einen Weg zurück in die ursprüngliche Herde gibt es für das Tier dann aber nicht mehr. Alle Tiere wachsen in Uruguay auf, werden dort geschlachtet, portioniert und vakuumiert und werden dann entweder per Schifffracht oder per Luftfracht nach Deutschland gebracht. Bei einem Überseetransport per Schiff reift das Fleisch ca. 21 Tage wetaged im Vakuumbeutel, also praktisch die gesamte Zeit der Überfahrt. Wird es per Luftfracht verschickt ist die Lieferung natürlich wesentlich schneller vor Ort. Dann wird das Fleisch nachträglich hier in Deutschland gereift bis es die nötige Reife erreicht hat. Bevor das Fleisch in den Verkauf kommt, wird vorab von jeder Charge ein Geschmackstest gemacht. So gelangt nur einwandfreies und geschmacksfreundliches Fleisch in den Verkauf. Das Fleisch wird also ständig einer Qualitätskontrolle unterzogen.

Neben dem Rinderfleisch aus Uruguay gibt es aber auch Schweinefleisch aus Spanien. Unter der Marke Jiménez wird hier entweder 50% Iberico, also eine Mischung aus Iberico und Duroc Schwein oder 100% Iberico-Fleisch angeboten, welches dann natürlich zu 100% vom Iberico-Schwein abstammt. Auch wenn die beiden Marken Savanna und Jimenez hier das Kernsortiment ausmachen, so sagte mir Lars, das der Beefshop sein Sortiment immer mal wieder erweitern wird und zwischendurch auch immer mal wieder kleinere Specials anbieten wird. Im Moment ist es zum Beispiel deutsches Färsenfleisch vom Limousin Rind. Ob solche Erweiterungen dann aber langfristig im Sortiment verbleiben oder doch nur Specials bleiben, das entscheiden dann aber der Endverbraucher.

Was gibt es sonst noch zu berichten? Ach ja. Man arbeitet dort gerade an einem Onlineshop. Wann dort der Startschuss fällt konnte mir Lars heute allerdings noch nicht beantworten. Wenn es soweit ist, erfahrt Ihr es aber an dieser Stelle auch von mir. Ein jeder sei aber vorab eingeladen, sich mal ein Bild vom Laden und Sortiment zu machen. Ich habe dies jedenfalls getan und bin dankbar für die Einladung und die Eindrücke. Das hat mir sehr gut gefallen.

An dieser Stelle brauch ich jawohl nicht zu erwähnen, dass ich natürlich nicht drum rumgekommen bin, wieder Fleisch mit nach Hause zu bringen. In zukünftigen Tastings wird es dann ein Entrecote und ein Terres Major vom Savanna Beef geben und ein Pluma und ein Secreto vom Jimenez 100% Iberico. Ihr dürft also gespannt sein.

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